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Reise-Ärger und Urlaubsabzocke vermeiden

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So vermeiden Sie Ärger in der schönsten Jahreszeit: der Urlaubszeit
Mann stützt sich den Kopf auf die Hände am Strand
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Richtig planen

Vor jeder Reise ist die Planung das Wichtigste. Wer eine Reise bucht, sollte sich im Vorfeld genau überlegen, wie der Urlaub aussehen  soll. Insofern ist entscheidend, ob man eher der Sport- und Freizeittyp ist oder ob man kulturelle Ziele besuchen will. Mit diesen Rahmendaten kann dann gezielt eine Reise in seiner Wunschregion gesucht bzw. durch das Reisebüro zusammengestellt werden.

Richtig buchen

Um den Urlaub auch richtig genießen zu können, sollten die Wege vom Flughafen oder Bahnhof zum eigentlichen Urlaubsziel oder Hotel nicht zu weit sein. Gerade bei vermeintlichen Schnäppchenreisen fallen Ankunfts- und Abflugzeiten häufig in Randzeiten, so dass man durch die ungünstigen Flugzeiten gerne mal einen Urlaubstag verliert. Auch sollten bei Pauschalreisen Transfers zum Hotel oder Flughafen inkludiert sein.

Ein häufiger Stolperstein bei der Anreise sind außerdem zusammengesetzte Flugreisen, die gerne von Reiseportalen angeboten werden. Bei Verspätungen des ersten Fluges werden Anschlussflüge häufig nicht mehr erreicht und der Urlaub startet gleich mit einem Fiasko. Bei der Reisesuche sollten Sie im Vorfeld gezielt nach Negativbewertungen über Anbieter im Netz suchen und sich die Lage der Unterkunft auf Satellitenkarten ansehen. Nicht selten ist das „strandnahe Hotel“ kilometerweit vom nächsten Strand entfernt und das „ruhige Hotel“ befindet sich direkt in einem Kneipenhotspot.

Auch wichtig zu wissen: Bei der Buchung  im Netz lassen sich Pauschalreisen nicht so gut auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden, da die Urlaubspakete hier meist unveränderbar sind. Möchten Sie einzelne Posten ändern, kommen oft nicht unerhebliche Zusatzkosten auf die Reisenden zu. Dagegen können im stationären Reisebüro Sonderwünsche teilweise ohne Aufpreis berücksichtigt und einzelne Reisebausteine ausgetauscht werden – etwa ein anderes Hotel in der gleichen Kategorie. Reisen sie mit dem Flugzeug, können viele Kostenfallen auf Sie warten: Bei Billig-Airlines sind die Nebenkosten für Gepäck oder Sitzplatzreservierungen häufig teurer als das Ticket selbst.

Andere Airlines bieten mit regulären Tickets diese Nebenleistungen dagegen ohne Aufpreis an. Insbesondere wenn Familien mehr Gepäck haben und im Flieger zusammensitzen  wollen, sollten Sie auf diese Zusatzkosten genau achten. Die Buchung von Zusatzoptionen sollte bei der Ticketbuchung oder online  erfolgen, denn die Buchungen von Zusatzoptionen direkt am Flughafen sind doppelt oder dreimal so teuer.

Fake-Angebote erkennen

Fake-Angebote gibt es auch im Reisebereich immer mehr: nichtexistierende Appartements, Pauschalreisen oder Flüge lassen einem die Lust auf Urlaub fast wieder vergehen. Schon aufgrund der meist hohen Anzahlungen für Reiseangebote ist es wichtig, die vermeintlich guten Angebote genau zu prüfen. Meistens können Sie über eine Internetrecherche zu Erfahrungen mit dem betreffenden Anbieter  feststellen, ob es sich um ein reales oder ein Fake-Angebot handelt. Auch eine Bilderrückwärtssuche gibt oftmals Aufschluss über die  Echtheit eines Angebots.

Privatpersonen als Reiseveranstalter bei Social Media

In jüngster Zeit treten immer mehr Privatpersonen als Reiseveranstalter bei Social Media auf. Gerade in den Sozialen Netzwerken tummeln sich besonders viele unseriöse Anbieter. Wenn Sie also über Soziale Netzwerke buchen, sollten Sie vorsichtig sein. Buchen Sie am besten nur bei renommierten und bekannten Unternehmen. Wenn im Social-Media-Bereich unbekannte, neue Unternehmen oder vielleicht auch Privatpersonen vermeintliche Schnäppchen-Reisen anbieten, sollten Sie skeptisch sein. Häufig ist es bei diesen Privatanbietern so, dass Reisende keinen Reisesicherungsschein erhalten und hohe Anzahlungen leisten sollen. Ganz wichtig: Ohne Reisesicherungsschein darf keine Anzahlung verlangt werden.

Anzahlung und Reisesicherungsschein

Üblich ist bei Pauschalreisen eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent. Voraussetzung ist, dass Reisende einen sogenannten Reisesicherungsschein erhalten – also eine im Reiserecht geregelte Bestätigung über die Absicherung einer getätigten Vorauszahlung. Zwar ist eine höhere Anzahlung möglich, doch der Anbieter muss dann begründen können, warum höhere Kosten anfallen. Ohne die Ausstellung eines Reisesicherungsscheins dürfen Anbieter keine Anzahlung fordern. Die Restzahlung ist frühestens 30 Tage vor Reisebeginn fällig.

Besondere Reisevoraussetzungen

Bevor es in die Ferien gehen kann, sollten Sie sich genau informieren, welche weiteren Voraussetzungen Sie als Reisende erfüllen müssen: Prüfen sie etwa, ob Ihr Reisepass noch ausreichend lang gültig ist oder ob Ihr Reiseland ein Visum (auch bei einem Umstieg) oder bestimmte Impfungen voraussetzt. Informationen über die Sicherheitslage im Reiseland finden Sie auf der Website das Auswärtigen Amts.

Ärgernis Mietwagenabzocke

Am besten buchen Sie ein Mietauto noch in Deutschland vor Ihrem Urlaub. Denn vor Ort sind die Konditionen meist deutlich schlechter.  Gewusst wie: Wenn Sie bereits in Deutschland eine (Voll-)Kaskoversicherung bezahlt haben, müssen Sie diese nicht noch einmal im Reiseland leisten. Sollte es nach Ihrer Buchung dann am Reiseort vorkommen, dass der Anbieter Ihnen das Fahrzeug nur gegen eine zusätzliche Gebühr herausgeben will, sollten Sie den Anbieter in Deutschland und notfalls die Polizei kontaktieren.

Weitere Informationen gegen Reise-Ärger finden Sie hier:

Stapel mehrerer Euromünzen

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