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Drei von vier Personen kaufen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel

Stand:
Hier die Ergebnisse repräsentativer Befragungen zur Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie Zahlen zur Marktbedeutung.
Jemand hält Tabletten in einer Hand und in der anderen ein Glas Wasser.
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Wer kauft Nahrungsergänzungsmittel und warum?

Eine im Mai 2025 veröffentlichte Studie im Auftrag des Portals Lebensmittelklarheit.de zeigt, dass knapp acht von zehn Befragten (77 Prozent) regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel nutzen. Mehr als die Hälfte nimmt sogar mindestens einmal pro Woche ein Nahrungsergänzungsmittel. Gut ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) glaubt, dass Nahrungsergänzungsmittel zu einer gesunden Ernährung einfach dazugehören.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) geht fälschlicherweise davon aus, dass die Produkte vor dem Verkauf auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet werden. Gut vier von zehn der Befragten (41 Prozent) glauben, dass Höchstmengen für die Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln rechtlich vorgeschrieben seien - was (leider) nicht stimmt.

24 Prozent der Befragten nimmt Nahrungsergänzungsmittel als eine Art natürliches Arzneimittel wahr, obwohl es sich um Lebensmittel handelt, die ja weder zur Vorbeugung, Therapie oder Linderung von Krankheiten vorgesehen sind. Diese Zweckbestimmung ist Arzneimitteln vorbehalten. Darüber hinaus sind 39 Prozent der Verbraucher:innen davon überzeugt, dass Nahrungsergänzungsmittel helfen, gesund zu bleiben und den Heilungsprozess bei Krankheiten zu unterstützen (36 Prozent). Derartige Werbung ist für Nahrungsergänzungsmittel zwar nicht erlaubt, findet aber trotzdem leider oft statt.

Frauen kaufen übrigens häufiger Produkte als Männer.

Die Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage aus dem Oktober 2024 im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband finden Sie in diesem Beitrag.

Hier die Ergebnisse einer im Februar 2022 veröffentlichten repräsentative Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Welche Nahrungsergänzungsmittel werden vor allem gekauft?

Zahlen von Statista aus 2025 zeigen, dass vor allem Vitamine (61 Prozent) und Mineralstoffe (36 Prozent), Proteine (28 Prozent), Produkte auf Kräuter-Basis (16 Prozent), pflanzliche  Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Algenöl, 14 Prozent) sowie tierische Nahrungsergänzungsmittel (wie Fischölkapseln, Kollagen, 12 Prozent) genommen werden.

Laut Marktforschungsinstitut IQVIA, das vor allem Apotheken, Drogerien und Supermärkte betrachtet, dominierten 2024 mit 45 % Mineralstoffe und Vitamine den Markt, sieben Prozent sollen das Immunsystem stärken, sechs Prozent sollen Schlaf und Beruhigung dienen, vier Prozent dienen der Haarpflege, gefolgt von Augenvitaminen und oraler Schönheit. Die via Internet vorwiegend gekauften Produkte dürften sich von diesen allerdings deutlich unterscheiden.

Während bei den Mineralstoffen weiterhin die Magnesium-Nahrungsergänzungsmittel dominieren, wurden die Multivitamine inzwischen von reinen B-Vitaminen, Vitamin A und Vitamin D abgelöst. 

Wo werden Nahrungsergänzungsmittel gekauft?

Der Umsatz in Apotheken (stationär und Versand), Drogerien und Supermärkten in Deutschland hat von Februar 2024 bis Februar 2025 erneut um knapp 10 Prozent auf 4,28 Milliarden Euro zugenommen, so das Marktforschungsinstitut IQVIA. Danach dominieren im Verkauf die Apotheken mit knapp 80 % (bzw. 3,41 Mrd. Euro), davon 2/3 vor Ort und 1/3 im Versand) vor dem Massenmarkt mit 20,2 % (864 Millionen Euro).

Darin nicht enthalten sind Verkäufe über den Direktvertrieb, über soziale Medien, eigene Internetshops und Internetplattformen bzw. Marktplätze.

Dabei kaufen immer mehr Menschen ihre Nahrungsergänzungsmittel online - wie im Februar 2025 veröffentlichte Daten des Landesamtes für Statistik NRW zeigen. Binnen drei Jahren ist das von 15 Prozent (2021) auf 21 Prozent (2024) gestiegen.

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