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Halbe Portionen

Pressemitteilung vom

Eine interaktive Umfrage der Verbraucherzentralen bundesweit hat gezeigt: Hersteller geben die Portionsgrößen auf Müsli- und Chipspackungen viel zu gering an. Worauf Verbraucher beim Einkauf achten können, erklärt Christiane Manthey von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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Kleine Portion suggeriert weniger Fett

"Zwischen den freiwilligen Portionsangaben der Hersteller und der Wirklichkeit klafft eine große Lücke", sagt Christiane Manthey von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Unserer Auffassung nach rechnen viele Hersteller ihre Produkte mit den kleineren Portionen "gesund"." Denn: Aus kleineren Portionsgrößen ergeben sich automatisch auch geringere Mengen etwa an Zucker oder Fett, die Verbraucher vermeintlich zu sich nehmen. Nicht selten werben Hersteller mit diesen Werten prominent auf der Schauseite der Verpackung.

Satt von 40 Gramm Müsli?

Dass tatsächlich verzehrte Portionen mit den Angaben der Hersteller häufig nicht übereinstimmen, haben Verbraucherzentralen bundesweit mit einer Umfrage ermittelt. Dabei sollten Verbraucher die Portion Müsli und Chips abfüllen, die ihren üblichen Essgewohnheiten entspricht. Beim Müsli lag die Portionsgröße, die Verbraucher abfüllten, im Durchschnitt bei 81 Gramm, bei den Chips betrug sie 63 Gramm. Die Hersteller hatten bei Müsli jedoch lediglich 40, bei Chips 30 Gramm als Portion angegeben. Damit waren die tatsächlichen Portionen mehr als doppelt so groß wie die Portion, die die Hersteller auf der Verpackung empfahlen. 1.490 Verbraucher hatten an der nicht repräsentativen Befragung teilgenommen.

Worauf Verbraucher achten können

"Wer die Nährwerte verschiedener Lebensmittel vergleichen will, sollte sich nicht an den Portionsgrößen orientieren", rät Manthey. Bessere Vergleichbarkeit bieten die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen in Bezug auf 100 Gramm oder 100 Milliliter des Lebensmittels. "Allein wegen unterschiedlicher Essgewohnheiten sind Portionsangaben bei lose verpackten Lebensmitteln völlig sinnlos. Willkürlich gewählte Portionsgrößen verwirren statt zu informieren," so die Lebensmittelexpertin. Bei nicht eindeutig portionierbaren Lebensmitteln wie Chips oder Müsli sollen Hersteller nach Ansicht der Verbraucherzentrale auf Portionsangaben verzichten. Lediglich bei Verpackungen mit konkreten Portionen wie etwa einem Riegel, einer Scheibe oder einem Becher können die Informationen auf dem Etikett sinnvoll sein.

Bericht zum Download: Portionsgrößen auf Lebensmittelverpackungen (pdf, 2,17 MB)

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