Smartwatches und Fitnesstracker
Wearables wie Smartwatches sammeln viele persönliche Daten. Wir erklären, worauf Sie als Nutzer beim Kauf und bei den Einstellungen achten sollten.

Schritte oder Kalorienverbrauch zählen, die Geschwindigkeit messen oder den Blutzuckerspiegel prüfen – sogenannte Wearables bieten immer mehr Einsatzmöglichkeiten und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Um das Potential der kleinen elektronischen Helfer ausschöpfen zu können, müssen Nutzerinnen und Nutzer viele persönliche Daten preisgeben und meist einen Account beim Anbieter anlegen oder eine App installieren.
Die Geräte sammeln viele Daten, um Laufstrecken aufzuzeichnen, den Trainingsfortschritt zu dokumentieren oder aber an bestimmte Schlafzeiten, Ess- und Trinkgewohnheiten zu erinnern.
Teilweise locken auch Versicherungen und Krankenkassenlocken mit kostenlosen Smartwatches, wenn Versicherte dafür ihre Daten zur Verfügung stellen. Das bedeutet allerdings, dass Gesundheitsdaten und persönliche Lebensgewohnheiten aufgezeichnet und gegebenenfalls von Dritten ausgewertet und verwendet werden - langfristig auch zum Nachteil der Betroffenen.
Im Hinblick auf den Datenschutz muss gewährleistet sein, dass Nutzer die Datenhoheit haben. Deshalb ist wichtig, dass Transparenz hinsichtlich der Datenverarbeitung und -nutzung besteht. Nach dem Zweckbindungsgebot dürfen Daten nur zu einem bestimmten Zweck erhoben werden. Auch muss die Datenerhebung so gestaltet sein, dass diese so wenig wie möglich in die Rechte des Betroffenen eingreift und nur die nötigsten Daten sammelt.
Tipps
- Gehen Sie sparsam mit Ihren Daten um: Informieren Sie sich vor dem Kauf über den Hersteller und vor der Installation der App oder Zusatzsoftware, wie Ihre Daten geschützt sind und wofür die Daten verwendet werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch, ob die Daten auf einem europäischen Server verarbeitet werden.
- Prüfen Sie, ob das Gerät über eine ausreichende Verschlüsselung verfügt und ob Sie damit gesicherte Verbindungen verwenden können. Tests zeigen, dass einige Geräte an sich unzureichend vor dem Zugriff Dritter geschützt sind. So ist es in vielen Fällen möglich, über Bluetooth-Verbindungen auf die Geräte zuzugreifen beziehungsweise die gesendeten Daten abzufangen.





