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Prepaid-Stromzähler: Für wen sie sich lohnen und welche Risiken es gibt

Stand:
Prepaid-Stromzähler funktionieren nach dem Guthabenprinzip: Erst aufladen, dann Strom verbrauchen. Doch wann lohnt sich Prepaid-Strom wirklich? Die Verbraucherzentralen erklären, für wen ein Prepaid-Stromtarif sinnvoll sein kann – und welche Nachteile Verbraucher:innen kennen sollten.
Prepaid-Stromzähler mit Schlitz, um Prepaid-Karte einzustecken

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit Prepaid-Stromzählern kaufen Verbraucher: innen ein Guthaben für Strom, welches sie dann aufbrauchen können.
  • Sinnvoll sind Prepaid-Stromzähler nur dann, wenn Verbraucher:innen dadurch eine Stromsperre vermeiden können.
  • Der Wechsel des Stromanbieters ist mit Prepaid-Stromzählern schwieriger.
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Wie funktioniert ein Prepaid-Stromzähler?

Bei einem Prepaid-Stromzähler erwerben Sie ein Guthaben beim Stromversorger, ähnlich einem Prepaid-Tarif bei einem Mobilfunkanbieter. Dafür gibt es unterschiedliche Bezahlwege.

Bei vielen Stromversorgern wird über eine App bezahlt, bei manchen kann an Kassenautomaten ein Guthabencode erworben werden, der am Stromzähler eingegeben wird.

Wo kann ich einen Tarif mit Prepaid-Strom bekommen?

Es gibt aktuell keinen Stromversorger, der Prepaid-Strom deutschlandweit für alle Verbraucher:innen anbietet. Prepaid-Strom wird regional von einigen Stromversorgern angeboten, insbesondere von Grundversorgern.

Falls Sie Interesse an einem Prepaid-Tarif haben, sollten Sie sich zunächst bei Ihrem Grundversorger vor Ort erkundigen, ob dieser einen solchen Tarif im Angebot hat.

Welche Vorteile hat ein Prepaid-Stromzähler?

  • Ein Vorteil von Prepaid-Stromzählern ist, dass Sie einen besseren Überblick über den eigenen Verbrauch und die eigenen Kosten erhalten.
  • Da Strom nur mit vorhandenem Guthaben genutzt wird, können sich keine laufenden Zahlungsrückstände ansammeln. Zusätzliche Kosten etwa für Mahnungen oder Inkasso lassen sich so vermeiden.
  • Einige Energieversorger setzen Prepaid-Stromzähler als Alternative ein, um eine Stromsperre wegen offener Rechnungen abzuwenden.
  • Einen Vertrag mit Prepaid–Stromzähler gibt es meist auch bei einem negativen Schufa-Eintrag.

Welche Nachteile hat ein Prepaid-Stromzähler?

  • Ein Nachteil von Prepaid-Stromzählern ist, dass der erneute Wechsel des Stromversorgers oft schwerer ist und länger dauert, weil erst ein Austausch des Prepaid-Stromzählers erforderlich ist.
  • Wenn Sie vergessen, das Guthaben rechtzeitig wieder aufzuladen, besteht außerdem die Gefahr, dass die Stromversorgung unterbrochen wird.
  • Manche Anbieter behalten zudem einen Anteil für Schulden ein, die vor der Einrichtung des Prepaid-Stromzählers entstanden sind.
  • Auch finanziell rechnet sich der Prepaid–Tarif überwiegend nicht, denn viele Neukundentarife anderer Anbieter sind oft günstiger.

FAQ: Digitale Stromzähler und Prepaid-Strom 

Wie kann ich den Zählerstand auf einem digitalen Stromzähler ablesen?

Bei einem digitalen Stromzähler wird der Zählerstand auf dem Display angezeigt. Maßgeblich für die Stromabrechnung ist der angezeigte kWh-Zählerstand.

Wann wird ein digitaler Stromzähler Pflicht?

Der Austausch alter Stromzähler erfolgt schrittweise im Rahmen der Energiewende. Bis Ende 2032 soll der flächendeckende Einbau vollendet sein. In vielen Haushalten ist der Einbau bereits Pflicht, etwa bei Neubauten oder größeren Renovierungen.

Wie funktioniert ein Prepaid-Stromzähler?

Bei einem Prepaid-Stromzähler laden Verbraucher:innen zuerst ein Guthaben auf und verbrauchen anschließend Strom, bis dieses aufgebraucht ist. Das Aufladen erfolgt meist per App, online oder über einen Guthabencode. Ist das Guthaben verbraucht, wird die Stromversorgung automatisch unterbrochen.

Was kostet ein Prepaid-Stromtarif?

Ein Prepaid-Stromtarif hat keinen festen, einheitlichen Preis. Die Kosten setzen sich aus dem Strompreis pro Kilowattstunde (kWh) und einer Grundgebühr zusammen. Häufig sind Prepaid-Tarife teurer als reguläre Stromtarife.

Was kostet ein Prepaid-Stromzähler?

Das kann unterschiedlich sein. Die Kosten für den Ein- und Ausbau können je nach Messstellenbetreiber variieren, soweit sie als Zusatzkosten im Preisblatt aufgenommen sind.

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