Das Wichtigste in Kürze:
- Vergünstigte Wärmepumpen-Stromtarife können Kosten senken.
- Die Wartungskosten bei Wärmepumpen sind moderat. Sie liegen zwischen 150 und 300 Euro jährlich.
- Der Stromverbrauch hängt vom Gebäude, vom Modell und der Jahresarbeitszahl ab.
- Bund, Länder und Kommunen bieten Fördermittel. Den Antrag sollten Sie stellen, bevor Sie mit der Maßnahme beginnen.
Mit welchen regelmäßigen Kosten muss ich bei einer Wärmepumpe rechnen?
Die Wartungskosten sind bei reinen Wärmepumpen geringer als bei anderen Heizungen. Empfohlen werden für alle Wärmepumpen jährlich bis alle zwei Jahre eine Kontrolle der mechanischen Bauteile und die Überprüfung von Dichtheit, Druck und Temperatur.
Für diese Routineaufgaben und -maßnahmen müssen Sie jährlich mit etwa 150 bis 300 Euro rechnen. Hinzu kommen Arbeits- und Fahrtstunden des Fachbetriebs. Der Besuch des Schornsteinfegers entfällt bei reinen Wärmepumpensystemen komplett.
Viele Betriebe bieten einen Vollwartungsvertrag zu Festpreisen an. Prüfen Sie bei solchen Angeboten genau, ob die vorgeschriebenen und empfohlenen Maßnahmen komplett enthalten sind.
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?
Der Stromverbrauch und damit ein großer Teil der Betriebskosten hängen von vielen Faktoren ab. Dazu zählen neben dem gewählten Modell etwa die Außentemperaturen, der energetische oder Sanierungszustand des Gebäudes und die Anpassung der Wärmequelle an Ihren tatsächlichen Heizbedarf. Dementsprechend variieren die Werte stark.
Einen Richtwert für Ihre Stromkosten erhalten Sie wie folgt: Entnehmen Sie zum Beispiel Ihrer bisherigen Öl- oder Gasrechnung Ihren Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Bei Gas steht ein Wert in dieser Einheit auf der Rechnung, beim Öl müssen Sie die Zahl der Liter noch mit zehn malnehmen, um einen ungefähren Kilowattstundenwert zu erhalten.
Weitere Wege, Ihren Heizbedarf annäherungsweise zu ermitteln, finden Sie im Internet. Teilen Sie nun Ihren Verbrauch durch die erwartete Jahresarbeitszahl – und erhalten Sie so einne grobe Abschätzung für den voraussichtlichen Stromverbrauch für die Wärmepumpe.
Schließen Sie für die Wärmepumpe einen geeigneten Stromvertrag ab. Es gibt extra vergünstigte Wärmepumpen-Stromtarife. Hier kommen noch ein monatlicher Grundpreis und die einmaligen Kosten für einen zweiten Zähler hinzu. Wie beim Haushaltsstrom gilt aber auch hier: verfügbare Angebote gut prüfen und vergleichen, um langfristig günstige Preise zu zahlen.
Gibt es Fördermittel für Wärmepumpen?
Wärmepumpen werden vom Bund über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), über die Landesprogramme und von einigen Kommunen gefördert. Nähere Informationen zu Förderprogrammen, wenn Sie mit erneuerbaren Energien heizen wollen, finden Sie im verlinkten Artikel.
Voraussetzung für viele Förderungen ist ein bestimmtes Maß an Effizienz der Anlage. Wichtig: Anträge müssen immer vor Beginn einer Maßnahme gestellt werden. Informieren Sie sich also rechtzeitig über die passende Förderung und mögliche Kombinationen. Hilfestellung dabei gibt zum Beispiel die Energieberatung der Verbraucherzentralen.