Kostenloses Online-Seminar "Geldanlage mit ETFs" am 8. Mai um 18 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen.

Flug-Stornierung durch die Fluggesellschaft: Geld zurück nach 7 Tagen

Stand:
LG Karlsruhe, Versäumnisurteil vom 17.12.2021, Az. 14 O 57/21 KfH

Bei einer Stornierung eines Fluges durch die Fluggesellschaft besteht eine Rückerstattungspflicht, nach welcher innerhalb von sieben Tagen nach der Stornierung der Flugpreis an die Kunden zu erstatten ist.
Off

Das Landgericht Karlsruhe hat nach einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.  ein Versäumnisurteil gegen eine Fluggesellschaft erlassen, die trotz Aufforderung des Verbrauchers nicht den bereits geleisteten Flugpreis für einen stornierten Flug zurückerstattet hat.

Nach Art. 5 Abs. 1 lit a) VO (EG) 261/2004 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 lit a) VO(EG) 261/2004 hat der Verbraucher Anspruch auf Erstattung der binnen sieben Tagen zu leistenden vollständigen Erstattung der Flugscheinkosten zu dem Preis, zu dem der Flugschein erworben wurde. In dem zur Beschwerde gebrachten Fall hatten die Verbraucher Tickets für eine Flugreise gebucht und nach Mitteilung der Annullierung des Fluges wiederholt erfolglos um Rückerstattung des bereits geleisteten Flugpreises gebeten. Erst fünf Monate nach den Aufforderungen des Verbrauchers und einen Monat nach der Abmahnung durch die Verbraucherzentrale reagierte die Airline und forderte zum Nachweis der Rückzahlungsansprüche dazu auf, ein Kundenbestätigungsformular, eine Kopie des Reisepasses mit Unterschrift, einen Adressnachweis beispielsweise durch Stromrechnung, und eine Kopie der Buchungsbestätigung mit Namen und/oder E-Mail Anschrift zu übersenden. Die Voraussetzung für den Zahlungsanspruch ist jedoch nicht die Übersendung der angeforderten Unterlagen. Der Erstattungsanspruch konnte aus den der Airline vorliegenden Unterlagen unschwer verifiziert werden. Ausweise und Buchungsbestätigung waren jedoch von den Verbrauchern ohne eine solche Verpflichtung bereits bei der ersten Geltendmachung des Rückerstattungsanspruches zur Verfügung gestellt worden. Die Beklagte hat sich in dem Verfahren nicht vertreten lassen, weshalb antragsgemäß Versäumnisurteil erging.

Zum Volltext der Entscheidung:

Versäumnisurteil Landgericht Karlsruhe vom 17.12.2021 (Az. 14 O 57/21 KfH)

Schmuckbild

Ran die neuen Fördertöpfe

Mit der Novellierung des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) haben sich die Förderrichtlinien verändert. Wer sein Haus sanieren, die Heizung austauschen oder optimieren möchte, kann auf verschiedene Fördermöglichkeiten zugreifen.
Rentnerin kontrolliert Unterlagen

Tipps zur Heizkostenabrechnung: Von Abrechnungszeitraum bis Verteilerschlüssel

Mit dem nahenden Ende der Heizperiode flattert vielen Verbraucher:innen die Heizkostenabrechnung ins Haus. Wenn die Energiekosten steigen, können teils hohe Nachzahlungen fällig werden.

Forderungsschreiben wegen angeblichem Falschparken

Eine Rechtsanwaltsgesellschaft versuchte in irreführender Weise für Auftraggeber Zahlungs- und Kostenerstattungsansprüche durchzusetzen. Dagegen ging die Verbraucherzentrale in erster Instanz erfolgreich vor. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt.
Mercedes GLK auf einem Parkplatz

Diesel-Urteil: Musterklage gegen Mercedes erfolgreich

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte im Zuge des Diesel-Skandals im Jahr 2021 eine Musterfeststellungsklage gegen die Mercedes-Benz Group AG eingereicht. Das Oberlandesgericht Stuttgart entschied, dass Mercedes Verantwortung für die bewusste Manipulation von Abgaswerten übernehmen muss.
Hausfront mit mehreren Balkonen mit Steckersolarmodulen

Neue Gesetze und Normen für Steckersolar: Was gilt heute, was gilt (noch) nicht?

Für Balkonkraftwerke gelten zahlreiche Vorgaben, die politisch oder technisch definiert sind. Was ist heute erlaubt und was nicht? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Änderungen und Vereinfachungen.