Stellungnahme zum Entwurf der Finanzbildungsstrategie des Bundes vom 07.09.2026

Status: 06. October 2026

Der vorgelegte Entwurf der Finanzbildungsstrategie erfüllt die Anforderungen an eine an den Bildungsbedarfen der Verbraucher:innen ausgerichtete finanzielle Verbraucherbildung nicht!

Mit dem Entwurf der Finanzbildungsstrategie des Bundes zielt das Bundesfinanzministerium darauf ab, sich stärker in die Ausgestaltung und Koordination der Finanzbildung einzubringen. da der Entwurf in sechs von seinen sieben Handlungsfeldern Verbraucher:innen im Blick hat ist sein Gegenstand vor allem finanzielle Verbraucherbildung. An finanzielle Verbraucherbildung sind allerdings eine Reihe von Anforderungen zu stellen, die fundamental auf deren Ausgestaltung Einfluss nehmen.

Zu diesen Anforderungen zählen die umfassende Freiheit von wirtschaftlichen Interessen und Unabhängigkeit von Unternehmen, die Unterstützung beim Erwerb von tatsächlicher Gestaltungskompetenz und die über reine Wissensvermittlung hinausgehende Förderung der Reflexion über den Markt als Koordinationsmechanismus individueller und gesellschaftlicher Belange. Diese Anforderungen erfüllt der vorgelegte Entwurf der Finanzbildungsstrategie nicht. Sie ist daher grundlegend zu überarbeiten.

Die Überarbeitung hat damit zu beginnen, dass Verbraucher:innen weder im- noch explizit als Defizitwesen aufgefasst werden. Vielmehr sind sie als Personen zu betrachten, die das Recht auf lebenslange finanzielle Verbraucherbildung besitzen. Sie hat damit fortzufahren, dass nur anbieterunabhängige Bildungsakteure an der Finanzbildungsstrategie zu beteiligen sind. Zudem ist die Strategie föderal aufzustellen. Vor allem muss also die Finanzbildungsstrategie von einem finanzpolitischen zu einem verbraucherpolitischen Instrument werden.

In unserer unten verlinkten Stellungnahme gehen wir darauf und auf die Anforderungen detailliert ein.

Stellungnahme zum Entwurf der Finanzbildungsstrategie des Bundes vom 07.09.2026