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Die elektronische Gesundheitskarte

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es gelten nur die elektronischen Gesundheitskarten als Versicherungsnachweis für gesetzlich Krankenversicherte.
  • Auf der Karte befinden sich bisher nur Stammdaten des Versicherten. Weitere Funktionen sind in Planung.
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    elektronische Gesundheitskarte
    Bundesministerium für Gesundheit
    www.bundesgesundheitsministerium.de/egk

    Welche Daten werden auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert?

    Die elektronische Gesundheitskarte ist vor allem am Foto des Versicherten zu erkennen. Damit soll verhindert werden, dass unbefugte Personen ärztliche Leistungen missbräuchlich in Anspruch nehmen.

    Als Versicherungsnehmer sind Sie grundsätzlich dazu verpflichtet, Ihrer Krankenkasse ein Foto zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie kein aktuelles Foto zu Hand haben, fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob Sie zum Beispiel das Foto per Internet übermitteln können oder ob es in Geschäftsstellen der Kasse die Möglichkeit gibt, kostenlos ein Foto zu erstellen.

    Kinder unter 15 Jahren und Versicherte, die an der Erstellung eines Fotos nicht mitwirken können, zum Beispiel bettlägerige Personen und Personen in geschlossenen Einrichtungen, benötigen kein Foto auf ihrer elektronischen Gesundheitskarte. Betroffene Versicherte oder deren Angehörige sollten sich mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.

    Auf der Karte befinden sich ansonsten nur die so genannten Stammdaten des Versicherten (Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus) und keine Gesundheitsdaten.

    Auf der Rückseite ist die Europäische Krankenversichertenkarte aufgedruckt. Diese gilt bei Krankheit in allen 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Darüber hinaus auch in Mazedonien, Montenegro, Serbien und Kroatien. Eine Länderübersicht bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland.

    Weitere geplante Optionen für die Karte sind Folgende:

    • die Aktualisierung der Versichertenstammdaten über die Arztpraxis
    • die Speicherung von Notfalldaten
    • das elektronische Rezept
    • eine eventuelle Organspendeerklärung
    • die Einführung eines elektronischen Medikationsplans
    • der elektronische Arzt- und Entlassbrief
    • die Hinterlegung von Informationen zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
    • die elektronische Patientenakte

    Mit dem am 11.5.2019 in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz sind die Krankenkasse ab Januar 2021 verpflichtet, allen Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen. Es können dann vorhandene Dokumente (Notfalldaten, Medikationsplan) auf der elektronischen Krankenversichertenkarte bereitgestellt werden.
    Mit der neuen Funktion sollen auch eigene Anwendungen (Blutzuckermessungen) und ein Abruf eigener Daten außerhalb der Arztpraxis möglich sein.

    Bei den zusätzlich geplanten digitalen Speicheroptionen von Gesundheitsdaten und Anwendungen handelt es sich um freiwillige Zusatzfunktionen.

    Falls Sie Ihren Arzt aufsuchen und die elektronische Gesundheitskarte nicht dabei haben oder Ihre alte Karte nicht akzeptiert wird, kann eine Behandlung trotzdem durchgeführt werden.
    Sie können dann innerhalb von zehn Tagen einen gültigen Versicherungsnachweis nachreichen. Danach darf der Arzt Ihnen seine Leistung privat in Rechnung stellen. Aber selbst dann bekommen Sie das Geld zurück, wenn Sie bis zum Quartalsende Ihre Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse belegen können.