Keiner muss im Dunkeln sitzen

Pressemitteilung vom

Der Weltverbrauchertag am 15. März steht bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ganz im Zeichen der Energie. Wir erklären, wie Verbraucher schon mit kleinem Aufwand viel Energie sparen und damit auch den Geldbeutel entlasten können.

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Mut zum Anbieterwechsel
„Wer seinen Energieanbieter wechselt, kann im Jahr mehrere hundert Euro sparen“, weiß Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Doch die Beratung zeigt, dass Hürde für den Wechsel hoch ist. „Viele Verbraucher haben Fragen zum Wechsel, beispielsweise, worauf sie beim neuen Anbieter achten sollen, damit sie wirklich ein günstigeres Angebot ohne versteckte Kosten erhalten. Oder ob sie im Dunkeln sitzen, wenn beim Wechsel etwas schiefgeht,“ erzählt Bauer und beruhigt: Selbst, wenn der neue Anbieter keinen Strom liefert, bleibt die Wohnung nicht dunkel. Verbraucher fallen dann automatisch in den Tarif des Grundversorgers zurück.

Keine Verträge am Telefon abschließen
Immer wieder versuchen Agenturen – im Auftrag von Energieanbietern – neue Verträge am Telefon zu verkaufen. „Auch, wenn das Angebot aufs erste Hören gut klingt, sollten Sie keinen Vertrag am Telefon abschließen und vor allem keine persönlichen oder technischen Daten wie die Zählernummer oder den bisherigen Anbieter preisgeben“, warnt Bauer. Denn unseriöse Vermittler kündigen mit diesen Angaben alte Verträge und schließen neue ab. Anstelle von unverbindlichen Angeboten erhalten Verbraucher dann schon fertige Vertragsunterlagen.

Vergleichsportale richtig nutzen
Auf der Suche nach Angeboten können Vergleichsportale im Internet ein praktisches Hilfsmittel sein. Wichtig ist es, die richtigen Einstellungen zu wählen, damit die vorgeschlagenen Angebote auch tatsächlich zum Bedarf passen. „Bei den Angaben ist es wichtig, dass neben dem korrekten Jahresverbrauch auch Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist stimmen“, sagt Bauer. Er empfiehlt, nur Verträge ohne Vorauskasse und mit einer Laufzeit von höchstens einem Jahr abzuschließen. Die Folgelaufzeit des neuen Vertrages sollte nicht mehr als einen Monat, maximal drei Monate betragen, die Kündigungsfrist nicht länger als sechs Wochen sein. Weitere Infos und eine Checkliste zum Anbieterwechsel finden Verbraucher auch unter: www.vz-bw.de/node/10645

Vorsicht bei Nachtspeicherstrom
Wer mit Strom heizt und einen Nachtspeicherofen, einen Elektroofen oder eine Wärmepumpe zu Hause betreibt, kann Vergleichsportale grundsätzlich auch nutzen. Ein genauerer Blick auf den Anbieter ist aber ratsam. Gerät man an einen falschen Anbieter drohen hoch Abschlags- oder Nachzahlungen. „Verbraucher sollten in diesem Fall vor dem Wechsel mit dem neuen Anbieter abklären, wie der Heizstrom erfasst wird“, rät Bauer. Denn daran bemisst sich dann, ob der Anbieter den teuren Tagstrom (HT) und den günstigeren Nachtstrom (NT) auch liefern und getrennt abrechnen kann.

Stromsparen auch im Alltag
Wer seinen Anbieter derzeit nicht wechseln kann oder will, hat auch noch andere Möglichkeiten im Alltag Strom und Geld zu sparen. So sollten Elektrogeräte beispielsweise nicht im Stand-by-Modus bleiben. Denn auch wenn die Geräte nicht genutzt werden, verbrauchen sie Strom. Besser ist es schaltbare Steckerleisten zu verwenden oder nicht benutzte Geräte ganz vom Stromnetz zu trennen. Um Heizenergie zu sparen, hilft es, an alten Fenstern und Türen Dichtungsbänder und Bürstendichtungen anzubringen oder zu erneuern.

Aktionswoche „Energie zum Weltverbrauchertag“
Weitere Tipps rund ums Thema Anbieterwechsel und Energiesparen erhalten Verbraucher im Rahmen unserer Aktionswoche zum Weltverbrauchertag: Am 15. März bei einer landesweiten Telefonaktion sowie bei Vorträgen und Kurzberatungen in verschiedenen Beratungsstellen. Die Telefonaktion findet am 15. März von 14 bis 17 Uhr statt: Für Fragen zum Energieanbieterwechsel wählen Sie 0711 / 66 91 4950, Fragen zu Energiesparen, energetischer Sanierung und Förderprogrammen werden unter 0711 / 66 91 4905 und 0711 / 66 91 4906 beantwortet.

Weitere Informationen unter www.vz-bw.de/weltverbrauchertag-bw.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.