Welche Maschen sind bekannt?
Derzeit (Januar 2026) erhält die Verbraucherzentrale vermehrt Meldungen zu Anrufen mit unterdrückter Nummer, bei denen sich die Anrufenden als Verbraucherzentrale vorstellen. Sie bieten den Angerufenen an, persönliche Daten, auch Bankverbindungen aus dem Internet zu löschen.
Bei einer anderen Masche boten die Betrüger an, ein teures Abo im Namen der Verbraucherzentrale für die Angerufenen zu beenden.
Auch berichteten manche der Angerufenen von Drohungen. Bei diesen Anrufen wurden die Verbraucher:innen mit der Nummer des Info- und Termintelefons der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg angerufen. Die Betrüger hatten dafür die angezeigte Rufnummer manipuliert und behaupteten, dass gegen die Betroffenen ein Vollstreckungsbescheid in Höhe von 13.000 Euro vorliegen würde und dass sich demnächst ein Rechtsanwalt bei ihnen melden würde. Andere Verbraucher:innen wiederrum wurden aufgefordert, sich bei einem angeblichen Anwalt in Frankfurt wegen eines Vollstreckungsbescheides zu melden.
Welches Ziel haben die Anrufe?
In der Regel geht es den Betrügenden darum, persönliche Daten abzugreifen, diese weiterzuverkaufen oder für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. In anderen Fällen wurde auch schon versucht, den Betroffenen Verträge unterzuschieben oder auf anderen Wegen Geld zu erhalten.
Wie sollten Verbraucher:innen sich verhalten?
Die Verbraucherzentrale ruft niemals unaufgefordert bei Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Wer einen Anruf von angeblichen Verbraucherschützern erhält, sollte keinesfalls persönliche Daten, insbesondere keine Kontodaten, herausgeben und am besten auflegen, wenn ihnen der Anruf merkwürdig vorkommt.
Wer von einem falschen Anruf betroffen ist, kann dies der Verbraucherzentrale oder der Bundesnetzagentur melden. Außerdem sollten Betroffene Strafanzeige stellen, wenn sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein. Das geht auch online unter: www.online-strafanzeige.de