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Kostenfalle statt Vignette - so zocken Fake-Seiten ab

Stand:
Verbraucher:innen tappen beim Onlinekauf von Vignetten für Autobahnen in Österreich in eine Betrugsfalle. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Vignettenkauf achten sollten.
Mensch hält Vignette für Österreichische Autobahn in der Hand
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Die Sommerferien stehen vor der Tür – da lockt ein Ausflug ins benachbarte Österreich. Es fehlt nur noch die Vignette für die österreichische Autobahn. Schnell online gekauft und weiter geht’s? Vorsicht! Genau an dieser Stelle schlagen Betrüger zu – mit professionell gestalteten Fake-Webseiten, die den Webseiten der offiziellen Verkaufsstellen täuschend ähnlich sehen.

Was bei Suchmaschinen wie Google ganz oben als „offizielle Seite“ für den Vignettenkauf erscheint, ist häufig eine bezahlte Anzeige  von Kriminellen. Die Seiten wirken seriös, nutzen vertraute Logos und Bezeichnungen. Manchmal ist der Unterschied zur echten Seite  nur minimal. Wer etwa unterwegs im Auto die Vignette schnell per Smartphone und Kreditkarte kaufen will und unter Zeitdruck steht, landet leicht in der Falle. Nach den letzten Feiertagen meldeten sich etliche Verbraucher:innen bei der uns, die von den Betrügern abgezockt wurden. Die Bank weigerte sich, den entstandenen Schaden zu erstatteten. 

Besonders perfide: Nach Eingabe der Kreditkartendaten folgt meist die Zwei-FaktorAuthentifizierung. Die Zahlung muss dann in der Banking-App freigegeben werden. Doch statt der 12,40 Euro für die 10-Tages-Vignette erscheint plötzlich ein deutlich höherer Betrag – teils mehrere Hundert Euro. Manche Betrüger buchen sogar in fremden Währungen, etwa Armenischen Dram. Ein Betrag wie „500.000,00 AMD“ wirkt auf den ersten Blick wie ein technisches Buchungszeichen. Tatsächlich entspricht er über 1.000 Euro. Der Betrug fällt vielen erst auf, wenn das Geld bereits abgebucht wurde.

Korrekte Internetadresse notiere: asfinag.at

Doch Sie können sich vor diesen fiesen Tricks schützen, wenn Sie wachsam sind und wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen: Notieren Sie sich vor der Reise die korrekte Internetadresse – in diesem Fall asfinag.at. Klicken Sie nicht auf gesponserte Suchanzeigen, sondern scrollen Sie weiter, bis Sie die echten Suchergebnisse erhalten. Prüfen Sie nach dem Kauf die Push-Nachricht Ihrer Bank sorgfältig: Wer will da überhaupt welchen Betrag genau und in welcher Währung abbuchen? Stimmt der Betrag nicht exakt mit der offiziellen Gebühr überein oder erscheint eine fremde Währung – sofort abbrechen!

Die Betrüger haben sich längst nicht mehr nur auf Vignetten spezialisiert. Auch bei OnlineAnträgen für Führungszeugnisse, Wunschkennzeichen, Rundfunkbeitrag oder die neue Einreisegenehmigung nach Großbritannien (ETA) häufen sich die Beschwerden. Deshalb gilt: Ein kurzer, prüfender Blick kann viel Geld und Ärger ersparen.

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