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Stromanbieter oder Gasanbieter wechseln: So funktioniert es

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Wollen Sie Ihren jetzigen Anbieter wechseln oder mit diesem einen neuen Tarif vereinbaren, sollten Sie zunächst prüfen, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihren alten Vertrag kündigen können.

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Einen Grundversorgungsvertrag können Sie jederzeit (ohne Angabe von Gründen) mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Die Kündigung übernimmt in der Regel der neue Anbieter für Sie. Haben Sie einen Sondervertrag und ist die Kündigungsfrist jedoch sehr kurz, zum Beispiel bei einer Preiserhöhung, oder droht sie bald abzulaufen und steht eine Vertragsverlängerung (zum Beispiel von einem weiteren Jahr) bevor, sollten Sie selbst kündigen.

Anschließend gehen Sie wie folgt vor:

  • Ermitteln Sie anhand der letzten Jahresabrechnung Ihren jährlichen Strom- bzw. Gasverbrauch. Dieser ist auch für die Berechnung der künftigen Abschlagszahlungen maßgeblich. Vergleichen Sie - z.B. über einen Tarifrechner im Internet - die Preise und Vertragsangebote verschiedener Strom- bzw. Gasversorger. Einzelheiten finden Sie auf der Seite "Angebote und Preise vergleichen".
     
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Strom- bzw. Gasvertrag abzuschließen. Einen Anbieterwechsel können Sie im Internet beispielsweise direkt über das Wechselportal oder über die Internetseite des Lieferanten vornehmen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, sich die Vertragsunterlagen per E-Mail, Fax oder mit der Post zuschicken zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass Sie das Auftragsformular in Ruhe prüfen und ausfüllen können. Bevor Sie das ausgefüllte Formular an den Anbieter zurückschicken, ist es sinnvoll, sich eine Kopie zu machen, um später eine Vergleichsmöglichkeit mit den Angaben auf der Vertragsbestätigung zu haben. Aus gleichem Grund sollten Sie auch bei einem Vertragsschluss übers Internet die Bewerbung des Tarifs sowie den Wechselprozess mithilfe von Screenshots dokumentieren.
     
  • Informieren Sie sich außerdem, bevor sie einen neuen Lieferanten beauftragen, bei Ihrer Verbraucherzentrale über aktuelle Urteile und unlautere Methoden einzelner Anbieter am Markt.
     
  • Der Strom- oder Gasliefervertrag selbst kommt in jedem Fall ausschließlich zwischen dem Verbraucher und dem Lieferanten, und nicht etwa mit dem Wechselportal, zustande. Spätere, den Vertrag betreffende Erklärungen sind daher stets an den Lieferanten zu richten.
     
  • Durch Ihren Auftrag wird noch kein Vertrag geschlossen, da der Anbieter diesen erst prüfen wird und einen Vertragsschluss beispielsweise von einer Kündigungsbestätigung des Vorlieferanten und/oder einer Bestätigung über den Beginn der Netznutzung durch den Netzbetreiber abhängig macht. Erst durch die Vertragsbestätigung des Lieferanten kommt der Vertrag zustande. Der neue Lieferant ist dann auch verpflichtet, Ihnen unverzüglich mitzuteilen, wann er die Belieferung aufnehmen kann.
     
  • Am Tag des Wechsels sollten Sie den Zählerstand ablesen und diesen sowohl dem alten als auch dem neuen Stromlieferanten sowie dem örtlichen Netzbetreiber mitteilen.
     
  • Der bisherige Lieferant muss Ihnen spätestens sechs Wochen nach Beendigung des bisherigen Liefervertrags eine Schlussrechnung über den bis zum Wechselzeitpunkt angefallenen Verbrauch erteilen (§ 40 Absatz 4 EnWG).

 

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