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Pestizidrückstände

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Obst und Gemüse geraten oft nicht wegen ihrer kulinarischen oder gesundheitsförderlichen Eigenschaften, sondern wegen der Anwendung von Pestiziden und deren Rückständen in die Diskussion. Pestizide sind chemische Substanzen, die Schädlinge und Pflanzenkrankheiten bekämpfen sollen.

Pestizide
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Monokulturen beispielsweise locken Fraßfeinde in großer Zahl an; die Schäden können immens sein. Pilz- oder andere Erkrankungen schwächen die Kulturpflanzen und führen zu geringeren Erträgen.

Um solche Verluste zu verhindern, werden Pestizide ausgebracht. Doch die Rückstände in Obst und Gemüse oder auch das Bienensterben haben die Diskussionen um die potentiellen Risiken in den letzten Jahren wieder deutlich verstärkt. Selbst unter Fachleuten wird über die möglichen Gefahren gestritten.

Wir informieren über die wichtigsten Fragen zu Pestiziden und Pestizidrückständen in Lebensmitteln.

Wie ist der Einsatz von Pestiziden gesetzlich geregelt?

Zahlreiche Bestimmungen regeln die Herstellung, den Verkauf, das Ausbringen und die Rückstände von Pestiziden. Sie sollen dafür sorgen, dass Mensch und Natur möglichst vor Gesundheits- und Umweltschäden geschützt werden. Trotz dieser Vorgaben sind Pestizide umstritten. Das gilt vor allem für bestimmte Wirkstoffe, die in Verdacht stehen, schwere Erkrankungen auslösen zu können. Bienengefährliche Mittel stehen ebenfalls in der Kritik. Auch dass es in einem Lebensmittel 20, 30 oder sogar noch mehr Pestizide geben darf, wird häufig kritisiert.

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Sind Pestizide für den Menschen gefährlich?

Pestizide sind Gifte, die Schadorganismen – so der offizielle Begriff – in der Landwirtschaft und im Gartenbau wirkungsvoll bekämpfen sollen. Diese Gifte können in entsprechender Menge auch für Menschen gefährlich sein.

Bei bestimmten Lebensmitteln werden immer wieder zu hohe Rückstände nachgewiesen, zum Beispiel bei gefüllten Weinblättern oder frischen Kräutern aus Übersee. Aber auch Beerenfrüchte aus Deutschland können stärker belastet sein – vor allem mit vielen verschiedenen Pestiziden. Die Behörden in Deutschland oder der EU sehen darin meistens kein Risiko. Doch Naturschutzverbände und kritische Wissenschaftler warnen häufig vor solchen Cocktails.

Zudem besteht bei einer Reihe von Pestiziden zumindest der Verdacht, dass sie zu Gesundheitsschäden führen können. Ein weiteres Problem sind illegale Pestizide, die aus Übersee nach Europa gelangen und verbotene, gefährliche Substanzen enthalten können

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Wie kann man die Aufnahme von Pestizidrückständen niedrig halten?

Auch wenn Rückstandsbelastungen ein ernstes Problem sind, überwiegen die positiven Wirkungen von Obst und Gemüse. Trotzdem muss jede Anstrengung unternommen werden, Lebensmittel so rückstandsarm wie möglich auf den Markt zu bringen. Eine abwechslungsreiche, regionale und saisonale Auswahl senkt das Risiko, stärker belastete Lebensmittel in zu großen Mengen zu verzehren. Am sichersten ist es, Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau zu bevorzugen.

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