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Für wen kann sich die Riester-Rente lohnen?

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Die Riester-Rente ist für die meisten eine gute Möglichkeit, privat fürs Alter vorzusorgen – insbesondere für Familien mit Kindern, Geringverdiener und gut verdienende Singles.

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Für Familien mit Kindern lohnen sich vor allem die Zulagen, auf die unabhängig von Einkommen Anspruch besteht. Einer Familie mit zwei vor 2008 geborenen Kinder stehen 678,00 Euro direkte staatliche Förderung zu. Sind die Kinder ab 2008 geboren liegt der Anspruch sogar bei 908,00 Euro. Durch die Zulagen reduziert sich der Sparbeitrag – der so genannte Mindesteigenbeitrag – der aus eigenen Mitteln aufgewendet werden muss, erheblich. Je nach steuerlicher Situation kann es allerdings sinnvoll sein, dass nur ein Ehepartner einen Riester-Vertrag abschließt, auf den die Kinderzulagen fließen.

Auch für Geringverdiener ohne Kinder, deren geringfügige Beschäftigung nur kurz- oder mittelfristig angelegt ist, kann die Riester-Rente interessant sein. Aufgrund des geringen Einkommens ist der Mindesteigenbeitrag niedrig. Die Zulage in Höhe von 154,00 Euro gibt es auf jeden Fall. Wer allerdings dauerhaft geringfügig beschäftigt ist, wird im Alter auch nur eine geringe gesetzliche Rente erhalten, die unter Umständen unterhalb der so genannten Grundsicherung liegt. Für zusätzliche staatlich geförderte Altersvorsorge (betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente) wird mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz ein Freibetrag eingeführt, der ab 2018 gilt. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird die Hälfte des Regelbedarfs für Alleinstehende (Stand 2017: 204,50 Euro) nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet.

Der Abzug von Sonderausgaben bis maximal 2.100,00 Euro für unmittelbar Förderberechtigte macht sich vor allem für gut verdienende Singles bemerkbar. Wer den höchsten Grenzsteuersatz bezahlt, für den fällt der Steuervorteil durch den Abzug entsprechend hoch aus und macht den wesentlichen Anteil der Förderung aus.