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Fahrgemeinschaften

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Vor allem für Berufspendler zahlt sich nicht nur der Umstieg auf klassische öffentliche Verkehrsmittel, sondern auch auf Fahrgemeinschaften aus.

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Fahrgemeinschaft bilden
Foto: ImageegamI / iStockphoto.com


Angesichts langfristig steigender Kraftstoffpreise sind kostengünstigere Alternativen zum lediglich alleine genutzten Auto gefragt. Vor allem für Berufspendler zahlt sich nicht nur der Umstieg auf klassische öffentliche Verkehrsmittel, sondern auch auf Fahrgemeinschaften aus. Neben dem Geldbeutel profitiert dabei die Umwelt, da Autos effizienter genutzt werden und sich die Zahl der PKW im Straßenverkehr reduziert.

Bei der Suche nach Fahrgemeinschaften helfen Internetportale wie pendlerportal.de und fahrgemeinschaft.de. Dort können sowohl Gesuche als auch Angebote inseriert werden.

Berechnung der Kosten

Fahrgemeinschaften helfen, Kosten zu sparen. Gleichwohl muss man sich vor Antritt der Fahrt darauf verständigen, wie die Frage der Kostenerstattung gelöst wird.

Um die Kostenbeteiligung der Mitfahrer zu berechnen, sind unterschiedliche Modelle denkbar. Durch eine Pauschale pro gefahrenem Kilometer können Kraftstoff- und Nebenkosten einkalkuliert werden. Ein Pauschalbetrag deckt die Kosten zwar ungenau, vereinfacht jedoch die Berechnung. Ebenfalls können die Kosten durch Aufteilung der entstandenen Tankrechnung ermittelt werden. In manchen Fällen bietet sich eine detaillierte Kostenerstattung an, sodass Wertverlust, Kapitalverzinsung, Steuer, Versicherungen, Reparatur- und Wartungskosten sowie der Kraftstoffverbrauch einbezogen werden. Bei dieser Detailberechnung unterstützen einige Automobilclubs ihre Mitglieder.

Versicherungsschutz

Verschuldet der Fahrer des Fahrzeugs einen Unfall, trägt die Kfz-Haftpflicht des Halters sämtliche Schäden der Insassen inklusive Schmerzensgeld. Wird ein Unfall durch Bremsversagen, Reifenplatzen etc. trotz regelmäßiger Wartung verursacht oder begeht der Unfallgegner Fahrerflucht, so haben Insassen dennoch Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Für Mitfahrende von Fahrgemeinschaften bedeutet dies eine wesentliche Absicherung, ohne dass der Fahrer bzw. Halter ein höheres Risiko eingeht. Nur bei einem Unfall, der durch höhere Gewalt (zum Beispiel Sturm) verursacht wird, besteht keine Haftung.

Neben der Kfz-Haftpflicht deckt auch die gesetzliche Sozialversicherung Unfälle auf dem Weg von oder zur Arbeit ab. Mögliche Umwege zur Mitnahme von Mitfahrern sind dabei eingeschlossen. Während die Kosten für Heilbehandlung, Invaliden- und Hinterbliebenenrente von der Sozialversicherung abgedeckt werden, gilt dies nicht für Sachschäden und Schmerzensgeld.

Zu den unabdingbaren Policen für jedermann gehört die private Haftpflichtversicherung. Sie deckt alle Schäden ab, die man anderen durch Unvorsichtigkeit oder Leichtsinn zufügt und die ohne diesen Schutz den finanziellen Ruin bedeuten können. Aber sie kommt auch für die kleinen Malheurs auf. Wenn ein Mitfahrer etwa durch unachtsames Türöffnen oder brennende Zigaretten das Auto beschädigt, ersetzt dessen private Haftpflichtversicherung die Kosten der Reparatur. Auch Schäden, die beispielsweise beim Aussteigen einem Dritten zugefügt werden, sind darüber in der Regel versichert.

Steuerliche Aspekte

Seit Einführung der Entfernungspauschale sind Fahrgemeinschaften Alleinfahrern gegenüber gleichgestellt. Denn für die Inanspruchnahme der Steuervergünstigungen zählen nicht mehr Tankquittungen oder Kilometerstände des Fahrzeugs, sondern es gilt einzig die Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsplatz. Ob der Arbeitsweg zu Fuß, mit dem Rad, Auto, Bus oder Bahn zurückgelegt wird, ist unerheblich. Fahrer wie Mitfahrer erhalten die gleiche Entfernungspauschale.