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2G-Abschaltung: Was damit auf Verbraucher:innen zukommt

Stand:
Die Mobilfunkanbieter planen die Abschaltung des 2G-Netzes. Für viele ältere Geräte bedeutet das das Aus. Auch Notruf- und IoT-Systeme sind betroffen. Erfahren Sie, was sich ändert, welche Fristen gelten und wie Sie Ihre Geräte rechtzeitig fit für 4G und 5G machen.
Ein Sendemast fürs Mobilfunknetz

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ältere Handys und Geräte, die nur 2G nutzen, funktionieren nach der Abschaltung nicht mehr.
  • Notrufsysteme in Fahrzeugen, Aufzügen oder Häusern müssen auf 4G- oder 5G-Technologie umgerüstet werden.
  • Verbraucher:innen sollten prüfen, ob ihre Geräte LTE/4G, 5G oder VoLTE unterstützen.
  • Die Abschaltung beginnt ab 2028 - je nach Anbieter unterschiedlich und mit Übergangsfristen.
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Wie wirkt sich die Abschaltung von 2G aus?

Die Mobilfunkanbieter planen, das 2G- Mobilfunknetz in Zukunft abzuschalten. Das 2G- Netz ist die zweite Generation des Mobilfunknetzes und nutzt die früher üblichen D- und E-Netz-Frequenzen 800 und 1800 Megahertz. Moderne Geräte verbinden sich heute längst das LTE-Netz, auch als 4G bezeichnet, oder 5G.

Das passiert, wenn 2G abgeschaltet wird:

  • Einfache Handys oder Smartphones, die ausschließlich 2G beherrschen, funktionieren nicht mehr. Sie können dann weder telefonieren noch SMS oder Daten senden.
  • Manche Geräte, zum Beispiel ältere Alarmanlagen oder bestimmte Überwachungssysteme, funktionieren nur mit 2G. Wenn das Netz abgeschaltet wird, können sie keine Verbindung mehr aufbauen.
  • Automatisierte Notrufsysteme in vielen Autos funktionieren nicht mehr, da sie in der Regel auf 2G basieren. Für neue Fahrzeugmodelle wird ab 2026 die Ausstattung Next-Generation-eCall Pflicht. Sie nutzt die modernen 4G- und 5G-Netze. 
    Ähnliches gilt für Aufzug- und Hausnotrufsysteme. Sie müssen umgerüstet werden, um weiterhin gesetzlich vorgeschriebene Notrufe zu gewährleisten.
  • Die frei werdenden Frequenzen können für eine schnellere und effizientere Nutzung der 4G- und 5G-Netze verwendet werden. Das erhöht die Kapazitäten und Geschwindigkeiten, auch in ländlichen Gebieten.

Wann schalten die verschiedenen Anbieter 2G ab?

Die Deutsche Telekom plant die 2G-Abschaltung für den 30. Juni 2028.

Vodafone stellt die 2G-Dienste für Handynutzer:innen und Industrie ab September 2028 ein. Das Unternehmen lässt die 2G-Versorgung für kritische Anwendungen, die auf 2G angewiesen sind, wie etwa ältere Alarmanlagen, bis Ende 2030 weiterlaufen.

Telefonica, also O2, bleibt vorerst als Basisnetz für mobile Telefonie und SMS bestehen.

Geplante 2G-Abschaltung: Was können Verbraucher:innen jetzt schon tun?

Prüfen Sie zunächst Ihre Geräte. Betroffen sind vor allem ältere Geräte ohne LTE- oder 5G-Unterstützung und ohne VoLTE (Voice over LTE). Mit ihnen können Sie die dann nicht mehr telefonieren.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Mobiltelefone, Haushaltsgeräte und technischen Systeme 4G, 5G oder andere moderne Technologien, zum Beispiel LTE-M oder, NB-IoT, unterstützen. 

Prüfen Sie, ob auf Ihrem Handy-Display "LTE", "4G" oder "5G" angezeigt wird. Wenn die Anzeige beim Telefonieren zu "2G", "GSM", "E" oder "Edge" wechselt, ist eine Umstellung oder Anpassung der Einstellungen notwendig, da Ihr Gerät möglicherweise nur über 2G telefoniert, obwohl es auch 4G kann. 

Tipp: 

Rüsten Sie daher frühzeitig um. Beginnen Sie rechtzeitig, um Engpässe zu vermeiden. 

Tauschen Sie Geräte oder Systeme aus, die noch auf 2G angewiesen sind, insbesondere Notrufsysteme, bevor das Netz abgeschaltet wird. Das gilt vor allem für Alarmanlagen oder Aufzugnotrufe, damit sie störungsfrei funktionieren.

Geräte sollten auf moderne Technologien wie NB-IoT, LTE-M oder 4G/5G umgerüstet werden. 

Was steckt hinter den Bezeichnungen D-Netz und E-Netz – und warum gelten sie nicht mehr? 

Leider existieren fälschlicherweise in der Werbung immer noch die alten Bezeichnungen wie D-Netz und E-Netz. 

Das D-Netz nutzte früher die Frequenzbereiche um 900 Megahertz und wurde nur von Telekom und Vodafone genutzt und als "D1 Netz" und "D2-Netz" vermarktet. 

Das E-Netz lag im 1.800 Megahertz-Bereich und wurde von E-plus und später von O2 genutzt und als "E1 Netz" oder "E2 Netz" angeboten.

Da aber alle Mobilfunkanbieter inzwischen sowohl Frequenzbereiche des D-Netz und des E-Netz nutzen ist diese Bezeichnung schon lange nicht mehr zutreffend. Außerdem kamen noch andere Netze hinzu, wie das LTE-Netz und das 5G-Netz.

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