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Gentechnik: Koexistenz in der Landwirtschaft

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Unter Koexistenz versteht man in diesem Zusammenhang das Nebeneinander verschiedener Anbauformen: Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, konventioneller Anbau ohne Gen-Pflanzen und ökologischer Landbau, der keinen Anbau von Gen-Pflanzen erlaubt.

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Werden gentechnisch veränderte Sorten angebaut, so kann der Pollen dieser Pflanzen durch Wind und Insekten, trotz Sicherheitsabständen zwischen den Pflanzen, auf nicht veränderte Sorten oder auf verwandte Wildpflanzen übertragen werden. Dies kann dazu führen, dass Landwirte und Imker ihre Produkte nicht mehr als "ökologisch" bzw. "ohne Gentechnik" erzeugt vermarkten dürfen und somit wirtschaftliche Einbußen erleiden.  Die Vermarktung als Bioprodukt ist möglich, wenn der Erzeuger nachweisen kann, dass es sich um zufällige, technisch nicht vermweidbare Verunreinigungen bis zu einem Anteil von 0,9 % handelt.

Problematisch ist auch die Übertragung durch Erntemaschinen oder durch Verluste beim Transport. So kann gentechnisch veränderter Mais beim Transport unbeabsichtigt auf Felder mit konventionell erzeugten Pflanzen gelangen bzw. nach der Ernte auf dem Feld zurückbleiben und zum unerwünschten Durchwuchs führen.

Fest steht, dass mit dem Anbau von Gen-Saaten die gentechnikfreie Landwirtschaft und die Wahlfreiheit der Verbraucher zunehmend gefährdet werden. Auch aus diesen Gründen lehnen die Verbraucherzentralen den Anbau von Gen-Sorten in der EU ab.