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Viele Spiele-Apps zocken bewusst Kinder mit In-App-Käufen ab

Stand:
Dem Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz liegen Fälle im Frühwarnnetzwerk vor, in denen Verbraucher sich beschwerten, dass ihre Kinder für In-App-Käufe in Spiele-Apps mehrere tausend Euro ausgaben.
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Dem Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz liegen Fälle im Frühwarnnetzwerk vor, in denen Verbraucher sich beschwerten, dass ihre Kinder für In-App-Käufe in Spiele-Apps mehrere tausend Euro ausgaben. Die Kinder nutzten in der Regel das heimische Familien-Tablet oder ein Smartphone der Eltern, auf denen Kreditkartendaten für In-App-Käufe hinterlegt waren. In den Spiele-Apps war der Anreiz groß, durch den Kauf von zusätzlichen Inhalten (z.B. Spielgeld) oder Fähigkeiten der Spielfigur (z.B. Geschwindigkeit, Kraft) schneller im Spiel voranzukommen.

Häufig sind Spiele-Apps so konzipiert, dass die Spieler zu Beginn mit Erfolgen überschüttet werden. Im späteren Verlauf lassen neue Erfolge immer länger auf sich warten oder sind nur durch besagte Fähigkeiten des Hauptcharakters möglich, die man kaufen muss. Hierdurch werden Spieler besonders anfällig dafür, Geld auszugeben, um das Vorankommen zu beschleunigen. Wenn dazu Euros in Spielgeld umgetauscht werden müssen, werden die reale und die fiktive Währung entkoppelt. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, nur Spielgeld auszugeben. Kaum einer rechnet die Preise zurück in Euro – im Ergebnis geben viele Spieler unbewusst deutlich mehr aus.

„Insbesondere Kinder und Jugendliche laufen Gefahr, in Spiele-Apps immer weiter In-App-Käufe zu tätigen und die Kreditkarte der Eltern zu belasten“, so Dr. Sebastian Schmidt, Teamleiter Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Wir haben einige Fälle im Frühwarnnetzwerk vorliegen, in denen Kinder mit wenigen Klicks in Spiele-Apps Inhalte für mehrere tausend Euro kauften, um im Spiel wieder voranzukommen.“

Zwar gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, die die Höhe einer einzelnen In-App-Transaktion begrenzen. Dennoch ist es problematisch, dass gerade in Spiele-Apps für Kinder und Jugendliche suchterzeugende Spielmechanismen mit unverhältnismäßig hohen Einzelkäufen gepaart werden: Es scheint schon bedenklich, dass In-App-Käufe von 100 Euro oder mehr pro Transaktion möglich sind, die weit über jedes Taschengeld hinausgehen. Die wirtschaftlichen Interessen von Spiele-Anbietern können dann nicht mehr als legitim bezeichnet werden, wenn gezielt die wirtschaftliche Unerfahrenheit der Minderjährigen ausgenutzt wird.

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