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Interneteinkauf im Ausland

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Über das Internet ist es ohne weiteres möglich, bei Online-Händlern mit Sitz im Ausland einzukaufen. Dabei gelten zum Teil aber andere rechtliche Rahmenbedingungen und es drohen hohe Zusatzkosten für Einfuhr und Versand, die einen Schnäppchenpreis ins Gegenteil verkehren können.

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Lieferung ins Ausland
Foto: tashatuvango / Fotolia.com

Bei einem Einkauf innerhalb der EU gelten – zum Beispiel aufgrund der Richtlinie über die Verbraucherrechte - weitgehend die gleichen rechtlichen Bedingungen. Es müssen beispielsweise die beschriebenen Informationspflichten erfüllt werden, wonach Sie der Verkäufer auf anfallende Zusatzkosten hinweisen muss. Zudem besteht unter den genannten Voraussetzungen EU-weit ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Einfuhrzölle fallen in der Regel nicht an. Verbrauchssteuern sind nur auf einzelne Produkte wie Alkohol, Kaffee und Tabakwaren zu zahlen.

Bei Einkäufen außerhalb der EU kommt es hinsichtlich der Frage des anwendbaren Rechts auf den konkreten Einzelfall an. Informieren Sie sich direkt beim Händler über dessen Bedingungen und lassen Sie sich gegebenenfalls rechtlich beraten. Kalkulieren Sie mögliche Mehrkosten für die Einfuhr der Ware mit ein: Beträgt der Warenwert inklusive Versandkosten nicht mehr als 22 Euro, fallen zumeist weder Zölle noch Steuern an.

Bei einem Wert zwischen 22 und 150 Euro fallen zwar in der Regel Einfuhrumsatzsteuer (für gewöhnlich 7% oder 19%), aber keine Zölle an. Darüber hinausgehend sind regelmäßig sowohl Zölle als auch Steuern fällig. Da die zu zahlenden Zölle und Steuern je nach Warenwert und Produktart variieren, sollten Sie sich vor der Bestellung beim Zoll über die Formalitäten informieren. Beachten Sie auch, dass für einige Waren Einfuhrverbote bestehen.