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Entsorgung ausgedienter Lampen

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Haben Lampen ausgedient, stellt sich die Frage, wohin damit? Je nach Art der Lampen gibt es unterschiedliche Entsorgungswege.

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Zerbrochene Energiesparlampe
Foto: Serenethos / Fotolia.com

Halogenleuchtmittel können über den Hausmüll entsorgt werden.

LED-Lampen hingegen gehören in die Altlampensammlung.

So können die Metalle und Kunststoffe optimal recycelt werden. Sammelbehälter gibt es auf Recyclinghöfen und in vielen Geschäften. Hier finden Sie Hinweise auf lokale Sammelstellen in Ihrer Nähe.

Haben Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) ausgedient, gehören sie nicht in den Hausmüll, sondern, wie LED, in die Altlampensammlung. Denn sie enthalten geringe Mengen an Quecksilber. Deshalb ist es wichtig, dass diese Lampen unversehrt gesammelt werden. Kommunen müssen dafür bruchsichere Container bereitstellen, damit sie zum Recyceln gelangen. Einige Gemeinden bieten den Service an, ausgediente Energiesparlampen an Schadstoffmobilen abzugeben. Zudem gibt es viele Geschäfte, die Lampen freiwillig und kostenlos zurück nehmen. Meist stehen dafür Sammelboxen im Kassenbereich.

Bislang geben noch zu wenige Verbraucher ausgediente schadstoffhaltige Lampen zurück: pro Jahr landen rund 80 Millionen alter Energiesparlampen im Hausmüll oder warten in Keller und Garage auf die "richtige" Entsorgung.

Entsorgungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe finden Sie im Internet.

Risiken durch zerbrochene Energiesparlampe

Zerbricht eine Energiesparlampe mit 5 Milligramm Quecksilber (viele Lampen enthalten deutlich weniger) in einem 20 Quadratmeter großen Raum, so bleibt die Quecksilberkonzentration unterhalb des an Arbeitsplätzen erlaubten Grenzwertes. Dieser Grenzwert ist für eine Aufenthaltsdauer von 40 Stunden die Woche gedacht. Da man für das Einsammeln der kaputten Lampe nur einige Minuten braucht und den Raum anschließend lüften sollte, ist die Belastung also noch deutlich geringer. Zudem ist nicht anzunehmen, dass das gesamte Quecksilber aus der Lampe in den Raum entweicht. Die Quecksilbermenge, die man durch den Verzehr von Thunfisch oder Schillerlocke (Hai) zu sich nimmt, kann eine größere Belastung darstellen als die seltene Entsorgung einer zerbrochenen Energiesparlampe.

Die folgenden Hinweise gelten ausschließlich für die klassische Energiesparlampe (Kompaktleuchtstofflampe). LED-Lampen entlassen bei Bruch keine Schadstoffe in die Raumluft.

Energiesparlampen mit Amalgam

Bei diesen Lampen ist das Quecksilber in ausgeschaltetem Zustand teilweise als Amalgam in einer Metalltablette gebunden. Dadurch soll bei Lampenbruch weniger Quecksilber in die Raumluft gelangen. Allerdings: Auch diese Lampen benötigen zum Zünden gasförmiges Quecksilber, das aus dem Amalgam kommt. Ist eine Amalgam-Lampe eingeschaltet und zerschellt, wird deshalb ebenfalls Quecksilber freigesetzt. Zudem scheinen amalgamhaltige Lampen zu Zündungsproblemen bei niedrigen Temperaturen zu neigen.

Splitterschutz oder Schutzkolben

Das Risiko brechender Lampen lässt sich durch Modelle mit Splitterschutz oder Schutzkolben verringern. Den Schutzkolben erkennt man daran, dass die Energiesparlampe die Form einer Glühbirne oder eine runde Umhüllung hat. Den Splitterschutz kann man nicht unbedingt erkennen. Fragen Sie beim Kauf nach einer Ummantelung (leider auf der Verpackung nicht immer angegeben)!

Zu berücksichtigen ist, dass ein Splitterschutz möglicherweise die Helligkeit der Lampe beeinflusst. Erkundigen Sie sich deshalb im Geschäft und kaufen im Zweifel ein Modell mit einer höheren Wattzahl (Leistung). Die Gefahr einer zerschellenden Lampe reduzieren Sie auch, wenn sie beim Ein-und Ausschrauben am Sockel und nicht am Glaskörper anfassen.

 


Tipps bei der Entsorgung

Die Beseitigung der zerbrochenen Energiesparlampe auf wischbaren Böden

  • Lüften Sie vor dem Reinigen den Raum 15 Minuten und verlassen Sie ihn so lange!
  • Lassen Sie während des Reinigens das Fenster weiterhin geöffnet!
  • Verwenden sie keinen Staubsauger! Der Staubsauger wirbelt das Quecksilber wieder in die Raumluft. Kehren Sie die Glassplitter mit einem Stück Karton oder steifem Papier zusammenkehren.
  • Gummihandschuhe schützen die Hände vor scharfen Glassplittern und vor dem Kontakt mit Quecksilber.
  • Die größeren Stücke geben Sie vorsichtig in ein luftdicht verschließbares Gefäß (zum Beispiel ein leeres Konservenglas oder ein Einmachglas). Kleinere Glassplitter fegen Sie mit Karton oder steifem Papier zusammen! Auf glatten Böden, etwa Laminat oder Parkett, wischen Sie den Staub und die restliche Glassplitter mit feuchten Papiertüchern auf und stecken beides anschließend in das Gefäß.
  • Die Abfälle nimmt die örtliche Sammelstelle an – Sie dürfen sie nicht in den Hausmüll werfen.
  • Die Gummihandschuhe können Sie mit dem Hausmüll außerhalb des Hauses entsorgen.
  • Im Anschluss an die Reinigung ist es ratsam, noch einige Zeit zu lüften. Die Hände sollten Sie gründlich waschen.

 

Die Beseitigung der zerbrochenen Energiesparlampe auf Teppichen und Polstern

  • Den Teppich nicht mit feuchten Tüchern abwischen, sondern nach dem Aufsammeln der größeren Bruchstücke Klebeband verwenden, um die kleinen Splitter und Stäube aufzunehmen. Das Klebeband sollte mit den Splittern in das luftdichte Gefäß gegeben werden.
  • Erst nach dieser Grobreinigung kann der Staubsauger eingesetzt werden. Wichtig: Während des Saugens und auch danach gut lüften.
  • Hand- oder Tischstaubsauger eignen sich nicht für die Reinigung.


Quelle: Umweltbundesamt