Kostenloses Online-Seminar "Digitaler Nachlass" am 20. Juni um 18 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

„Discountgünstig“ - die neue Preistrickserei?

Pressemitteilung vom
Edeka preist Produkte mit roten „Discountgünstig“-Preisschildern an und suggeriert dabei besonders günstige Preise.
Frau steht vor Regalen im Supermarkt
Off

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erhält aktuell zahlreiche Beschwerden über die Gestaltung von Preisschildern bei Edeka. Verbraucher:innen fühlen sich durch die Preisauszeichnung getäuscht. Was steckt dahinter?

Einkäufe werden in jüngster Zeit immer teurer. Günstig einzukaufen ist für viele Verbraucher:innen deshalb wichtiger denn je. Diese Lage machen sich einige Supermärkte und Discounter offenbar zunutze, in dem sie sich immer neue Tricks einfallen lassen, um ihre Produkte besonders günstig erscheinen zu lassen.

So versucht aktuell Edeka mit einem roten „Discountgünstig“-Preisschild den Eindruck zu erwecken, dass das mit dem Schildchen angepriesene Produkt so günstig wie im Discounter sei. Verbraucher:innen hatten sich bei der Verbraucherzentrale darüber beschwert, dass es sich bei den so ausgezeichneten Produkten mitunter gar nicht um einen besonders günstigen Preis handeln würde. „Wir haben das überprüft und konnten bestätigen, dass manche mit dem roten ‚Discountgünstig‘-Hinweis von Edeka versehenen Produkte am selben Tag in Discountern sogar günstiger waren“, sagt Vanessa Holste, Abteilungsleiterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

"Dark Patterns" beim Einkauf im Supermarkt

Außerdem würde die Gestaltung stark an das Sonderangebotsschild bei Edeka erinnern. „Edeka nutzt mit der Gestaltung des Schildes bewusst aus, dass die allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher mit der Farbe rot günstige Preise oder Sonderangebote verbinden“, so Holste weiter. Die Farbe und Gestaltung von Preisschildern können Anbieter bei Einhaltung bestimmter Vorgaben, wie beispielsweise gut erkennbarer Endpreis oder Grundpreisangabe, frei wählen. Doch die Absicht, die dahintersteckt, ist eindeutig: Es soll der Eindruck erweckt werden, dass das Produkt besonders günstig ist. „Verbraucherinnen und Verbraucher können vor Ort nicht überprüfen, ob der Preis tatsächlich besonders günstig ist.“, kritisiert Holste diese Praxis. „Wir kennen das Phänomen, Kunden durch Design zu bestimmten Handlungen zu verleiten, bereits aus der Onlinewelt als 'Dark Pattern'“.

„Verbraucherinnen und Verbrauchern bleibt nichts anderes übrig, als Preise zu vergleichen und vor allem auf den jeweiligen Grundpreis eines Produkts zu achten“, so Holste weiter. „Mit solchen Praktiken auszunutzen, dass viele Verbraucher:innen aktuell verstärkt auf günstige Preise achten, ist besonders dreist.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
Eine Frau blickt auf eine digitale Anzeige.

Ihre Daten bei Facebook und Instagram für KI: So widersprechen Sie

Facebook und Instagram informieren über Änderungen ihrer Richtlinien. Was Sie dort posten soll als Trainingsmaterial für Metas KI-Generatoren verwendet werden. Möchten Sie das nicht, können Sie widersprechen. Die Verbraucherzentrale NRW hat Meta deshalb abgemahnt.
Das Foto zeigt im Vordergrund das Logo der FTI Touristik auf einen Smartphone, im Hintergrund ist die Homepage der FTI Touristik zu sehen

FTI Touristik GmbH ist insolvent – was das für Sie bedeutet

Europas drittgrößter Reiseveranstalter, die FTI Touristik GmbH, ist insolvent. Betroffen sind alle Leistungen und Marken, die Sie direkt bei dem Unternehmen gebucht haben. Was Sie jetzt wissen müssen, falls Sie schon unterwegs sind oder Ihre Reise noch bevor steht.
Mehrwegbecher mit Deckel

Immer noch Luft nach oben

Verbraucherzentrale untersucht mit Marktcheck, wie sich das Mehrwegan-gebot seit Anfang 2023 entwickelt hat.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

Healy: Keine wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsversprechen

Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige Verkäufer:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil dazu.