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Milka-Osterkörbe: Fake-Gewinnspiel auf WhatsApp

Stand:
Haben auch Sie eine WhatsApp-Nachricht mit dem Hinweis auf ein Milka-Gewinnspiel zu Ostern bekommen? Klicken Sie nicht auf den Link - auch wenn er von Freund:innen kommt! Denn das Gewinnspiel ist nicht echt, es ist eine Betrugsmasche.
Screenshot von der WhatsApp-Nachricht zum Fake-Gewinnspiel von Milka

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf WhatsApp werden Links zu angeblichen Milka-Gewinnspielen geteilt.
  • Über den Link bekommen Sie aber keine schokoladigen Osterkörbe, sondern im schlimmsten Fall schädliche Apps.
  • Tippen Sie gar nicht erst auf den Link! Wir erklären, was zu tun ist, wenn Sie schon auf den Betrug hereingefallen sein sollten.
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Ein Osterkörbchen von Milka gewinnen? Diese WhatsApp-Nachricht kommt gerade recht – zumal Ferrero derzeit massenhaft Produkte zurückruft. Leider ist das vermeintliche Gewinnspiel nicht echt, sondern nur eine böse Falle. Ignorieren Sie die Nachricht also - selbst wenn Sie von guten Freund:innen oder Familienmitgliedern geschickt wurde.

So funktioniert das Fake-Gewinnspiel

In der Nachricht gibt es einen Link, den Sie öffnen sollen, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Auffällig: Die Internet-Adresse endet auf .ru – Russland. Die russische Adresse ist ein erstes Anzeichen dafür, dass es sich nicht um ein seriöses Gewinnspiel für den deutschen Markt handelt.

Was passiert, wenn Sie auf den Link tippen, hat mimikama.at ausprobiert:

  1. Es öffnet sich eine Internetseite, auf der Sie Fragen zu Milka beantworten sollen.
  2. Sie sollen die Nachricht an andere WhatsApp-Kontakte weiterleiten – denn nur so können Sie angeblich gewinnen. Aus diesem Grund haben auch Sie die Nachricht Ihres WhatsApp-Kontakts bekommen. Informationen und Tipps zu Kettenbriefen finden Sie in einem eigenen Artikel.
  3. Tippen Sie auf "Abschließen", gibt es nicht die erhoffte Schokolade. Mimikama berichtet von Aufforderungen, Apps zu installieren (in denen Kostenfallen und Trojaner stecken). Solche Hinweise oder Popups können auch später immer wieder wie aus dem Nichts auf dem Smartphone erscheinen.
Das sollten Sie bei Virenwarnungen machen:
  • Schließen Sie die Browser-App.
  • Öffnen Sie die Einstellungen Ihres Smartphones.
  • Tippen Sie auf den Punkt "Anwendungen" (bei manchen Geräten heißt der auch "Anwendungsmanager", "Apps" oder so ähnlich).
  • Suchen Sie die Browser-App, mit der Sie ins Internet gehen und wählen Sie diese aus.
  • Tippen Sie im Bereich "Speicher" auf "Daten löschen". Hinweis: dadurch löschen Sie bereits geöffnete Tabs und möglicherweise gespeicherte Formulardaten.
  • Nutzen Sie verschiedene Browser, wiederholen Sie das Vorgehen sicherheitshalber bei allen anderen Browsern.
  • Solche Anzeigen können auch von Apps ausgelöst werden. Überlegen Sie, ob Sie neue Apps installiert haben, bevor die Nachrichten erschienen sind und löschen Sie die Anwendungen wieder.

Es kann auch sein, dass Sie persönliche Daten eingeben sollen. Diese Daten-Abzocke über falsche Gewinnspiele gibt es schon seit Jahren. Leider sind Kriminelle mit ihrer Masche, Phishing genannt, immer wieder erfolgreich. Warnen Sie also Ihre Kontakte, falls Sie ihnen unseriös-wirkende Nachrichten weiterleiten.

Was tun, wenn Sie auf den Betrug reingefallen sind?

  • Informieren Sie Ihre WhatsApp-Kontakte, an die Sie den Link zum Fake-Gewinnspiel gesendet haben. Warnen Sie Ihre Kontakte und empfehlen Sie, keinesfalls den Link anzuklicken und am Gewinnspiel teilzunehmen.
  • Installieren Sie keinesfalls neue Apps, wenn Sie nach der Teilnahme dazu aufgefordert werden. Bei iPhones geht das in der Regel nicht ohne den App-Store. Und auch bei Android sollten Sie Applikationen nur aus dem PlayStore von Google oder dem Store des Smartphone-Herstellers herunterladen.
  • Folgen Sie keinesfalls einer Anleitung, die Sie dazu auffordert "unbekannte Apps zu installieren" oder die Schutzfunktion für einen Download "aus sicherer Quelle" abzuschalten. Solche Apps können zum Beispiel weitere Daten vom Telefon abgreifen und an Kriminelle senden oder Tausende kostenpflichtige SMS verschicken, ohne dass Sie es merken.
  • Haben Sie bei der Umfrage Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angegeben? Dann stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in Zukunft viele Spam- und Phishing-Mails, SMS und vielleicht auch Anrufe erhalten werden. Wenn es zu viel wird, helfen nur eine neue Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
  • Haben Sie weitere persönliche Angaben gemacht, beispielsweise Ihren Namen oder Anschrift angegeben? Dann informieren Sie die Polizei. Niemand kann vorhersehen, was die Kriminellen mit den Daten anstellen. Ihr Name und Ihre Adresse reichen, um beispielsweise einen Fake-Shop mit falschem Impressum zu betreiben.
  • Haben Sie sogar Ihre Bankdaten wie IBAN oder Kreditkartennummer angegeben? Informieren Sie in diesem Fall Ihre Bank. Sehr wahrscheinlich versuchen die Kriminellen, Geld von Ihrem Konto abzubuchen. Sie sollten außerdem dringend zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.
  • Haben Sie eine neue App installiert, weil Ihnen das von einer Warnmeldung nach Ausfüllen der Umfrage empfohlen wurde? Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus. Dadurch können erst einmal keine weiteren Daten gesendet und empfangen werden. Schauen Sie sich alle installierten Apps an und deinstallieren Sie die neue bzw. die neuen Applikationen. Im schlimmsten Fall hilft nur ein Zurücksetzen des Geräts in den Auslieferungszustand. Außerdem sollten Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter anrufen oder per E-Mail nachfragen, ob ungewöhnliche Kosten entstanden sind und weitere Schritte mit ihm klären.

Auch der Schokoladenhersteller Milka, Medien und die Polizei haben bereits Bezug genommen und vor dem Betrugsversuch gewarnt.