10 Tipps zum Heizkosten sparen

Stand: 15. März 2023

Hier erklären wir:
Ihre Heizung: Wie kann ich billiger heizen?
Tipps für Mieter und Eigentümer
Informationen in Leichter Sprache

Die Verbraucherzentrale wünscht sich,
dass alle Menschen die Informationen auf der Internet-Seite gut verstehen können.
Darum gibt es die Informationen jetzt auch in Leichter Sprache.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung von einem längeren Text.
Das heißt: Es gibt noch weitere Informationen zu diesem Thema.
Den längeren Text können Sie hier lesen: Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen
Der längere Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

Tipps zum Sparen beim Heizen

Das Heizen mit Gas ist viel teurer geworden.
Denn:
Vielleicht braucht Ihre Heizung sehr viel Gas.
Oder Sie müssen sehr viel bezahlen.

Dann ist Ihr Haus vielleicht nicht gut  isoliert.
Zum Beispiel:
Das Dach lässt viel Wärme hinaus.

Oder: Ihre Türen und Fenster sind nicht dicht.


Vielleicht können Sie das ändern.
Zum Beispiel: Sie dämmen Ihr Haus.
Dazu sagt man manchmal auch:
isolieren oder dicht machen.
Dann können Sie viel Geld sparen.

Wenn Sie zur Miete wohnen:
Sprechen Sie Ihren Vermieter zu diesem Thema an.

Oder: Sie können anders heizen.
Dann können Sie auch Geld sparen.

Wir haben 10 Tipps für Sie.
 

1. Wie stelle ich den Heiz-Körper ein?

An jedem Heiz-Körper ist ein Knopf zum Drehen.
So ein Knopf heißt: Thermostat.

Sie können mit dem Thermostat die Wärme im Zimmer einstellen.
Es gibt verschiedene Thermostate.

Die meisten Thermostate haben 5 Stufen:

  • Stufe 1: ungefähr 12 Grad
  • Stufe 2: ungefähr 16 Grad
  • Stufe 3: ungefähr 20 Grad
  • Stufe 4: ungefähr 24 Grad
  • Stufe 5: ungefähr 28 Grad
     

Heizen Sie nicht zu viel.
Vielleicht machen Sie das Zimmer 1 Grad kälter.
So können Sie schon Heizkosten sparen.

So ist es richtig:

  • 20 Grad im Wohn-Zimmer
  • 18 Grad im Schlaf-Zimmer
  • 16 Grad in Zimmern, 

die Sie kaum benutzen.

Aber:
Wenn die Luft feucht ist,
können Schimmelpilze wachsen.
Schimmel ist schlecht für die Gesundheit.
Darum müssen Zimmer so lange gelüftet werden
bis die Luft trocken ist.
Richtiges Lüften ist bei niedrigen Temperaturen sehr wichtig.
Ob die Luft trocken ist,
zeigt Ihnen ein spezielles Messgerät.
Das Messgerät heißt: Hygrometer. 

Manche Thermostate können selbst messen,
wie warm es im Zimmer ist.
Diese Thermostate nennt man Raumthermostate.
An den Raumthermostaten können Sie einstellen:

  • wie warm es sein soll
  • wann die Heizung an sein soll.
     

Hier finden Sie mehr Informationen:
Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln

Dieser Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

2. Wie lasse ich Luft aus dem Heiz-Körper?

Manchmal macht ein Heiz-Körper Geräusche.
Die Geräusche klingen wie plätschern oder gluckern. 
Dann ist vielleicht Luft drin.

Und der Heiz-Körper verbraucht mehr.
Deshalb müssen Sie die Luft rauslassen.

Das müssen Sie machen:

  • Prüfen Sie: Wie viel Druck ist in der ganzen Heizung?
  • Vielleicht müssen Sie mehr Wasser in die Heizung füllen.
  • Vielleicht wohnen Sie in einem Haus mit mehreren Wohnungen.

    Und in dem Haus ist nur eine Heizung für alle.
    Dann müssen Sie zuerst mit der Verwaltung sprechen.
  • Lassen Sie die Luft aus den Heiz-Körpern.
    Sie brauchen dafür einen Entlüfter-Schlüssel.
    Vielleicht ist Ihre Wohnung auf mehreren Stockwerken.
    Dann lassen Sie zuerst die Luft aus den unteren Heiz-Körpern raus.
    Zum Schluss lassen Sie die Luft aus den oberen Heiz-Körpern raus.

So lassen Sie die Luft raus:

  • Am oberen Teil vom Heiz-Körper ist ein Ventil.
  • Stellen Sie eine Schüssel unter das Ventil.
  • Legen Sie einen Lappen bereit.
  • Drehen Sie das Thermostat auf Stufe 5.
  • Warten Sie, bis der Heiz-Körper warm ist.
  • Machen Sie mit dem Schlüssel das Ventil auf.
  • Jetzt kommt die Luft aus dem Heiz-Körper.
  • Am Schluss kommt nur noch heißes Wasser.
  • Drehen Sie das Ventil wieder zu.
  • Drehen Sie das Thermostat wieder herunter.
  • Prüfen Sie noch einmal: Wie viel Druck ist im Heizungs-System?

3. Was darf vor dem Heiz-Körper sein?


Vielleicht ist irgend-etwas vor Ihren Heiz-Körpern.
Zum Beispiel: Möbel oder Vorhänge.
Das ist schlecht! Denn die warme Luft kommt nicht ins Zimmer.

So ist es richtig:

  • Zwischen dem Heiz-Körper und Möbeln ist Platz.
    Mindestens 30 Zentimeter.
  • Die Gardinen enden über dem Heiz-Körper.
  • Sie können den Heiz-Körper sehen.

Der Heizkörper ist sauber.

4. Wann soll die Heizung an sein?


Vielleicht sind Sie einmal nicht zu Hause.
Dann können Sie die Heizung herunterdrehen.
Damit sparen Sie Geld.

So geht es:

  • Sie können jedes Thermostat einzeln einstellen.
  • Sie können programmierbare Thermostate kaufen.
    Das sind Thermostate, die

    man vorher einstellen kann.
  • Diese Thermostate regeln die Temperatur automatisch.

Das geht auch in einer Miet-Wohnung.

5. Wie stelle ich die Heizung ein?

Sie können Ihre Heizung einstellen.
Damit die Heizung für Sie genau richtig ist.
Dann verbraucht die Heizung weniger.
Und Sie können Geld sparen.

Sie können zum Beispiel diese Zeiten einstellen:

  • In der Nacht ist die Heizung aus.
  • Unter der Woche ist die Heizung am Tag aus.
  • Am Wochenende ist die Heizung am Tag an.
  • Im Sommer ist die Heizung ganz aus.
    Oder: Im Sommer macht die Heizung nur warmes Wasser.


Hier finden Sie mehr Informationen:
Heizung optimieren und Heizkosten sparen
Dieser Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

6. Wie mache ich die Wand um den Heiz-Körper besser?

In älteren Häusern ist es oft so:
Hinter dem Heiz-Körper ist die Wand dünner.
Die Wärme geht nach draußen.
Die Heizung verbraucht viel mehr.

Sie haben 2 Möglichkeiten:

1. Möglichkeit:
Der Heiz-Körper bleibt an der gleichen Stelle.

  • Isolieren Sie die Wand um den Heiz-Körper herum.
  • Dafür müssen Sie Material kaufen.
    Das Material heiß: Hochleistungs-Dämmstoff.
  • Achtung:
    Zwischen der Wand und dem Dämmstoff darf keine Luft durchgehen.

    Das ist wichtig weil:
    Sonst geht die Wärme verloren.

2. Möglichkeit:
Sie sind Eigentümer? Dann setzen Sie den Heiz-Körper an einen anderen Platz.
Sonst müssen Sie dazu Ihren Vermieter fragen.

  • Am neuen Platz muss die Wand dick sein.
  • Dann verbraucht Ihre Heizung noch weniger.
  • Sie müssen die Wand am alten Platz dicker machen.
    Zum Beispiel mit einem Dämmstoff.
     

Vielleicht wollen Sie sowieso die Außen-Wand vom Haus neu machen.
Dann können Sie die Wand auch von außen isolieren.
Damit sparen Sie noch mehr.

Hier finden Sie mehr Informationen:
Wärmedämmung für Dach, Fassade und Keller spart Energie
Dieser Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

7. Wie mache ich die Heizungs-Rohre besser?


Die Heizungs-Rohre bringen die Wärme zu Ihnen.
Die Rohre gehen meistens vom Keller bis in die Wohnung.
Das ist in jedem Haus anders.

Sie müssen die Heizungs-Rohre auf dem Weg bis zu den beheizten Zimmern dämmen.
Das steht im Gesetz.
Denn dann kommt die ganze Wärme in Ihrer Wohnung an.
Und Sie sparen sehr viel Geld.

Hier finden Sie mehr Informationen: Heizung optimieren und Heizkosten sparen.
Dieser Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.

8. Wie mache ich Fenster und Türen dicht?

Die Fenster und Türen müssen dicht sein.


Sonst zieht es in der Wohnung.
Und es geht viel Wärme verloren.

Schauen Sie nach,
ob die Fenster und Türen dicht sind:

  • Nehmen Sie ein Blatt Papier.
  • Machen Sie das Fenster auf.
  • Stecken Sie das Papier zwischen den Fenster-Rahmen und das Fenster.
  • Machen Sie das Fenster wieder zu.
  • Können Sie das Papier jetzt herausziehen?

Dann ist das Fenster nicht dicht.

So machen Sie Fenster dicht:

  • Machen Sie eine neue Dichtung an die Fenster.
  • Oder: Stellen Sie das Fenster besser ein.
    Damit das Fenster genau in den Fenster-Rahmen passt.

9. Wie mache ich die Kästen von den Rollläden dicht?

Oft ist es so:
Die Kästen von den Rollläden sind nicht dicht.
Aber Sie können die Kästen von den Rollläden dicht machen.
Sie sparen damit viel Geld.

So machen Sie einen Kasten dicht:

  • Bauen Sie eine Dämmplatte in den Kasten für den Rollladen.
    Sie können so eine Dämmplatte im Baumarkt kaufen.
  • Oder: Kaufen Sie besonders dichte Dämmplatten.
    Diese Platten heißen: Hochleistungs-Dämmplatten.
    Sie müssen diese Dämmplatten zuschneiden lassen.
    Damit die Platten in Ihren Rollladen-Kasten passen.

Aber: Das dürfen Sie nur nach Absprache mit Ihrem Vermieter machen.

Das können Sie auch noch machen:

  • Oben und unten neben dem Fenster sind kleine Löcher.
    Durch die Löcher geht das Band zum Hochziehen.
    Machen Sie eine Dichtung an die Löcher.
    So eine Dichtung heißt: Bürsten-Dichtung.
  • Zwischen dem Rollladen und dem Fenster-Brett ist ein bisschen Platz.
    Machen Sie dort auch eine Bürsten-Dichtung hin.

So machen Sie Wohnungs-Türen und Haus-Türen dicht:

  • Machen Sie eine Dichtung an die Tür.
  • Vielleicht haben Sie eine Extra-Tür nach der Wohnungs-Tür.
     

So eine Tür heißt: Wind-Fang.
Dann machen Sie den Wind-Fang immer zu.
Besonders wenn es kalt ist.

10. Wie lüfte ich richtig?

Sie brauchen frische Luft in der Wohnung.
Deshalb müssen Sie mehrmals am Tag die Fenster aufmachen.
Dazu sagt man: lüften.
Wenn Sie kurz lüften und mehrere Fenster ganz auf machen,
geht wenig Wärme aus dem Raum raus.

Wenn Sie die Fenster nicht ganz aufmachen wollen,
können Sie die Fenster nur einen Spalt aufmachen,
Dazu sagt man: kippen.
Dann braucht die Luft viel Zeit um in die ganze Wohnung zu kommen.
Machen Sie dabei die Heizung aus bis die Fenster wieder geschlossen sind.

So lüften Sie richtig:

  • Machen Sie das Fenster ganz auf.
    Mehrmals am Tag.
    Und immer für ein paar Minuten.

Das Zimmer wird danach schnell wieder warm.

  • Noch besser:
    Machen Sie Fenster auf 2 Seiten von der Wohnung auf.

Dann kommt die frische Luft noch schneller in das Zimmer.

  • Machen Sie beim Lüften die Heizung aus
    und stellen Sie das Thermostat auf Null.
     
  • Denken Sie daran die Fenster wieder zu schließen.

     So können Sie viel sparen!

Hier finden Sie mehr Informationen: Heizen und Lüften: So geht's richtig.
Dieser Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.


Das Kompetenz-Zentrum Leichte Sprache


hat den Text im Jahr 2023 in Leichte Sprache übersetzt.

Dudweilerstraße 72
66 111 Saarbrücken
0 681 93 62 15 05
www.leicht-sprechen.de

Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache

Die Prüflese-Gruppe von der reha gmbh in Saarbrücken hat den Text geprüft.

Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.
Der Zeichner ist Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.

Ausnahme: Foto von dem Thermostat: TBIT /pixabay

Das Europäische Zeichen für Leichte Sprache:
© Europäisches Logo für einfaches Lesen:
Inclusion Europe.
www.inclusion-europe.eu/easy-to-read


Wir schreiben in dem Text nur die männliche Form.
Zum Beispiel: Berater.
Weil das leichter zu lesen ist.
Gemeint sind aber immer auch alle Menschen.

Falls das nicht hilft, können andere Ursachen der Grund sein: Die Heizkurve könnte nicht optimal eingestellt sein, dazu haben die Verbraucherzentralen den Artikel Heizung optimieren und Heizkosten sparen. Oder es ist ein hydraulischer Abgleich notwendig, dies ist im Artikel Hydraulischer Abgleich macht Ihre Heizung effizienter der Verbraucherzentralen beschrieben.

3. Warum sollten Heizkörper frei bleiben?

Damit Ihre Heizung effizient arbeitet, muss die Wärme ungehindert in den Raum gelangen. Wenn Sie Ihre Heizkörper hinter Vorhängen oder Möbeln verstecken, staut sich die Wärme dahinter und wird nicht richtig an den Raum abgegeben. Das führt zu höherem Energieverbrauch und das Zimmer wird nicht gleichmäßig warm. 

Für Ihre Innen-Einrichtung heißt das: Jeder Heizkörper sollte gut zu sehen sein.

  • Sofas und Schränke sollten mindestens 30 Zentimeter Abstand zur Heizung haben.
  • Vorhänge an Fenstern mit Heizkörpern darunter sollten nicht bodenlang sein, sondern oberhalb der Wärmespender enden.
  • Verzichten Sie auch auf Heizkörperverkleidungen.

Auch wichtig: Halten Sie die Heizkörper sauber – auch Flusen und Staub können die Wärmeabgabe mindern.

4. Sollte man bei Abwesenheit die Heizung herunterdrehen?

Wenn niemand zu Hause ist, muss es dort auch nicht wohlig warm sein. Ein Absenken der Temperatur bei Abwesenheit spart Energie und senkt Ihre Heizkosten ohne Komfortverlust. Manuelle Thermostate drehen Sie einfach herunter, bevor Sie Sie die Wohnung verlassen. 

Wenn Sie dafür aber ungern jedes Heizungsventil einzeln bedienen möchten, können Sie auf programmierbare oder vernetzte Thermostate setzen. Ein Thermostat können Sie schnell und einfach selbst tauschen – auch in einer Mietwohnung! Lesen Sie hierzu den Artikel der Verbraucherzentralen:  Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln.

5. Wie stellt man die Heizung richtig ein?

Wie oft haben Sie Ihre Heizung schon eingestellt? Fakt ist: Einstellungen an der Heizung werden oft nicht mehr verändert. Im Extremfall befindet sich die Steuerung sogar noch in der Werkseinstellung bei Auslieferung und wurde nie auf das jeweilige Gebäude angepasst! Wenn Sie die Heizungsanlage richtig einstellen können Sie 10 bis 15 Prozent Energie einsparen.

Am meisten sparen können Sie durch eine auf Sie zugeschnittene Zeitsteuerung. In den meisten Fällen können Sie sogenannte Absenkungszeiten programmieren, zum Beispiel nachts oder am Tag, wenn Sie arbeiten. Mit einem Wochenprogramm können Sie sich Ihr persönliches Heizprofil zusammenstellen.

Statt einer Absenkung gar nicht zu heizen, ist dagegen nicht ratsam. Die Innenwände kühlen zu stark ab und das Schimmelrisiko steigt. Die Verbraucherzentralen haben im Artikel Schimmel an der Wand entfernen: Das können Sie tun weitere Informationen zum Schimmelbefall zusammengestellt.

Im Sommer können Sie die Heizungsanlage allerdings komplett abschalten oder auf einen reinen Warmwasserbetrieb für Ihr warmes Wasser umstellen. Etwas komplizierter ist es, die Vorlauftemperaturen richtig einzustellen. Diese sollten mittels der Heizkurve so niedrig wie möglich eingestellt werden. Idealerweise wird die Temperatur so niedrig ausgewählt, dass der Raum bei voll geöffneten Thermostatventilen noch ausreichend warm wird. Hier hilft Ihnen ein Fachbetrieb gerne weiter. Weitere Informationen zur Heizungsoptimierung finden Sie im Artikel der Verbraucherzentralen: Heizung optimieren und Heizkosten sparen.

6. Warum sollte man Heizungskörpernischen dämmen?

In vielen Gebäuden, besonders aus den 1960er und 70er Jahren, befinden sich Heizkörper in sogenannten Heizkörpernischen. Diese liegen oft in Außenwänden und sind noch nicht gedämmt. Durch die geringere Wandstärke und die hohe Temperatur des Heizkörpers auf der Wandinnenseite ist der Wärmeverlust besonders hoch. Im Jahr gehen so pro Quadratmeter Heizkörpernische bis zu 15 Euro Heizwärme verloren!

Bei der Dämmung können Sie unterschiedlich vorgehen: Soll der Heizkörper an seiner bisherigen Stelle bleiben, können Sie mit Hochleistungsdämmstoffen wie Polyurethanplatten oder Aerogelmatten arbeiten. Hierbei ist es sehr wichtig, dass Sie die Dämmung an allen Seiten luftdicht anbringen. Wenn dies nicht gewährleistet werden kann, besteht ein erhöhtes Schimmelrisiko. Für weitere Einsparungen ist es gut, wenn auf der Dämmung eine Aluminium-Kaschierung angebracht ist. Sie reflektiert die Wärmestrahlung zur Raumseite hin. Die Kosten betragen je nach Material 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Energetisch günstiger ist es jedoch, den Heizkörper zu versetzen und die Heizkörpernische mit einem mineralischen Dämmstoff auszufüllen bzw. mit Porenbeton auszumauern.

Wollen Sie in absehbarer Zeit die Fassade erneuern, könnte es besser sein, die Außenwand von außen zu dämmen. Dies ist in dem Artikel Wärmedämmung für Dach, Fassade und Keller spart Energie der Verbraucherzentralen beschrieben.

 

7. Kann man Heizungsrohre schnell und einfach selbst dämmen?

Ungedämmte Heizungsrohre verschwenden Energie. Das Dämmen Ihrer Heizungsrohre und Heizungsarmaturen ist nicht nur Pflicht, sondern Sie sparen pro Meter Rohr bis zu 20 Euro im Jahr – es lohnt sich also auch bei wenigen Metern. Mit einer Rohrdämmung stellen Sie sicher, dass auf Dauer keine Wärme auf dem Weg vom Keller durchs Haus verloren geht. Die Dämmung macht sich bereits in weniger als einem Jahr bezahlt!

Wie Sie Ihre Heizungsrohre ganz einfach selbst dämmen und weitere Tipps zur Heizungsoptimierung finden Sie im Artikel der Verbraucherzentralen Heizung optimieren und Heizkosten sparen.

8. Wie dichtet man Fenster und Türen effektiv ab?

Undichte Fenster oder Außentüren sorgen für unangenehme Zugluft und Wärmeverluste in der Wohnung. So prüfen Sie schnell und einfach, ob Ihre Fenster und Türen dicht sind:

Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel ein. Falls Sie das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen können, ist das Fenster an dieser Stelle dicht. Wiederholen Sie den Papiertest an mehreren Stellen.

Bei Fenstern reicht es meistens schon, die Dichtung zu erneuern oder die Fensterflügel zu justieren. Bei Wohnungs- oder Haustüren mit offenem Türschlitz kann oftmals nachträglich eine Dichtung – ein sogenannter Kältefeind – eingebaut werden. Haben Sie einen Windfang, sollten Sie ihn bei kalter Witterung stets geschlossen halten.

Weitere Informationen zu Fenstern haben die Verbraucherzentralen im Artikel Fenster sanieren oder austauschen: Darauf sollten Sie achten zusammengestellt. Informationen zur Haustür können Sie im Artikel Hauseingang schön, sicher und energiesparend gestalten - 9 Tipps der Verbraucherzentralen.

9. Was bringt die Dämmung von Rollladenkästen?

Ungedämmte Rollladenkästen sind bei vielen Gebäuden ein Schwachpunkt, da sie nur sehr dünne Wände haben und zudem konstruktionsbedingt nie ganz winddicht schließen. In vielen Fällen ist eine Dämmung mit geringem handwerklichen Aufwand möglich. Das lohnt sich: Jeder Quadratmeter bringt bis zu 15 Euro Einsparung pro Jahr.

Die Dämmung kann mit einem individuellen Formteil oder einer flexiblen Dämmplatte erfolgen, die in den vorhandenen Kasten eingepasst und fixiert wird. Besser sind jedoch Hochleistungsdämmplatten aus Polyurethan oder Phenolharz, da sie eine geringere Wärmeleitfähigkeit besitzen. Sie müssen passgenau zugeschnitten und eingebaut werden. Die Kosten betragen je nach Material und Dämmstärke zwischen 15 und 30 Euro pro Quadratmeter. Die Gurtdurchführung und den Rollladenspalt können Sie mit einer Bürstendichtung versehen, um Zugluft zu vermindern. Die Kosten liegen bei 10 bis 15 Euro pro Rollladenkasten.

In einer Mietwohnung sollten Sie vorher erst Rücksprache mit ihrer Vermietung halten.

10. Wie lüftet man richtig beim sparsamen Heizen?

Richtiges Lüften ist gar nicht schwierig und spart Energie. Die wichtigste Regel lautet in der Heizperiode: Mehrfach täglich stoßlüften statt dauerhaft kipplüften! Öffnen Sie die Fenster möglichst komplett für wenige Minuten. Am besten erzeugen Sie Durchzug, indem Sie gegenüberliegende Fenster und Türen gleichzeitig öffnen. So wird die Luft im Raum schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände innen auskühlen. Sind die Fenster wieder geschlossen, muss die Heizung danach nur die frische Luft erwärmen, nicht die massiven Bauteile. Das geht viel schneller und braucht deutlich weniger Energie. 

Ausführliche Tipps zum Lüften finden Sie im Artikel der Verbraucherzentralen Heizen und Lüften: So geht's richtig.

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