Kosten und Förderung: Womit muss ich bei einer Wärmepumpe rechnen?

Stand: 17. April 2026

Wärmepumpen schonen die Umwelt und können Heizkosten senken. Doch wie hoch sind die regelmäßigen Wartungskosten, wie viel Strom verbrauchen sie und welche Fördermittel gibt es? Die Verbraucherzentralen geben Ihnen einen klaren, praxisnahen Überblick für Ihre Planung und Entscheidung.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vergünstigte Wärmepumpen-Stromtarife können Kosten senken.
  • Die Wartungskosten bei Wärmepumpen sind moderat. Sie liegen zwischen 150 und 300 Euro jährlich.
  • Der Stromverbrauch hängt vom Gebäude, vom Modell und der Jahresarbeitszahl ab.
  • Bund, Länder und Kommunen bieten Fördermittel. Den Antrag sollten Sie stellen, bevor Sie mit der Maßnahme beginnen.

Mit welchen regelmäßigen Kosten muss ich bei einer Wärmepumpe rechnen? 

Die Wartungskosten sind bei reinen Wärmepumpen geringer als bei anderen Heizungen. Empfohlen werden für alle Wärmepumpen jährlich bis alle zwei Jahre eine Kontrolle der mechanischen Bauteile und die Überprüfung von Dichtheit, Druck und Temperatur.

Für diese Routineaufgaben und -maßnahmen müssen Sie jährlich mit etwa 150 bis 300 Euro rechnen. Hinzu kommen Arbeits- und Fahrtstunden des Fachbetriebs. Der Besuch des Schornsteinfegers entfällt bei reinen Wärmepumpensystemen komplett. 

Viele Betriebe bieten einen Vollwartungsvertrag zu Festpreisen an. Prüfen Sie bei solchen Angeboten genau, ob die vorgeschriebenen und empfohlenen Maßnahmen komplett enthalten sind. 

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe? 

Der Stromverbrauch und damit ein großer Teil der Betriebskosten hängen von vielen Faktoren ab. Dazu zählen neben dem gewählten Modell etwa die Außentemperaturen, der energetische oder Sanierungszustand des Gebäudes und die Anpassung der Wärmequelle an Ihren tatsächlichen Heizbedarf. Dementsprechend variieren die Werte stark. 

Einen Richtwert für Ihre Stromkosten erhalten Sie wie folgt: Entnehmen Sie zum Beispiel Ihrer bisherigen Öl- oder Gasrechnung Ihren Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Bei Gas steht ein Wert in dieser Einheit auf der Rechnung, beim Öl müssen Sie die Zahl der Liter noch mit zehn malnehmen, um einen ungefähren Kilowattstundenwert zu erhalten. 

Weitere Wege, Ihren Heizbedarf annäherungsweise zu ermitteln, finden Sie im Internet. Teilen Sie nun Ihren Verbrauch durch die erwartete Jahresarbeitszahl – und erhalten Sie so einne grobe Abschätzung für den voraussichtlichen Stromverbrauch für die Wärmepumpe. 

Schließen Sie für die Wärmepumpe einen geeigneten Stromvertrag ab. Es gibt extra vergünstigte Wärmepumpen-Stromtarife. Hier kommen noch ein monatlicher Grundpreis und die einmaligen Kosten für einen zweiten Zähler hinzu. Wie beim Haushaltsstrom gilt aber auch hier: verfügbare Angebote gut prüfen und vergleichen, um langfristig günstige Preise zu zahlen. 

Gibt es Fördermittel für Wärmepumpen? 

Wärmepumpen werden vom Bund über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), über die Landesprogramme und von einigen Kommunen gefördert. Nähere Informationen zu Förderprogrammen, wenn Sie mit erneuerbaren Energien heizen wollen, finden Sie im verlinkten Artikel. 

Voraussetzung für viele Förderungen ist ein bestimmtes Maß an Effizienz der Anlage. Für eine Förderung durch die KfW müssen neben Anforderungen an die Effizienz auch Anforderungen an die Geräuschemissionen erfüllt werden. Luft-Wasser-Wärmepumpen werden von der KfW nur dann gefördert, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB niedriger liegen als die Geräuschemissionsgrenzwerte für Wärmepumpen der EU. Zur Übersicht welche Wärmepumpen alle Voraussetzungen erfüllen, hat das BAFA eine Liste der förderfähigen Wärmepumpen zusammengestellt. 

Wichtig: Anträge müssen immer vor Beginn einer Maßnahme gestellt werden. Informieren Sie sich also rechtzeitig über die passende Förderung und mögliche Kombinationen. Hilfestellung dabei gibt zum Beispiel die Energieberatung der Verbraucherzentralen.

Unsere Angebote zum Thema

Gesundes Raumklima

Wie wir heizen und lüften, ist für unser Wohlbefinden von großer Bedeutung. Denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit entscheiden maßgeblich darüber, wie wohl wir uns in geschlossenen Räumen fühlen. Durch bewusstes Heizen und Lüften lassen sich auch Schimmelpilze wirksam vermeiden.

in unseren Beratungsstellen
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Telefonische Beratung, Beratung per E-Mail, Andere

Energieberatung für Wohnungseigentümergemeinschaften

Sie haben eine Wohung in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), planen eine Sanierung oder denken über den Tausch einer Heizung nach? Solche Entscheidungsprozesse in WEGs sind oft komplex. Das Beratungsangebot der Energieberatung hilft unabhängig und individuell den Weg zur energetischen Sanierung aufzuzeigen.

in unseren Beratungsstellen
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Beratung per E-Mail, Andere, Videoberatung

Energierecht

Ist die Stromrechnung zu hoch? Sie haben Ärger mit dem Energieversorger? Suchen Sie einen neuen Anbieter für Gas oder Strom? Oder haben Sie Fragen zur Energieabrechnung? Dann hilft Ihnen unser Beratungsangebot rund um das Thema Energie.

in unseren Beratungsstellen
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Videoberatung, Telefonische Beratung, Schriftliche Online-Beratung

Neue Heiztechnik

Etwa 70 Prozent aller Heizungen in Deutschland gelten als veraltet. Gehört Ihre Heizung auch dazu, kostet Sie das viel Geld und schmälert Ihren Wohnkomfort. Auch die Umwelt leidet unter dem unnötigen Energieverbrauch und den hohen CO2-Emissionen.

in unseren Beratungsstellen
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Telefonische Beratung, Beratung per E-Mail, Andere

Erneuerbare Energien

Mit erneuerbaren Energien lassen sich nicht nur klimaschädliche CO2-Emissionen reduzieren, sie machen uns auch unabhängiger von der Preisentwicklung auf den internationalen Energiemärkten. Wir zeigen Ihnen, was sich lohnt und wie Sie Sie Ihren Energiemix ganz individuell zusammenstellen.

in unseren Beratungsstellen
Beratungsart: Persönlich vor Ort, Telefonische Beratung, Beratung per E-Mail, Andere