Kostenloses Online-Seminar "Heizen mit Weitsicht: Warum jetzt die richtige Zeit für den Umstieg ist!" am 19. Januar um 10 Uhr. Jetzt hier anmelden.

Lässt sich die Testosteronbildung stärken?

Stand:
Kann ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Testosteronbildung gerade bei Männern in den Wechseljahren stärken soll, auch schädlich sein?
Off

Frage

Ein Nahrungsergänzungsmittel mit verschiedenen natürlichen Pflanzenstoffen (Asparaginsäure, Tribulus, Maca und Sägepalme) soll die körpereigene Testosteronbildung fördern. Kann das gesundheitsschädlich sein?

Antwort

Eine Gesundheitsgefährdung durch solche Produkte ist nicht auszuschließen und der vermeintliche Nutzen ist zweifelhaft.

Asparaginsäure ist eine Aminosäure, die unser Körper selbst bilden kann. Ein hoher und längerfristiger Verzehr einzelner Aminosäuren kann in Einzelfällen zu Nebenwirkungen führen. Über konkrete Risiken von größeren Mengen Asparaginsäure ist aktuell wenig bekannt. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) weist darauf hin, dass immer wieder verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel gefunden werden. Je nach Herkunft können verbotene Substanzen gezielt beigefügt worden sein oder als Rückstände beim Abfüllprozess in Produkte gelangen.

Pflanzen und Pflanzenextrakte, aus denen das Produkt außerdem besteht, sind nicht immer harmlos. Sie können durchaus eine pharmakologische Wirkung und Nebenwirkungen haben. Dies ist auch bei der in dem Produkt enthaltenen Zutat "Tribulus terrestris“ der Fall. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt hinsichtlich dieses Pflanzenstoffes: „Die vorliegenden wissenschaftlichen Daten zu gesundheitlichen Risiken durch den Verzehr der oberirdischen Teile von Tribulus terrestris und deren Zubereitungen sind unzureichend und es bestehen erhebliche wissenschaftliche Unsicherheiten.“ Auch für die in dem Produkt enthaltenen Extrakte aus der Macawurzel bzw. Sägepalme ist die derzeitige wissenschaftliche Datenlage unzureichend. So kann bei Maca keine als unbedenklich geltende Aufnahmemenge abgeleitet werden. Für die Sägepalme sind Magen-Darm-Störungen, Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, verminderte Libido und Rhinitis (laufende Nase) als Nebenwirkungen beschrieben, Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Mehr dazu finden Sie auf unserer Internetseite.

Die oft beworbene Steigerung der Muskelmasse bzw. der Potenz sind nicht zu erwarten, denn für keine der deklarierten Zutaten sind solche Wirkungen wissenschaftlich bewiesen. Die Bewerbung von Produkten mit solchen Aussagen sind nicht zulässig.

Herstellerhinweise wie „Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sowie Personen mit behandlungsbedürftigen Krankheiten sollten vor dem Verzehr mit ihrem Arzt Rücksprache halten.“ sollten Sie unbedingt ernst nehmen.

Zum Weiterlesen:

Schlank und potent mit Pillen aus dem Internet?

Rein pflanzlich heißt nicht immer harmlos

Gemüse auf einem Teller

So energiereich ist To-go-Essen

Verbraucherzentralen auf der Grünen Woche in Berlin
Jemand schließt ein Bankschließfach auf

Einbruch in der Sparkasse Gelsenkirchen: Wer haftet für mein Schließfach?

Nach dem Einbruch in der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer sorgen sich viele Betroffene um Ersatz für ihre Verluste. Und auch generell wirft das Geschehen die Frage auf, wann Banken oder Versicherungen in solchen Fällen haften.
Logo des Podcasts "genau genommen" mit der Illustration einer Frau

Podcast: Was Sie schon immer über Cybercrime wissen wollten...

Datendiebstahl und Onlinebetrug sind keine Kavaliersdelikte, sondern verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Und Dank der weitreichenden Digitalisierung unseres Alltags und immer leistungsfähigerer Software geraten neben großen Firmen zunehmend Privatpersonen ins Visier von Cyberkriminellen.
Aldi Logo auf Schild

Urteil gegen Aldi Süd wegen irreführender Preiswerbung

Oberlandesgericht bestätigt Auffassung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg im Aldi-Streit
Schmuckbild

Festlich, gemütlich, bewusst: Energie sparen an Weihnachten

Weihnachten ist die Zeit des Lichts, des Duftes von Plätzchen und des Zusammenseins. Gleichzeitig steigen in vielen Haushalten Strom- und Heizkosten – oft unbemerkt. Dabei lässt sich das Fest mit kleinen, alltagstauglichen Tricks noch gemütlicher gestalten, ohne dass jemand auf Stimmung oder Wärme verzichten muss.