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Hauseingang schön, sicher und energiesparend gestalten - 11 Tipps

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Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer neuen Haustür achten sollten, und worauf es bei einem barrierefreien und sicheren Hauszugang ankommt. Sie erfahren auch, welche Fördermittel es dafür gibt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein schwellenfreier Zugang zum und ins Haus senkt die Unfallgefahr und bringt mehr Komfort.
  • Ausreichend Bewegungsfläche vor der Haustür und ein Vordach bieten Schutz vor Wind und Regen und sorgen für ein stressfreies Ankommen.
  • Eine stabile und energieeffiziente Haustür hält den Wind ab, hilft Energie zu sparen und steigert die Behaglichkeit im Haus.
  • Mit einer einbruchsicheren Haustür, einem durchdachten Kommunikationssystem und einer guten Beleuchtung lässt sich die Sicherheit erhöhen.
  • Für Investitionen in einen energiesparenden, barrierefreien und sicheren Hauseingang gibt es Fördermittel.
Hauseingang
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Was macht einen guten Hauseingang aus?

Die Eingangstür ist wie eine Visitenkarte: Sie vermittelt einen wichtigen ersten Eindruck Ihres Zuhauses. Doch sie sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch wichtige Funktionen erfüllen, beispielsweise vor Einbruch und Starkregen schützen.

Schon der Weg zum Haus muss gut erkennbar, blendfrei ausgeleuchtet und stolperfrei begehbar sein. Die Haustür sollte einfach zugänglich und bedienbar sein – aber nur für Bewohner und erwünschte Besucher. Durch die Tür darf keine Wärme nach außen verloren gehen oder Sommerhitze ins Haus eindringen. Nur ein schwellenfreier, ausreichend breiter Zutritt ins Haus garantiert eine barrierefreie Nutzung - und zwar in allen Lebenslagen.

Oft lassen sich diese vielfältigen Anforderungen leichter als gedacht umsetzen. In jedem Fall wichtig ist eine sorgfältige Planung – mit fachlicher Unterstützung schon vor Beginn einer Sanierung.

Wann ist es Zeit, um eine neue Haustür zu kaufen?

Erfüllt die alte Haustür ihre Aufgaben nicht mehr, reicht es vielleicht, sie aufarbeiten und an heutige Anforderungen anpassen zu lassen. Dies kann vor allem bei wertvollen alten Holztüren der Fall sein, bei Gestaltungssatzungen oder denkmalgeschützten Gebäuden. Eine überarbeitete oder neue Tür minimiert Wärmeverluste und hilft so, Energiekosten zu senken.

Ein guter Zeitpunkt für die "Neue" ist, wenn Sie ohnehin modernisieren möchten, also auch die Fassade gedämmt oder der gesamte Zugang und Eingangsbereich neugestaltet werden sollen: Es gibt nur einmal Dreck und Lärm. Wird die Fassade gedämmt, lässt sich die neue Tür bei Bedarf auch leicht weiter nach vorne in die neue Dämmebene verlegen. Versetzen Sie die Tür dagegen weiter in Richtung Hausinneres, erhalten Sie durch die neue Tiefe einen natürlichen Schutz gegen Wind, Sonne und Niederschlag. Und im Zuge der Dämmmaßnahmen ist dies auch die Gelegenheit, den Durchgang für die Haustür zu verbreitern und eine moderne Zugangskontrolle einzurichten.

Auch im Zusammenhang mit Erdarbeiten, um etwa feuchte Kellerwände trockenzulegen, sollten Sie den Eingangsbereich kritisch prüfen und bei Bedarf komplett erneuern lassen. Alle Schutzmaßnahmen sollten darauf abzielen, dass kein Wasser, egal ob es sich um Regen, tauenden Schnee oder sich aufstauendes Grundwasser handelt, von unten, seitlich, durch Kellerlichtschächte oder Zugänge ins Gebäude eindringen kann. Wasser muss stets vom Haus weggeleitet werden.

Worauf Sie bei der Gestaltung Ihres Hauseingangs achten sollten, erfahren Sie unter den folgenden 11 Tipps:

Tipp 1: Holz, Kunststoff, Glas oder Metall: So finden Sie das passende Material für Ihre Haustür

Das Material bestimmt maßgeblich das Aussehen der Haustür. Es gibt Türen aus Holz, Aluminium, Edelstahl, Glas oder Kunststoff sowie Kombinationen dieser Werkstoffe. Grundsätzlich eignen sich alle diese Materialien für Haustüren, wenn sie eine gute Qualität haben. Dann können auch alle einen effektiven Wärmeschutz erreichen und die eigenen vier Wände vor Hitze, Kälte und auch vor Einbruch bewahren.

Welches Material für Sie in Frage kommt, hängt vor allem von Ihren persönlichen Anforderungen ab. Wichtige Kriterien sind die Farbe sowie das Design, der Preis, der Pflegebedarf, die Energieeffizienz und natürlich die Sicherheit.

Dabei sollten Sie auch bedenken, dass Türen oft starken Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Je stärker eine Haustür mit Regen, Schnee, Wind und der UV-Strahlung der Sonne in Berührung kommt, umso intensiver muss sie auch gepflegt werden. Um den Pflegebedarf zu reduzieren, sollte die Tür baulich möglichst gut geschützt werden. So lassen sich Witterungseinflüsse zum Beispiel durch ein Vordach oder einen ins Gebäude zurückgesetzten Eingangsbereich deutlich abmildern. Glaseinsätze sollten grundsätzlich aus Wärmeschutzglas bestehen und auch den gleichen Einbruchschutz aufweisen wie die Haustür selbst. Bei Glastüren sollten Sie auf die Bruchsicherheit achten. Um Vögel davor zu bewahren, gegen die Scheiben zu fliegen, gibt es Vogelschutzglas.

Checkliste:

  • Neben Design und Preis habe ich auch Pflegeaufwand, Wärmeschutz und Sicherheit bei der Materialwahl berücksichtigt.
  • Die Haustür ist vor Witterungseinflüssen geschützt.
  • Die Glastür ist bruchsicher und aus Vogelschutzglas.

Tipp 2: So senken Sie die Energiekosten

Die energetischen Eigenschaften einer Haustür hängen vom Material des Rahmens und des Türblatts, deren Dicke und Aufbau und dem fachgerechten Einbau ab. Achten Sie bei einer neuen Haustür auf einen guten Wärmeschutz! Da die Materialien heute technisch ausgereift sind, spielt es keine Rolle mehr, ob Sie sich für Holz, Kunststoff, Glas oder ein Metall entscheiden.

Wie gut der Wärmeschutz Ihrer neuen Haustür ist, können Sie am Ud-Wert erkennen, den die Hersteller angeben. Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) darf diese Kennziffer der Tür höchstens 1,8 W/(m2K) sein. Noch bessere energetische Eigenschaften bieten Passivhaustüren, die Ud-Werte bis zu 0,6 W/(m2K) erreichen. Wenn Sie Fördermittel von der KfW haben möchten, darf der Ud-Wert maximal 1,3 betragen.

Zudem sollte die Türkonstruktion luftdicht sein: Neben einer inneren und einer äußeren Dichtung muss die Haustür auch eine Dichtung unterhalb des Türblatts haben. Aber aufgepasst: Schleift die Tür über eine innenliegende Fußmatte, kann die untere Dichtung leicht abreißen, dann ist die Rundum-Luftdichtigkeit nicht mehr gegeben. Bei schwellenlosen Türen ist eine absenkbare Bodendichtung empfehlenswert oder eine von oben und unten greifende Magnetdichtung, wenn die Tür schließt.

Wichtig ist außerdem ein fachgerechter Einbau, um sicherzustellen, dass die Anschlussfugen zwischen Rahmen und Mauerwerk dicht sind. Ein Brieftürschlitz oder eine Katzenklappe können Energieverluste verursachen und die Sicherheit beinträchtigen. Solche Schwachstellen sind bei neuen Haustüren i.d.R. aber nicht mehr zu finden (siehe Tipp 7).

Wenn Sie den Eingangsbereich erneuern, sollten Sie darauf achten, dass ein Treppenpodest oder Eingangsstufen thermisch von der Bodenplatte des Hauses getrennt sind. Eine durchgehende Betonplatte ist ungünstig, weil über sie eine Wärmebrücke von drinnen nach draußen entsteht.

Checkliste:

  • Der Wärmedurchgang (Ud-Wert) der Tür liegt maximal bei 1,8 W/(m2K), für KfW-Förderung maximal bei 1,3 W/(m2K).
  • Die Glaseinsätze sind aus Wärmeschutzverglasung und bruchsicher.
  • Es gibt keine Energieverluste durch Brieftürschlitze oder Katzenklappen.
  • Die Tür ist luftdicht eingebaut.
  • Es gibt eine thermische Trennung der Bodenplatten.
  • Vordach, Treppenpodest, Treppe und Geländer sind frei von Wärmebrücken.

Tipp 3: So schützen Sie sich vor Einbruch

Etwa alle 2 Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt; oft gelangen die Täter direkt über die Haustür ins Gebäude. Neue oder umgebaute Türen sollten daher einbruchhemmend und gut mit der Wand verankert sein. Entscheidend ist, dass die Gesamtkonstruktion aus Türblatt, Zarge, Beschlägen, Bändern und Schloss keinen Schwachpunkt aufweist. So sollten Glaselemente einbruchsicher, Beschläge aushebelsicher, Profilzylinder aufbohrhemmend und das Schloss mehrpunktverriegelt sein.

Jemand tippt auf einem Sicherheitsterminal eine Pin ein.

Nach ihrem Einbruchschutz werden neue Haustüren in Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 6 eingeteilt. Bei privaten Wohngebäuden empfiehlt die Polizei in der Regel die Widerstandsklasse RC2 oder RC3. Achten Sie auch bei der Nachrüstung vorhandener Türen auf DIN-geprüfte und zertifizierte Produkte!

Grundsätzlich sollten qualifizierte Fachbetriebe die Tür einbauen. Denn an einer guten Sicherheitstechnik und der fachkundigen Montage scheitern immerhin 40 Prozent der Einbruchsversuche. Die (kriminal-)polizeiliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe berät Sie kostenlos über einen sinnvollen Einbruchschutz.

Checkliste:

  • Die Haustür weist eine nach DIN geprüfte einbruchhemmende Gesamtkonstruktion auf.
  • Die neuen Türen entsprechen der Widerstandsklasse RC2 oder RC3.
  • Sie rüsten nur mit DIN-geprüften und zertifizierten Produkten nach.
  • Die Montage hat ein qualifizierter Fachbetrieb durchgeführt.

Tipp 4: So vermeiden Sie Schäden durch Starkregen

Regen-, Spritz- oder Schmelzwasser dürfen nicht ins Haus eindringen. Dies lässt sich – auch bei einem ebenen und schwellenfreien Übergang – verhindern, indem Sie von allen Seiten einwandfrei abgedichtete Tür- und Fenstersysteme fachgerecht einbauen lassen. Diese verhindern, dass Wasser unter der Tür oder seitlich in die Dämmschicht oder angrenzende Bauteile sickern kann.

Schwellenfreie Türkonstruktionen müssen verschiedene Anforderungen erfüllen. Dazu zählen die Anforderungen an

  • die bauliche Barrierefreiheit,
  • den Schlagregenschutz,
  • Luftdichtheit,
  • Widerstandsfähigkeit bei Windlast sowie
  • Wärme- und Schallschutz.

Es darf auch kein Wasser, Hagel oder Schnee vor der Haustür stehen. Deshalb sollte der Belag vor der Haustür mit leichtem Gefälle (2 Prozent) vom Haus weg verlegt sein. Bei Starkregen ist auch eine ausreichend breite Entwässerungsrinne sinnvoll, damit sich keine Pfützen bilden und das Wasser aus dem darunter befindlichen Auffangkasten über eine Drainage abgeleitet werden kann.

absenkbare Bodendichtung

Foto: Grundmeier KG

Ein ausreichend großes Vordach und ein seitlicher Windschutz zur Hauptwindrichtung sind weitere wichtige Schutzmaßnahmen gegen Schlagregen, Hagel und Schnee.

Checkliste:

  • Bei ebenen Flächen vor der Haustür ist ein Gefälle bis 2 Prozent sinnvoll.
  • Eine Entwässerungsrinne mit Drainageanschluss vor dem Übergang ins Haus verhindert Pfützen.
  • Eine Schlagregen-, wind- und luftdichte Magnet- oder Bodendichtung verhindert, dass Nässe ins Haus eindringt.
  • Ein Vordach und seitlicher Windschutz schützen vor Niederschlägen.

Tipp 5: So kontrollieren Sie den Hauszugang

Es gibt einfache und kostengünstige Lösungen, um von innen zu sehen, wer draußen vor der Tür steht. Eine davon ist ein Weitwinkelspion mit Nachtsicht, der in die Tür eingebaut ist. Eine zweite Möglichkeit ist ein vertikal eingesetztes Glaselement.

Erhöhten Komfort und Sicherheit bietet eine Türsprech- und Klingelanlage mit elektrischem Türöffner, die idealerweise mit einem optischen Signal und einer Videokamera kombiniert ist. Solche Anlagen lassen sich von verschiedenen Räumen aus über fest installierte oder mobile Geräte bedienen. Die Kameras sind heutzutage so klein, dass sie kaum sichtbar platziert werden können und sie funktionieren durch Infraroterkennung auch in der Dunkelheit.

Personenbezogene Zugangssysteme oder geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen können den Einbruchschutz verbessern – vorausgesetzt sie werden von qualifizierten Fachbetrieben installiert. Achten Sie zudem auf einen geringen Stromverbrauch der Anlage.

Checkliste:

  • Es gibt einen Türspion mit Nachtsichtfunktion oder ein Glaselement mit Durchsicht oder eine Videosprechanlage.
  • Die Türsprechanlage ist mit einem akustischen und optischen Signal und Sicht- oder Videokontrolle sowie einem modernen, einbruchhemmenden Schließsystem ausgestattet.
  • Der Zugang erfolgt personenbezogen, zum Beispiel über Fingerscan oder Spracherkennung.
  • Das Zugangssystem hat einen geringen Stromverbrauch im Bereitschaftsbetrieb.
  • Die Installation führt ein qualifizierter Fachbetrieb durch.

Tipp 6: So beleuchten Sie den Eingangsbereich optimal

Eine gute Beleuchtung im Eingangsbereich bedeutet Sicherheit und Komfort für Bewohner und Besucher. Dabei können Sie das Licht über Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter oder eine beliebig einstellbare Zeitschaltung steuern.

Eine gute Ausleuchtung sorgt auch bei Nässe und Dunkelheit dafür, dass es hell genug ist und Sie den Bodenbelag mühelos wahrnehmen können. Richtig platzierte und montierte Lichter verhindern Schlagschatten. Alle wichtigen Informationen wie Hausnummer, Name, Briefkasten, Türschloss, vorhandene Stufen und mögliche Stolperfallen sollten intuitiv – und im Notfall auch schnell – erkennbar sein.

Empfehlenswert für den Außenbereich sind LED-Lampen, da sie nach dem Einschalten sofort hell sind und es bei Kälte oder Hitze auch bleiben. Damit die Beleuchtung nicht zur Insektenfalle wird, empfehlen sich LEDs mit vielen rotwelligen Lichtanteilen, also warmweißem statt kaltweißem Licht. Im Vergleich zu Halogenglühlampen benötigen sie nur rund ein Viertel des Stroms und haben eine zehnmal längere Lebensdauer.

Checkliste:

  • Die Beleuchtung ist blendfrei ohne Schlagschatten.
  • Zum Einsatz kommen energieeffiziente Lampen (LED).
  • Die Steuerung erfolgt zum Beispiel über Bewegungsmelder und
  • ist programmierbar für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten.
  • Die Hausnummer ist beleuchtet und von der Straße aus gut sichtbar (etwa für Rettungskräfte).

Tipp 7: Briefkasten und Katzenklappe: So vermeiden Sie Schwachstellen

Der Briefkasten muss gut zugänglich sein und eine ausreichende Größe besitzen, um Briefpost, Zeitschriften und Zeitungen aufnehmen zu können. In den Einwurfschlitz sollten auch große Briefumschläge ungeknickt hineinpassen – günstig ist eine Breite zwischen 325 und 400 mm.

Den Briefkasten können Sie passend zur baulichen Situation anbringen, z.B. mit Unterputz, aufgesetzt, freistehend oder in den Hauseingang integriert. Verzichten Sie auf Brief- oder Zeitungsschlitze in der Haustür, denn sie führen zu unnötigen Energieverlusten und bilden einen Schwachpunkt beim Einbruchschutz. Briefkästen, die in der Außenwand integriert sind und im Haus entleert werden, sollten über einen entsprechenden Wärmeschutz verfügen. 

Auch Katzenklappen in feststehenden Glaselementen neben der Haustür oder neben Terrassentüren stellen eine Wärmebrücke dar, durch die Energie verloren geht! Isolierte Modelle sind allerdings teuer. Außerdem nutzen Einbrecher gern diese räumliche Nähe von Katzenklappen und Haus- bzw. Terrassentüren als Einstieg. Wer nicht darauf verzichten will, sollte die angrenzende Terrassentür mit einem abschließbaren Griff ausstatten.

Checkliste:

  • Der Briefkasten ist für die Postzustellung und die Bewohner leicht erreichbar.
  • Der Briefkasten ist auch für Zeitschriften und Zeitungen (optional mit Extrafach) groß genug, mit einem Einwurfschlitz, der möglichst 325 bis 400 mm breit und 30 bis 35 mm hoch ist.
  • Bei Briefkästen mit Mauerdurchwurf wurde auf die Wärmedämmung geachtet.
  • Es gibt ein gut lesbares Namensschild.
  • Es gibt keine Energieverluste durch Brieftürschlitze.

Tipp 8: So reduzieren Sie Barrieren vorm Hauseingang

Stolperfallen ins Haus hinein müssen nicht sein. Sie lassen sich reduzieren, wenn die Haustür schwellenlos eingebaut wird und der Schmutzrost- bzw. die Entwässerungsrinne und Fußmatten außen und innen bündig in den Boden eingelassen sind. Ein Höhenunterschied bis zum Haus sollte vor der Haustür in einer ebenen Fläche enden, am besten mit einer Bewegungsfläche von mindestens 1,20 x 1,20 m oder noch besser von 1,50 x 1,50 m.

Höhenunterschiede zwischen Gelände und Haustür lassen sich für die meisten Menschen durch eine Rampe überbrücken. Sind Treppenstufen unvermeidlich oder z.B. zur besseren Orientierung gewünscht, erhöhen folgende Punkte die Sicherheit:

  • ein rutschfester und kontrastreicher Belag,
  • beidseitig angebrachte, ausreichend lang geführte Geländer mit ergonomischem Handlauf,
  • eine optische und tastbare Kantenführung sowie
  • bündige Kanten ohne Untertritt (wie im Foto).

 

Stufen zum Haus

Foto: Elisabeth Mertens

Die Durchgangsbreite der Eingangstür sollte 0,90 m betragen. Noch komfortabler ist eine Türbreite von 1,00 m, sie benötigt aber nach innen auch die entsprechende Freifläche. Je breiter die Tür ist, desto schwerer wird sie auch. Dieser Nachteil lässt sich durch ein elektrisches Türöffnungssystem ausgleichen. Bedienelemente wie Klingel, Gegensprechanlage, Namensschild, Türdrücker und Briefkasten sind in einer Höhe zwischen 0,85 m und 1,05 m für alle gut erreichbar.

Checkliste:

  • Alle Bedienelemente sind in einer komfortablen Höhe angebracht.
  • Die Haustür hat eine ausreichende Durchgangsbreite.
  • Stolperfreiheit ist durch eine schwellenlos eingebaute, leichtgängige Haustür gegeben.
  • Der Abtrittrost oder Fußmatten außen und innen sind bündig mit dem Fußboden.
  • Es gibt einen trittfesten, kontrastreichen Bodenbelag.
  • Die Bewegungsfläche unmittelbar vor und hinter der Haustür ist groß genug.

Tipp 9: So gestalten Sie den Eingang ansprechend

Das Haus wirkt einladend, wenn Design, Material und Farbe der Haustür mit der Fassade und den Fenstern des Gebäudes harmonieren. Soll die Tür über Jahrzehnte ihre Funktion erfüllen, lohnt es sich, einen zeitlosen Stil modischen Spielereien vorzuziehen.

Historische Massivholztüren, aber auch jüngere, bauzeittypische Türen sollten möglichst erhalten und an heutige Anforderungen angepasst werden. Ist dies nicht möglich, sollten zumindest die historischen Beschläge nachempfunden werden.

Alte Türen mit Einfachverglasung lassen sich oftmals energetisch verbessern, wenn Sie das alte Glas gegen Wärmeschutzglas austauschen. Bei einem besonderen, erhaltenswerten Glas können Sie auch von innen eine zusätzliche Verglasung dagegensetzen.

Bei Sanierungsarbeiten ist zu beachten, dass alte Türanstriche oder Dichtungsmaterialien Schadstoffe enthalten können, insbesondere wenn die Tür zwischen 1960 und 1980 eingebaut wurde.

Checkliste:

  • Haustür, Vordach und weitere Elemente des Eingangs ergeben zusammen ein stimmiges Gesamtbild.
  • Material und Farben harmonieren mit dem Baustil und der Fassade des Gebäudes.
  • Historische Türen sind aufgearbeitet und (soweit möglich) an moderne Standards angepasst.

Tipp 10: So verbessern Sie den Hauszugang

Der Hauszugang muss viele Funktionen erfüllen: Im Idealfall bietet er Platz für Fahrräder, den Rollator oder den Großeinkauf. Er kann dem Aufenthalt dienen und ist in den meisten Fällen auch Standort für den Hausmüll. Egal, ob der Zugang über Stufen erfolgt oder eine Rampe zum Haus führt: Eine Podesttiefe von mindestens 1,20 x 1,20 Meter, besser noch von 1,50 x 1,50 Meter, direkt vor der Eingangstür sorgt für ausreichend Bewegungsfreiheit für alle, die ein- und ausgehen.

Ein Vordach und ein zusätzlicher seitlicher Windschutz schützen gegen Regen, Hagel, Schnee und Sturm - sie erhöhen die Lebensdauer der Haustür und verringern den Pflegeaufwand. Den Komfort und die Sicherheit Ihres Hauszugangs können Sie deutlich verbessern, indem Sie, bei ausreichendem Platz auf dem Grundstück, die Treppe vorverlagern, so dass Sie mehr Platz vor der Tür gewinnen. Mit einem neuen Belag, glatten Stufenkanten ohne Überstand der Trittstufe und einem von unten bis oben durchgehenden Treppengeländer sowie beidseitigen Handläufen gelangen Sie unfallfrei ins Haus.

Checkliste:

  • Es gibt einen Zugang über eine Rampe oder Stufen ohne Untertritt.
  • Die Rampen haben eine Neigung von maximal 6 Prozent, damit sie gut befahren werden können.
  • Bei Treppen sind auf beiden Seiten Handläufe vorhanden.
  • Die Bewegungsfläche vor der Haustür beträgt mindestens 1,20 x 1,20 Meter, besser noch 1,50 x 1,50 Meter.
  • Eine Überdachung ist als Wetterschutz für Bewohner und Tür frei von Wärmebrücken angebracht.
  • Die Müllentsorgung ist einfach zu handhaben.

Tipp 11: So erhalten Sie Fördermittel für eingesparte Energie, weniger Barrieren, Einbruchschutz und smarte Technik

Wenn Sie die Umgestaltung des Hauseingangs damit verknüpfen, den Wärmeschutz zu verbessern, Barrieren zu reduzieren und den Einbruchschutz zu erhöhen, winken staatliche Förderprogramme. Einen Überblick über Fördermöglichkeiten finden Sie unter Förderung fürs Eigenheim: energieeffizient, sicher, barrierefrei.

 

Fördermittel

Foto: bluedesign/Fotolia.com

So bietet die KfW Bank im Produkt "Energieeffizient Sanieren" (Prod.-Nr. 151/152/430) zinsgünstige Kredite für Modernisierungen zur Energieeinsparung an. Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern können auch direkte Förderzuschüsse erhalten ohne einen Kredit in Anspruch zu nehmen. Bauen Sie nur den Eingang energiesparend um, gibt es dafür zurzeit einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der Kosten, für umfassende Sanierungen zu einem Effizienz- oder Passivhaus sind sogar bis zu 30 Prozent drin.

Wird auch der Bereich um die Hauseingangstür komfortabler, indem beispielsweise Durchgänge versetzt, Bewegungsflächen vor der Tür geschaffen oder Schwellen entfernt werden, können diese Maßnahmen im Produkt "Altersgerecht Umbauen" (Prod.-Nr. 159/455-B) mit einem zinsgünstigen Kredit oder einem Investitionszuschuss gefördert werden. Weitere Umbaumaßnahmen zum Reduzieren von Barrieren – beispielsweise in Küche, Bad oder auf dem Balkon – und auch Investitionen in Türkommunikation, Einbruchschutz und Beleuchtung mittels smarter Steuerung lassen sich ebenfalls damit finanzieren.

Über die KfW-Förderprodukte 159 Kredit bzw. 455-E Zuschuss werden Maßnahmen zum Einbruchschutz (z.B. Einbau und Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie Einbau von Alarmanlagen und Türspionen) gefördert. Für die ersten 1000 Euro, die Sie investieren, erhalten Sie einen Zuschuss von 20 Prozent.

Die Produkte "Energieeffizient Sanieren" und "Altersgerecht Umbauen" sind miteinander kombinierbar. Wichtig ist, dass Sie die Förderanträge vor Beginn des Bauvorhabens stellen und die technischen Anforderungen der KfW-Bank genau einhalten.

Checkliste: 

  • Die KfW-Förderung "Energieeffizient Sanieren" und/oder "Altersgerecht Umbauen" wurden geprüft.
  • Der Antrag wurde vor Beginn des Bauvorhabens gestellt.
  • Die KfW-Anforderungen sind genau eingehalten.
  • Die Haus- oder Außentür hat einen Ud-Wert von maximal 1,3 W.