Was ist Manuka-Honig?

Stand: 22. Oktober 2026

Was ist eigentlich dieser Manuka-Honig, von dem gerade viele reden? Warum ist der Honig so teuer? Und was macht Manuka-Honig so besonders? Hier finden Sie Antworten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Manuka-Honig stammt aus Neuseeland oder aus dem Südosten Australiens und wird aus dem Nektar der Manuka-Blüte gewonnen.
  • Manuka-Honig ist sehr teuer. Daher gibt es viele Fälschungen auf dem Markt.
  • Achten Sie darauf, dass der Anbieter Mitglied im neuseeländischen Branchenverband "Unique Manuka Factor Honey Association“ bzw. „Australian Manuka Honey Association“ ist, um sich vor Fälschungen zu schützen.
  • Es gibt keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen in der EU für Manuka-Honig- jegliche Werbung mit solchen Aussagen ist verboten.

Was genau ist Manuka-Honig?

Manuka-Honig wird aus dem Nektar der Blüten des Manuka-Strauchs Leptospermum scoparium gewonnen. Er ist in den Bergregionen Neuseelands und in Teilen Australiens heimisch. Die neuseeländischen Ureinwohner nutzen ihn schon seit Jahrhunderten, um Entzündungen und Infektionen zu behandeln. Laut mehrerer Studien wirkt er antibakteriell.

Die beschriebene antibakterielle Wirkung kommt vermutlich durch den sehr hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Das ist ein Stoff, der entsteht nachdem Bienen den Blütennektar gesammelt und zu Honig verarbeitet haben. Manuka-Honig enthält im Vergleich mit herkömmlichen Honigen bis zu hundert Mal mehr Methylglyoxal. Alle für Honige beantragten gesundheitsbezogenen Aussagen wurden von der EU nicht zugelassen. Somit darf nicht mit Aussagen wie „antibakteriell“, Schutz vor Erkältungen“  oder ähnlichem geworben werden. Übertriebene Versprechungen können an das Portal Lebensmittelklarheit gemeldet werden. Der MGO-Gehalt darf zur Erleichterung des Produktvergleichs angegeben werden. 

Vorsicht bei der Anwendung und vor Fälschungen

In der Medizin verwendeter Manuka-Honig wird sterilisiert und äußerlich angewandt. Wer den Honig als Lebensmittel kauft, sollte ihn wegen möglicher Verunreinigungen nicht selbst auf Wunden auftragen, raten die Verbraucherzentralen.

Manuka-Honig ist sehr teuer – 250 Gramm kosten bis zu 80 Euro. Aufgrund seines hohen Preises und seiner begrenzten Verfügbarkeit gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Da es derzeit kein verlässliches einheitliches Siegel für echten Manuka-Honig gibt, können Sie beim Kauf zum Beispiel darauf achten, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes "Unique Manuka Factor Honey Association" oder der „Australian Manuka Honey Association“ in Australien ist. Mit den Siegeln dieser Verbände gekennzeichnete Honige werden auf Reinheit geprüft und zertifiziert.

Auch bei Manuka-Honig handelt es sich um ein sehr zuckerhaltiges Produkt, es besteht zu ca. 75 bis 82 Prozent aus Zucker. Pro Esslöffel können so rund 16 g Zucker zusammenkommen. Zum Vergleich, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Durchschnitt maximal 50 g Zucker pro Tag aufzunehmen.   

Fragen zu Lebensmitteln und Ernährung?

Das interaktive Lebensmittel-Forum der Verbraucherzentralen beantwortet kostenfrei Fragen zu Lebensmitteln, Ernährung, Verpackung und Kochutensilien. In den vorhandenen Antworten kann jeder stöbern und kommentieren. Hier geht's zur Seite: www.lebensmittel-forum.de

Werbung zu heilenden Eigenschaften von Manuka-Honig verboten

In der Europäischen Union ist es gesetzlich verboten, in der Werbung zu suggerieren, ein Lebensmittel könne eine Krankheit heilen oder lindern. Dies gilt auch für Manuka-Honig. Dieser wird nicht nur als Wundheilmittel beworben, sondern immer wieder auch mit heilender, entzündungshemmender oder antibakterieller Wirkung – insbesondere im Zusammenhang mit Erkältungen, Corona oder Magen-Darm-Beschwerden. Solche Aussagen sind nicht zulässig.

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