Kostenloses Online-Seminar "Berufsunfähigkeitsversicherung" am 21. April um 18 Uhr. Jetzt hier anmelden.

Antibeschlagmittel für Brillen: Warnung vor giftigen Inhaltsstoffen

Stand:
In Antibeschlagmitteln sind oft Per- und Polyfluoralkyl-Substanzen (PFAS) enthalten. Sie sind schädlich für Gesundheit und Umwelt. Wie Sie sie erkennen und mit welchen Tricks Sie sie vermeiden können, erklären wir hier.
Ein Mann mit Schal um den Mund trägt eine Brille mit beschlagenen Gläsern

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Antibeschlagmitteln für Brillen fehlt oft die Angabe der Inhaltsstoffe. Solche Produkte sollten Sie lieber nicht kaufen.
  • Sind Angaben vorhanden, achten Sie auf Begriffe wie "-fluor" oder "-fluoro", "hydrophob" und "wasserabweisend". Sie können ein Hinweis auf enthaltene PFAS sein.
On

Alle, die eine Brille tragen, kennen das Problem: Sobald warme Luft auf eine kalte Oberfläche aus Glas trifft, beschlagen die Brillengläser. Mittel gegen den unerwünschten Nebel auf den Gläsern werden in Optikerfachgeschäften, Drogeriemärkten, Sportgeschäften und im Online-Handel als Spray, Gel, Schaum oder Tuch angeboten. Oft enthalten diese besonders gesundheits- und umweltschädliche Substanzen, die als PFAS bezeichnet werden.

Zu viel giftige Chemie

Damit Antibeschlagmittel feuchtigkeitsabweisend wirken, werden darin teilweise schädliche PFAS (Per- und Polyfluoralkyl-Substanzen) verwendet. Diese Substanzen finden sich auch in einigen Imprägniersprays und teilweise in wetterfester Outdoor-Kleidung. PFAS verbreiten sich durch ihre Nutzung in der Umwelt – wo sie kaum abbaubar sind. Sie sind gesundheitsschädlich und können sich in Pflanzen, Tieren und im menschlichen Körper anreichern. Die EU-Kommission plant, den Einsatz dieser gesamten chemischen Stoffgruppe wegen ihrer Schädlichkeit drastisch zu beschränken.

Hinweise zum Produkt beachten

Wenn in der Liste der Inhaltsstoffe der Namensbestandteil "-fluor" oder "-fluoro" auftaucht, sind wahrscheinlich PFAS enthalten. Auch Begriffe wie "hydrophob" oder "wasserabweisend" in der Beschreibung können ein Hinweis auf PFAS sein.

Aber die Inhaltsstoffe von Antibeschlagmitteln werden leider oftmals nicht auf der Verpackung, auf der Angebotsseite im Internet oder im Beipackzettel aufgelistet. Ohne diese Informationen können Sie jedoch nicht erkennen, ob es sich um ein schadstoffhaltiges Produkt handelt oder nicht. Fehlen Angaben der Inhaltsstoffe, sollten Sie die Nebelkiller für Brillengläser nicht kaufen.

Allergiker sollten besonders achtsam sein

Wasserhaltige Antibeschlagmittel können außerdem Konservierungsstoffe enthalten, die teilweise Kontaktallergien hervorrufen. Menschen, die darauf bereits allergisch reagiert haben, sollten in jedem Fall die Inhaltsstoffe mit ihrem Allergiepass vergleichen. Denn Teile der behandelten Brille berühren schließlich längere Zeit die Haut.

Richtig entsorgen

Wer bereits PFAS-haltige Mittel gekauft hat und diese loswerden möchte, sollte sie auf keinen Fall in den Abfluss gießen, sondern zur Schadstoffsammlung des lokalen Entsorgers bringen.

Hausmittel für klare Sicht

Brillen beschlagen nicht so leicht, wenn ein hauchdünner Spülmittel- oder Seifenfilm auf den Brillengläsern liegt. Je nach Beschichtung und Art der Gläser sollten Sie sicherheitshalber vorher Ihren Optiker fragen, ob die Sehhilfen durch die Verwendung von Seife oder Spülmittel angegriffen werden können.

Ratgeber-Tipps

Das Vorsorge-Handbuch
Wer sich wünscht, selbstbestimmt zu leben und Entscheidungen zu treffen, und sich wünscht, das auch am Lebensabend zu…
Fit und gesund - für Frauen ab 50
Menopause, Knochenhaushalt, Nährstoffbedarf, Ernährung, knackende Knochen - der Körper von Frauen ab 50 ist vielen…
Schmuckbild

Weitere Rentenfaktorklauseln vor Gericht

Verbraucherzentrale hat Klage gegen Allianz und R+V eingereicht
Eine ältere Frau sitzt im Rollstuhl und wird von einem jungen Mann angeschoben

Pflege zuhause organisieren

Viele Angehörige fühlen sich mit der Pflegesituation zunächst überfordert. Oft unerwartet ist z.B. die Mutter oder der Vater, die Partnerin oder der Partner auf Pflege angewiesen. Was in dieser Situation für alle Beteiligten wichtig ist, erläutern wir in diesem Podcast.
Mehrere Steckdosen in der Wand, teils mit Steckern

Zu hohe Stromkosten? So gelingt der Anbieterwechsel

Verbraucherzentrale erklärt Schritt für Schritt, wie Verbraucher:innen einfach und sicher wechseln können.
Schmuckbild

Doppelter Ärger nach falschem Jobangebot

Ein Verbraucher erhält Rechnungen und Mahnungen für zwei Mobilfunkverträge, die er nicht abgeschlossen hat. Sein Verdacht: Bei einem falschen Bewerbungsgespräch haben Kriminelle seine Daten geklaut.
Mensch mit Handschuh dreht Gashahn

Kostenfalle Rückbaukosten für Gasanschlüsse

Viele Fragen rund um die Transformation der Gasinfrastruktur im Rahmen des Energie­ und Klimawandels sind ungeklärt. Die Verbraucherzentrale klärt zum aktuellen Stand auf.