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Fassbrause - Bier oder Brause?

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Fassbrause ist entweder eine Limonade oder ein Biermischgetränk, beides ist möglich, denn Hersteller entscheiden selbst über die Zutaten.
  • Für Kinder ist Fassbrause nicht empfehlenswert, wenn sie alkoholfreies Bier enthält.
  • Ist alkoholfreies Bier enthalten, sollte das sofort erkennbar sein.
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Aus Fass und Flasche

Traditionell wird Fassbrause aus Mineralwasser, Zucker, Malz-Extrakt und Aromen hergestellt und glasweise aus Fässern ausgeschenkt. Heute bieten die Brauereien Fassbrause in Flaschen mit unterschiedlichen Zutaten an: Einige mixen das Getränk aus alkoholfreiem Bier und Limonade, bei anderen besteht es nur aus Limonade. Daher kann die Frage, ob Fassbrause nun ein Biermischgetränk oder eine Brause ist, auch nicht eindeutig beantwortet werden. Allerdings lässt sich immer anhand der Zutatenliste erkennen, woraus die in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angebotene jeweilige Fassbrause konkret besteht.

Gewöhnung an Biergeschmack – für Kinder nicht geeignet

Alkoholfreies Bier als Zutat bedeutet, dass noch Reste von Alkohol enthalten sein können. In alkoholfreiem Bier dürfen es bis zu 0,5 Prozent Alkohol sein. Es gibt aber auch alkoholfreies Bier ganz ohne Alkohol (0,0 Volumenprozent). Für Kinder ist Fassbrause mit alkoholfreiem Bier nicht empfehlenswert ‒ zwar sind keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten, aber sie können dadurch schon frühzeitig an den Biergeschmack gewöhnt werden. Wasser oder verdünnte Obstsäfte sind als Getränke für Kinder weitaus besser geeignet.

Verbraucherzentralen fordern rechtliche Reglung

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale sollte der Anbieter stets auf dem vorderen Etikett unübersehbar auf das zugesetzte alkoholfreie Bier hinweisen und den Restalkoholgehalt ausweisen. Dies gilt auch für alkoholfreies Bier. Biere mit geringem Alkoholgehalt bis 0,5 Volumenprozent sollten durch andere Bezeichnungen wie "wenig Alkohol" oder "alkoholarm" von echten alkoholfreien Bieren zu unterscheiden sein.

Immer mehr Brauereien geben den Alkoholgehalt schon freiwillig an. In einem Marktcheck 2015 stand der Hinweis auf 21 von 27 Bieren. Wünschenswert wäre, dass der Alkoholgehalt grundsätzlich auf dem vorderen Etikett angegeben wird.