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Schlank im Schlaf

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Diese Diät basiert auf den Prinzipien der Insulin-Trennkost und einem festgelegten Mahlzeitenrhythmus. Dieses Abnehmkonzept von Dr. Detlef Pape basiert auf der Theorie der Insulinresistenz und sieht ständig erhöhte Blutzuckerspiegel als Ursache des Übergewichts. Durch eine möglichst geringe Insulinausschüttung soll das Gewicht reduziert werden. Zusätzlich ist Sport nötig, um dem Muskelabbau vorzubeugen.

 

Die zugrundliegende Theorie

Isst man viele Kohlenhydrate, steigt der Blutzuckerspiegel. Es wird Insulin ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel zu senken und das Speichern von Fetten zu fördern.

Durch die spezielle Form der Ernährung soll der Insulinspiegel niedrig gehalten werden, was wiederum die Fettverbrennung fördern soll.

Durch den Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend soll in der Nacht die sogenannte Insulinantwort reduziert sein, so dass der Körper zur Energiegewinnung auf die Fettdepots zurückgreifen kann. Laut Pape sollen so jede Nacht 70 bis 100 g Fett verbrannt werden können.

Wissenschaftliche Studien mit hoher Evidenz zu diesem Konzept gibt es nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht. Für Gesunde ist das Einsparen von Kalorien zur Gewichtsabnahme entscheidend, nicht aber, ob es sich um eine Low-carb- oder eine  Low-fat-Diät handelt.

 

Um das zu erreichen, dürfen nur drei Mahlzeiten am Tag gegessen werden, zwischen denen mindestens 5 Stunden Pause ohne Essen liegen müssen. Zum Frühstück sind nur Kohlenhydrate und Fett (kein Eiweiß wie Milch, Käse, Wurst, Ei) erlaubt, zum Mittagessen normale Mischkost mit Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Das Abendessen darf nur Eiweiß und Fett (kein Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst) enthalten und sollte zwischen 17 und 19 Uhr eingenommen werden, um eine möglichst lange "Nachtphase" (zum Fettabbau) zu erreichen. Durch die große Eiweißmenge (BMI x 1,5) wird eine gute Sättigung erreicht.

Zwischenmahlzeiten (auch Obst oder Gemüse) sind nicht erlaubt; vielmehr soll man sich bei den drei Mahlzeiten satt essen. Wer nicht satt wird, sollte mehr Gemüse und Salat essen, keinesfalls aber die Kohlenhydratmenge (Brot, Nudeln, Kartoffeln) erhöhen. Obst darf nur morgens oder mittags während der Mahlzeiten gegessen werden.

Getrunken werden 1,5-2,5 Liter, bei Heißhunger ist Brühe zwischendurch erlaubt.

Um abends trotzdem Brot essen zu können, wurde ein Eiweißbrot entwickelt. Varianten des Eiweißbrots werden inzwischen von vielen Bäckereien angeboten.

Wichtig ist zusätzlicher Ausdauersport und Muskeltraining. Ideal ist eine Sporteinheit vor dem Frühstück und eine abends.

So können circa 1 Kilogramm pro Monat abgenommen werden.

Unsere Bewertung

Den größten Einfluss auf die Gewichtsabnahme hat der geringere Energiegehalt dieser Kostform. Im Schnitt werden durch den Verzicht sowohl auf die Kohlenhydrate am Abend als auch die Zwischenmahlzeiten etwa 500 Kilokalorien (kcal) pro Tag weniger gegessen. Bekannt ist, dass eine längere Zeit (3-4 Stunden) zwischen Abendessen und Nachtschlaf den Melatoninspiegel erhöht und damit für einen tieferen Schlaf sorgt. Auch weiß man, dass zu wenig Schlaf dazu beiträgt, dass Übergewicht entsteht.

Die Diät "Schlank im Schlaf" ist grundsätzlich weder gefährlich noch ungesund, wenn die Regeln eingehalten werden. Die hinter dem Konzept stehenden Thesen sind wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen bzw. stark vereinfacht. Es gibt keine qualitativ guten wissenschaftlichen (kontrollierten) Studien dazu. Außerdem fehlt eine fachliche Begleitung hinsichtlich der tatsächlichen Lebensmittelauswahl und -menge.

Die Verhaltensvorgaben sind recht rigide; dass Essverhalten wird stark kontrolliert. Das kann in Krisensituationen ins Gegenteil umschlagen; außerdem können sich durch die starke Kontrolle Essstörungen entwickeln. Ausreichend Schlaf ist bei der Gewichtsreduktion auf jeden Fall hilfreich. Positiv wäre es, wenn auch nach Beendigung der Diät das Bewegungsverhalten beibehalten würde.