
Personen mit Pflegegrad, die auf die Leistungen von ambulanten Pflegediensten, also auf häusliche Pflege, angewiesen sind, sind besonders schutzbedürftig. Rechtlich haben Verträge in der ambulanten Pflege allerdings keine speziellen Regelungen, die diesem Umstand gerecht werden. Daher existieren nicht zwingend faire vertragliche Regelungen im ambulanten Pflegebereich. Schwerwiegende Probleme im Bereich der ambulanten Pflegedienste und bei Drittanbietern sind beispielsweise:
- Kurzfristige Kündigungen: Pflegedienste können Verträge mit sehr kurzen Fristen kündigen
- Intransparente Kosten: Informationen zu Leistungen und Preisen können unverständlich sein oder ganz fehlen.
- Probleme bei der Abrechnung: Es werden mitunter Leistungen in Rechnung gestellt, die nie erbracht wurden.
- Drittanbieter-Fallen: Anbieter von Hausnotrufen oder Pflegehilfsmittelboxen drängen Betroffenen immer wieder am Telefon Abonnements auf.
Betroffene schweigen mitunter aus Sorge, ihren Pflegeplatz zu verlieren. Die Verbraucherzentralen wollen diese Informationslücke schließen und den rechtlichen Schutz stärken.
