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Finanzinformationen im Netz: Zwischen Aufklärung und Abzocke

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Schnell verfügbare Lösungen für einfaches Anlegen: Das Internet verspricht oft den problemlosen Zugang zu Geldanlageprodukten ohne große und vor allem bürokratische Hürden. Doch häufig fangen die Probleme damit erst an.
Die schnelle und unproblematische Verfügbarkeit von beispielsweise Sofortkrediten funktioniert sehr gut und fast ausschließlich im Online-Vertrieb.
  • Im Internet gibt es alle Varianten von Finanzinformationen und Finanzvertrieben: Von seriösen Informationen bis hin zur Abzocke.
  • Sich in dem Dschungel zurecht zu finden, ist herausfordernd. Vertrauensvorschüsse werden oft bestraft.
  • Vergleichsportale sind nicht objektiv und neutral.
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Jeder kennt Sie: die Werbung für Finanzdienstleistungen. War Herr Kaiser noch offensichtliche eine Werbefigur für die Hamburg Mannheimer, die zwischen den Mainzelmännchen den Menschen zuwinkte, so ist Werbung von Informationen heute deutlich schlechter zu unterscheiden. Vergleichsportale bieten zum Beispiel keinen neutralen marktumfassenden Überblick. Dahinter liegt ein Geschäftsmodell. Die Portale listen nur ausgewählte Anbieter, die für Vertragsabschlüsse Provisionen zahlen.

Was steckt hinter den Maschen?

Es geht ums Geld verdienen. Egal in welcher Form, es steckt ein Geschäftsmodell dahinter. Kostenlose Seminare sind nur der Türöffner, um ein kostenpflichtiges Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen. Es wird Angst oder Gier geschürt, die die Teilnehmenden zum Kaufe weiterer Produkte des Anbieters bewegen soll.  

Dank ausgefeilter Marketingstrategien werden Coachings, Mentorings oder Trading-Strategien teuer verkauft. Ebenso einzelne Produkte, wie kostspielige aber nicht bedarfsgerechte Versicherungen. Die Anbieter werben mit kostenfreier Beratung, obwohl provisionsabhängiger Vertrieb dahintersteckt. Werbung für Finanzprodukte jeglicher Art ist oft nur unzureichend gekennzeichnet. Die finanziellen Interessen des Anbieters damit nicht immer erkennbar. 

Wie erkennen Verbraucherinnen und Verbraucher die Tricks?

Oft ist die Absicht der Finanzdienstleister nicht sofort erkennbar. Geht man auf die Webseite der Anbieter, so kann man im Impressum schon einmal feststellen, ob es sich um Vermittler handelt oder wo der Firmensitz liegt. Um Anbieter aus Dubai oder anderen weit entfernten Ländern sollten Verbraucherinnen und Verbraucher einen weiten Bogen machen. 
Gern wird von unseriösen Anbietern eine traurige Lebensgeschichte gesponnen, um potentielle Kundinnen und Kunden für sich zu gewinnen. 

Schnelle Gewinnversprechen und die Aussicht auf großen Reichtum sind immer unseriöse Versprechen. Intransparenz des eigenen Geschäftsmodells und der Kosten sind immer ein Grund, das Angebot nicht zu verfolgen. 

Das Angebot, einer kleinen Gruppe von Insidern beizutreten, ist nur ein Trick, um in Verbraucherinnen und und Verbrauchern den Wunsch des Dabeiseinwollens zu wecken. Seriöse Anbieter, wie zum Beispiel Thomas Kehl von Finanzfluss, moderieren keine WhatsApp oder Telegram- Gruppen mit Aktienempfehlungen. Finger weg von solchen konkreten Empfehlungen.

So sollten Interessierte handeln:

  1. Informieren Sie sich unabhängig und neutral.
  2. Erst die Kosten und das Geschäftsmodell klären.
  3. Nicht von Gier, Angst oder der Angst, etwas zu verpassen leiten lassen.
Förderlogo des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
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