Kostenloses Online-Seminar "Sonnige Zukunft: Betriebsmodelle für Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern" am 15. August um 17 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Fake News im Netz: Wem kann ich vertrauen?

Stand:
Falschnachrichten, auch als Fake News bekannt, können jeden Lebensbereich betreffen und großen Schaden anrichten. Verbraucher: innen sollten also Vorsicht walten lassen.
Vektorgrafik_Fakeshop

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Menge der Falschnachrichten nimmt seit Jahren zu.
  • Verbraucher:innen können mit falschen Informationen oder der falschen Auslegung von Informationen gezielt in die Irre geführt werden.
  • Fake News können Verbraucher: innen zu falschen Konsumentscheidungen verleiten und finanziellen Schaden anrichten.
  • Falschnachrichten werden auch über E-Mails und Messanger verbreitet. Wer sie weiterleitet oder darin enthaltene Links anklickt, gibt Daten preis und kann Geld verlieren.
On

Seit Jahren nehmen Falschinformationen, oft Fake News oder Hoaxes genannt, im Internet und in den sozialen Medien zu. Das Gefährliche daran: Zwar erwecken diese Nachrichten oft den Anschein, umfassender informieren oder aufklären zu wollen. Doch Fake News bezwecken genau das Gegenteil. Sie verbreiten gezielt Falschinformationen, um möglichst viele Menschen zu verwirren und damit gesellschaftlichen sowie finanziellen Schaden anzurichten. Die Urheber dieser Nachrichten bleiben dabei meist unerkannt.

In der Covid-19-Pandemie wurden die Auswirkungen von Fake News in besonders großem Ausmaß sichtbar: So führten Falschnachrichten über vermeintliche Schließungen von Supermärkten zu massiven Hamsterkäufen. Ebenso kursierten falsche Informationen über alternative Arzneimittel, die das Coronavirus angeblich unschädlich machen sollten. Auch die gezielte Verbreitung von Fake News zur Impfkampagne führte zu großen Verunsicherungen.

Formen von Fake News

  • Desinformation:
    Falsche, halbwahre oder irreführende Informationen werden gezielt verbreitet, um der Gesellschaft, Unternehmen oder Verbrauchern zu schaden.
  • Falsche Zusammenhänge:
    Wahre Informationen werden in einen falschen Kontext gesetzt oder bewusst falsch interpretiert.
  • Manipulierter Inhalt:
    Wahre Informationen, z.B. Bilder oder Videos, werden überarbeitet.
  • Neuer Inhalt:
    Inhalte sind völlig frei erfunden.

Fake News können sich auf alle Lebensbereiche auswirken

Verbraucher:innen können Informationen nicht mehr richtig bewerten. Das wiederum kann zu falschen Entscheidungen führen, die am Ende alle Lebensbereiche, etwa persönliche Finanzen, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe, betreffen können.

  • Verbraucher:innen können durch Desinformation in Panik versetzt werden, was sie zu falschen Konsumentscheidungen verleiten kann.
    Ein Beispiel ist das „hamstern“. Dabei legen Personen unnötig große Vorräte an Lebensmitteln oder Hygieneprodukten an oder geben Geld für Produkte aus, die sie am Ende gar nicht benötigen.
  • Verbraucher:innen lehnen wissenschaftliche und erprobte medizinische Standards in Therapien ab und erwerben alternative Arzneimittel im Internet, die oft überteuert und im schlimmsten Falle sogar gesundheitsschädlich sind.
  • Verbraucher:innen werden in ihren Einstellungen manipuliert: Sie verlieren ihr Vertrauen in öffentliche Einrichtungen, misstrauen etwa Banken, Kliniken, Medienhäusern, Beratungsstellen sowie politischen Entscheidungen.

Was ist wahr, was ist unwahr?

Gerade weil sich Fake News unmittelbar auf das alltägliche Leben auswirken können, ist es wichtig, ein gesundes Misstrauen gegenüber Informationen zu entwickeln – immer in dem Bewusstsein, dass Desinformationen jederzeit im Umlauf sind.

Informationen, ob nun in Sozialen Medien, Nachrichten- oder Videoportalen, sollten daher kritisch hinterfragt und überprüft werden.

  • Von wem stammen diese Informationen? Wer ist Autor:in oder Herausgeber:in?
  • Werden Quellenangaben gemacht? Wenn ja, sind die Quellen faktenbasiert?
  • Schreiben Autor:innen den Text aus subjektiver oder objektiver Perspektive? Vorsicht ist bei persönlichen Meinungen geboten!
  • Greifen auch andere Medien das Thema auf? Eine gezielte Stichwortsuche im Internet kann Aufschluss geben.
  • Sofern die Inhalte auf einer Homepage veröffentlicht sind: Hat die Seite ein Impressum, aus dem hervorgeht, wer dahintersteckt?

Tipp: Werkzeuge zum Überprüfen von Informationen

Eine verdächtige Meldung können Sie mit folgenden Tools überprüfen:

Achtung, Kettenbrief!

Falschinformation werden aber nicht nur im Netz verbreitet, sondern auch gezielt an Einzelne adressiert, etwa per E-Mail oder Messages. Häufig werden sie als sogenannte Kettenbriefe weitergeleitet. Manchmal sind die Inhalte banal und ungefährlich, sie können aber auch Ängste schüren, wenn etwa vor vermeintlichen Risiken gewarnt wird.

Wer solche Kettenbriefe von Freunden oder Bekannten erhält, schenkt deren Inhalten eher Vertrauen. Daher ist hier besondere Vorsicht geboten: Es könnten Betrüger:innen dahinterstecken, die Daten oder Geld erschleichen wollen. Verbraucher:innen sollten solche daher löschen und nicht an ihre Kontakte weiterleiten.

Tipp: In der Kettenbrief-Kategorie von Mimikama, einem Verein zum Schutz von Internetnutzer:innen, können Verbraucher:innen derzeit bekannte Kettenbriefe finden und mit erhaltenen Nachricht abgleichen.

Vorsicht, Datenklau!

Eine weitere Betrugsmasche im Netz ist das sogenannte Phishing. Das sind gefälschte E-Mails, oftmals mit falschen Logos und Absender:innen. Auf diese Weise versuchen Betrüger:innen entweder an vertrauliche Daten zu gelangen oder Schadsoftware auf den Endgeräten ihrer Opfer zu installieren. Verbraucher:innen sollten daher insbesondere dann misstrauisch werden, wenn

  • der Name in der Anrede fehlt,
  • die E-Mail viele Grammatik- und Rechtschreibfehler aufweist,
  • enormer Druck aufgebaut wird,
  • Daten angefordert werden,
  • oder Dateien geöffnet werden sollen.

Verbraucher:innen, die einer betrügerischen E-Mail auf den Leim gegangen sind, Links angeklickt oder Daten heruntergeladen haben, sollten umgehend

  • das Virenschutzprogramm aktualisieren und den gesamten Computer untersuchen lassen,
  • überprüfen, ob Virenschutzprogramm, Internetbrowser und Betriebssystem die erforderlichen automatischen Updates vornehmen,

Tipp: Das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale informiert über bekannte, betrügerische E-Mails, die derzeit kursieren.

Hand hält rote BahnCard 25

Nach Klage der Verbraucherzentrale: Kündigungsfrist für BahnCard verkürzt

Ab sofort können Kund:innen ihre BahnCard statt sechs Wochen vier Wochen vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigen. Die Verbraucherzentrale Thüringen hatte die DB Fernverkehr AG wegen unzulässiger Kündigungsfristen verklagt. Dennoch will sie auch jetzt noch weiter klagen, denn dies sei nur ein Teilerfolg.
digitaler Stromzähler

Dynamische Stromtarife

Dynamische Stromtarife müssen ab 2025 von allen Energieversorgern angeboten werden. Einige Energieversorger bieten diese Tarife bereits an.

Urteil gegen Amazon: Gekauft ist gekauft

Amazon darf Kunden nach einer Kontosperrung nicht den Zugriff auf erworbene E-Books, Filme, Hörbücher und Musik verwehren. Wir helfen Betroffenen mit einem Musterbrief.
digitaler Stromzähler

Der schlaue Zähler: Moderne Messeinrichtung

Die Tage der analogen Stromzähler sind gezählt. Bis 2032 werden alle Haushalte in Deutschland mit neuen digitalen Stromzählern ausgestattet – mit sogenannten modernen Messeinrichtungen (mME). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt die wichtigsten Fakten.
Zwei Hände auf der Tastatur eines aufgeklappten Laptops, auf dem Display eine Phishing-Mail mit AOK-Bezug

Neue Gesundheitskarte: Betrugsversuche mit Phishing-Mails

Im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW sind betrügerische E-Mails aufgetaucht, die angeblich von der AOK kommen. Man soll eine neue Gesundheitskarte beantragen, weil mit der alten keine Kosten mehr übernommen würden. Die Behauptung ist gelogen!