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Energielabel für alte Heizkessel

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Label für alte Öl- und Gasheizkessel ähnelt den Energieeffizienz-Labeln auf Elektrogeräten und zeigt die Klassen A++ bis E. Es dient nur der Information und hat keine Folgen.
  • Vergeben wird es derzeit an Heizkessel, die bis einschließlich 1993 gebaut wurden. Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht.  Im nächsten Jahr werden alle Kessel, die bis 1995 eingebaut wurden, gelabelt.
  • Das Label bezieht sich nur auf den Kessel. Ob die Heizung zum Beispiel mit einer Solarwärme-Anlage kombiniert ist, beeinflusst die Einstufung nicht.
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Zahlreiche alte Heizkessel bekommen vom Schornsteinfeger jetzt ein Energielabel. Es soll deutlich machen, wie sparsam oder verschwenderisch eine Heizung ist. In vielen Fällen kann sich der Austausch gegen ein neues Gerät lohnen.

Energieeffizienzlabel alte Heizkessel

Seit 1. Januar 2017 bekommen einige alte Heizkessel beim Besuch des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers ein Effizienzlabel. Das schreibt das Gesetz vor. Das Label wird im Rahmen der Feuerstättenschau vergeben; sie muss zweimal innerhalb von sieben Jahren im Abstand von mindestens drei Jahren stattfinden.

Das Label erhalten zunächst alle Öl- und Gasheizkessel, die bis einschließlich 1991 gebaut wurden. Das Etikett ordnet die Kessel derzeit einer der Effizienzklassen von A++ bis E zu. Ab 2019 reicht die Skala von A+++ bis D. Die Kennzeichnung soll verdeutlichen, wie sparsam der Heizkessel mit Energie umgeht.

Die Eingruppierung der alten Kessel ist nicht direkt vergleichbar mit den Effizienzklassen des Heizungslabels für neue Geräte. Den beiden Kennzeichnungen liegen unterschiedliche Maßstäbe zugrunde.

Mit dem Label wird pauschal die Effizienz des Heizkessels bewertet. Als Grundlage dafür nutzt der Schornsteinfeger eine Liste von Heizungsmodellen.

Die aktuell von der Label-Pflicht betroffenen Heizkessel sind mindestens 25 Jahre alt. Diese Anlagen erreichen bestenfalls die Energieeffizienzklasse C. Sie arbeiten meist noch mit der veralteten Heizwerttechnik, so dass sie einen deutlich höheren Energieverbrauch haben als jüngere Geräte, die schon häufig Brennwertgeräte sind.

Wer eine solche, ineffiziente Heizung hat, sollte über einen neuen Kessel nachdenken. Moderne Heizungen sind auch dank ihrer elektronischen Regelung deutlich sparsamer im Verbrauch. Für viele Kessel, die bereits älter als 30 Jahre sind, ist ohnehin ein Austausch gesetzlich vorgeschrieben. Der Staat beteiligt sich daran über verschiedene Förderprogramme.

Der Schornsteinfeger übergibt mit dem Heizungslabel eine Broschüre mit weiteren Informationen. Darin sind neben Fördermöglichkeiten auch Beratungsangebote wie der Heiz-Check der Verbraucherzentralen beschrieben.

Die Gruppe der Heizkessel, die das Energielabel erhalten, wächst jedes Jahr. So sind es 2018 schon alle Öl- und Gas-Kessel, die bis einschließlich 1993 gebaut wurden, und 2019 alle mit einem Baujahr bis 1995. Ab 2024 bekommen schließlich alle Öl- und Gasheizkessel ein Heizungslabel, die mindestens 15 Jahre alt sind. Die nachfolgende Tabelle gibt einen umfassenden Überblick.

Energielabel für alte Heizungen


Das Label bezieht sich ausschließlich auf den Heizkessel als Wärmeerzeuger. Anders als bei der Einstufung neuer Heizungen bleibt damit zum Beispiel unbeachtet, wenn eine eingebundene Solarwärme-Anlage die Gesamteffizienz verbessert. Auch die Regelungstechnik und gegebenenfalls die Effizienz der Warmwasserbereitung spielen keine Rolle. Ebenfalls nicht bewertet wird, ob die Heizung optimal eingestellt ist, die Rohrleitungen ausreichend gedämmt sind oder die Anlage richtig dimensioniert ist.

Wer sich selber ein Bild darüber machen will, wie der eigene Heizkessel eingestuft wird, kann das mit dem Effizienzklassenrechner des BMWi.