Finfluencer:innen auf Social Media, Datenkraken im Internet und Fake-Shops beim Online-Einkauf: Schon junge Menschen sind aktive Verbraucher:innen. Um sie frühzeitig in die Lage zu versetzen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, braucht es starke Verbraucherbildung. Am 23. März zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband Schulen aus, die Kinder und Jugendliche auf ihr Handeln als Verbraucher:innen vorbereiten. In diesem Jahr geht die Auszeichnung auch an zehn Schulen aus Baden-Württemberg.
„Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch auf gute Verbraucherbildung, die frei von wirtschaftlichen Interessen und unabhängig von Unternehmen ist“ so Dr. Eckhard Benner von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Die Auszeichnung Verbraucherschule, die bereits zum achten Mal vergeben wird, steht unter Schirmherrschaft von Bundesverbraucherschutzministerin Dr. Stefanie Hubig und wird in den Kategorien Gold, Silber und Bronze verliehen. Gefragt sind Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum. Diese Schulen aus Baden-Württemberg überzeugten die Jury:
- Albert-Schweitzer-Gymnasium, Crailsheim, Verbraucherschule Gold
- Gymnasium Münsingen, Münsingen, Verbraucherschule Gold
- Helmut-Rau-Schule, Mainhardt, Verbraucherschule Gold
- Realschule Kollnau, Waldkirch, Verbraucherschule Gold
- Benedikt Maria Werkmeister Gymnasium, Neresheim, Verbraucherschule Bronze
- Dammrealschule, Heilbronn, Verbraucherschule Bronze
- Realschule Donaueschingen, Donaueschingen, Verbraucherschule Silber
- Realschule Gosheim-Wehingen, Wehingen, Verbraucherschule Bronze
- Realschule Rottweil, Rottweil, Verbraucherschule Silber
- Schlossbergschule Vaihingen an der Enz, Vaihingen an der Enz, Verbraucherschule Silber
Mehr zu den Maßnahmen der Preisträger:innen erfahren Sie hier.
Am 23. März zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband 121 Schulen aus 15 Bundesländern aus. Die Verbraucherschulen erreichten in den Schuljahren 2023/2024 und 2024/2025 mehr als 68.000 Schüler:innen – so viele wie nie zuvor.
Der Verbraucheralltag von Kindern und Jugendlichen ist sehr komplex. Verbraucherbildung ermöglicht den Erwerb von wichtigen Kompetenzen und ermöglicht es jungen Menschen, sich kritisch mit dem Verhalten von Unternehmen auseinanderzusetzen. Erst im vergangenen Jahr hat die Bildungsministerkonferenz ihre Empfehlung dazu, wie Verbraucherbildung an Schulen umgesetzt werden sollte, aktualisiert.
Netzwerk Verbraucherschule unterstützt Lehrkräfte
Insgesamt 500-mal wurde die Auszeichnung Verbraucherschule bereits vergeben. Das Netzwerk Verbraucherschule unterstützt Lehrkräfte mit Fortbildungen und weiteren Angeboten. Das Ziel: Verbraucherthemen an Schulen in den Fokus rücken. Seit dem Start der Online-Fortbildungen im Jahr 2020 haben sich mehr als 2.750 Teilnehmende über Verbraucherthemen und Unterrichtsideen informiert. Doch die Finanzierung des Bildungsangebots ist nur bis Ende 2026 gesichert. Die Verbraucherzentrale appelliert an die Bundesregierung, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und die Finanzierung der Verbraucherschule dauerhaft zu sichern.
Weitere Informationen zur Auszeichnungsveranstaltung finden Sie hier: https://www.vzbv.de/termine/auszeichnung-verbraucherschule-2026