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Brot, Getreide und Beilagen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 4 Portionen Brot, Getreide und Beilagen täglich, die Kinderhand dient als Maß für die Portion.
  • Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln sind sehr gute Energielieferanten.
  • Bei Brot, Nudeln und Reis die Vollkornvariante bevorzugen.
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Brot
Foto: SednevaAnna / iStockphoto.com

Brot, Getreide und Beilagen wie Reis, Nudeln und Kartoffeln enthalten vor allem Kohlenhydrate und sind damit wertvolle Energielieferanten. Brot, Brötchen und andere Getreideprodukte sollten überwiegend in der Vollkornvariante angeboten werden, da sich Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren überwiegend in den Randschichten und im Keimling des Getreidekorns befinden. Nur bei der Verwendung von Vollkornmehl bleiben alle diese wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Bei den so genannten Auszugsmehlen (erkennbar an den Typenzahlen, zum Beispiel 405) werden die Randschichten und der Keimling in unterschiedlichem Maße abgetrennt.

Kinder an Vollkornprodukte gewöhnen

Bekommen Kinder von Anfang an Vollkornprodukte, ist dies für sie normal. Finden sie dagegen überraschend Vollkornprodukte auf ihrem Teller, können sie skeptisch reagieren und müssen sich an den neuen Geschmack erst gewöhnen. Am besten gelingt es, wenn Sie helles und dunkles Mehl bzw. "normale" und Vollkornnudeln zunächst mischen. Dann hat auch das Verdauungssystem Zeit sich auf die Mehrarbeit und die Ballaststoffe einzustellen. Fragen Sie bei Ihrem Bäcker nach den Backwaren mit dem höchsten Vollkornanteil oder nach Vollkornbrot. Die Bezeichnung "Mehrkorn" bedeutet meist nicht, dass es Vollkorn ist. Auch eine dunkle Farbe beruht eventuell auf einer Färbung mit Malzextrakt. Eine gute Möglichkeit Getreideprodukte in den täglichen Speiseplan zu integrieren, bieten Vollkorngetreideflocken, zum Beispiel im Müsli.

Nudeln und Reis

Auch Nudeln und Reis gibt es in der Vollkornvariante. Insbesondere Reis wird aufgrund der körnigen Konsistenz von Kindern häufig abgelehnt. Dann kann als Alternative Parboiled-Reis verwendet werden. Bei diesem wird durch eine Vorbehandlung erreicht, dass die wertvollen Inhaltsstoffe in das Innere des Reiskorns wandern, so dass sie auch in dem weißen Reis noch vorhanden sind. Sollen Kinder langsam an Vollkornbeilagen gewöhnt werden, bietet es sich auch hier an, zunächst helle und dunkle Nudeln bzw. Reis zu mischen. Trauen Sie sich, auch mal Hirse oder Grünkern als Beilage oder in Form von Bratlingen anzubieten. Kombiniert mit Rohkost und einem leckeren Dip wird daraus eine leckere, kindgerechte Mahlzeit.

Kartoffeln - in vielen Variationen

Kartoffeln sind aus unserem Speiseplan nicht wegzudenken. Neben Kohlenhydraten liefern sie hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Zusätzlich zu diesen wertvollen Eigenschaften schmecken Kartoffeln eigentlich jedem Kind. Es kommt nur auf die Zubereitung an, und da gibt es viele Möglichkeiten, etwa als Salz- oder Pellkartoffeln, zu Püree oder Klößen verarbeitet, als Ofenkartoffeln oder kalt im Salat. Seltener sollten es jedoch die fettreichen Zubereitungen in Form von Bratkartoffeln, Pommes frites oder Kroketten sein. Auch von Fertigprodukten wie Püreepulver, Kloßteig oder Ähnlichem ist abzuraten, da durch die Verarbeitung und eventuell zugefügte Zusatzstoffe, ein an sich gesundes Produkt schnell zu einer minderwertigen Mahlzeit wird.

Wie viel ist genug?

Zur Bemessung der Portionsgrößen können sowohl bei Brot als auch bei Getreideflocken bzw. Beilagen wieder die Kinderhände herangezogen werden. Eine Portion Brot ist eine Scheibe in Größe der Handfläche, eine Portion Getreide bzw. Beilagen wären beide Kinderhände zur Schale geformt.

Stichwort: Acrylamid

Werden Kartoffel- oder Getreideprodukte bei hohen Temperaturen zubereitet, d.h. gebraten, gebacken oder frittiert, entsteht im Zuge der Bräunungsreaktion Acrylamid. Eine Wirkung auf das Erbgut und die Förderung der Krebsentstehung ist aus Tierversuchen bekannt. Wie gefährlich Acrylamid aus Lebensmitteln für den Menschen ist, ist noch nicht ausreichend erforscht, da entsprechende Daten fehlen.

Um die Belastung mit Acrylamid zu senken, sollten beim Einkauf und bei der Zubereitung bestimmte Maßnahmen beachtet werden. Oberster Grundsatz bei der Zubereitung von Kartoffel- und Getreideprodukten ist: "Vergolden statt Verkohlen". Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Acrylamid.