Kostenloses Online-Seminar "Schritt für Schritt zum ETF – So setzen Sie Ihre Anlagestrategie um" am 30. April um 18 Uhr. Jetzt hier anmelden.

Black Friday: Rabatte, die keine sind

Pressemitteilung vom
Vermeintliche Schnäppchen und Fakeshops
Computer mit Onlineshop
Off

Schon weit vor dem offiziellen deutschen “Black Friday” am 24. November versprechen vor allem Online-Anbieter wieder satte Rabatte und rufen auf zur Schnäppchenjagd. Doch vermeintliche Rabatte halten oft nicht, was sie versprechen: Unverbindliche Preisempfehlungen werden als Streichpreis angegeben, um den Nachlass höher erscheinen zu lassen und das Ziel der Preisangabenverordnung zu umgehen. Ein weiteres Problem ist die Zunahme von Fakeshops.


"Singles' Day", "Black Friday", "Cyber Monday" und die "Amazon Prime Days": Jährlich grüßt die Rabattschlacht und verspricht satte Preisreduzierungen. Es gibt auch hierzulande kaum Shops, die dem US-amerikanischen Trend nicht folgen, um den vorweihnachtlichen Verkauf anzukurbeln. Dabei fallen die Rabatte häufig nicht so hoch aus wie es die Anbieter erscheinen lassen. „Preisnachlässe beziehen sich häufig nicht auf einen zuvor verlangten höheren Preis, sondern auf eine unverbindliche Preisempfehlung und erscheinen dadurch deutlich höher, als sie es tatsächlich sind“, sagt Oliver Buttler, Verbraucherrechtsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

„Mit diesem Trick umgehen Anbieter außerdem gesetzliche Regelungen, mit der der Rabattschummelei eigentlich ein Riegel vorgeschoben werden sollte.“ Nach der Preisangabenverordnung muss bei einer Preisermäßigung immer auch der günstigste Preis der letzten 30 Tage angegeben werden. „Unserer Auffassung nach muss sich der Preisnachlass auch auf den günstigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen“, so Buttler weiter. Wird mit Bezug auf die unverbindliche Preisempfehlung geworben, gilt diese Regelung nicht.

Vorsicht vor Fake-Rabatten und Fakeshops

Falsche Rabatte und unnötige Käufe sind nicht das einzige Problem der Rabattaktionstage: Manchmal tummeln sich unter den Online-Shops auch Betrüger, die mit Fakeshops, also gefälschten Internet-Verkaufsplattformen, Online-Einkäufer abzocken wollen. „Seit Jahren nehmen die Fakeshop-Beschwerden zu. Das Problem bei diesen Abzock-Plattformen ist, dass man sie auf den ersten Blick oft nur schwer erkennen kann“, weiß Buttler. Teilweise sind sie Kopien echter Websites oder wirken optisch so seriös, dass sie nur schwer als falsche Online-Shops zu erkennen sind. Auch falsche Bewertungen oder Siegel täuschen eine angebliche Seriosität des Onlinehändlers vor.

Ein weiteres Lockmittel ist der scheinbar besonders günstige Preis des gesuchten Produkts – das es jedoch oftmals gar nicht gibt oder nur als billige Produktkopie. Der kostenlose „Fakeshop-Finder“ der Verbraucherzentralen ist daher eine gute Unterstützung, Fakeshops rechtzeitig zu erkennen. Unter www.vz-bw.de/fakeshopfinder können Verbraucher:innen die Webadresse eines verdächtigen Shops eingeben, um besser einschätzen zu können, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt.

Weitere wichtige Tipps rund um die Schnäppchenjagd an „Black Friday“ und Co. gibt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg auf Ihrer Website unter folgenden Adressen:

6 Tipps für die Schnäppchenjagd bei Rabatt-Aktionen im Online-Handel: www.vz-bw.de/37835

Tipps zu Preisschwankungen: www.vz-bw.de/wasistdeinpreis

Fakeshop-Finder: www.vz-bw.de/fakeshopfinder

Podcast: www.vz-bw.de/node/67121

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Ein Glas cremige Sojamilch steht im Zentrum dieser hellen, minimalistischen Komposition auf einem weißen Stoffuntergrund, während ein darüber balancierter Holzlöffel eine Häufung runder, gelblicher Sojabohnen präsentiert. Die sanfte Beleuchtung in warmen Beigetönen betont die natürliche Textur der Zutaten, die durch weitere dekorativ verstreute Bohnen im weichgezeichneten Hintergrund ergänzt werden.

Mythen, Risiken und Chancen: Soja im Faktencheck

Verbraucherzentralen ordnen Sorgen und Hoffnungen rund um den Verzehr von Soja ein
Schmuckbild

Weitere Rentenfaktorklauseln vor Gericht

Verbraucherzentrale hat Klage gegen Allianz und R+V eingereicht
Eine ältere Frau sitzt im Rollstuhl und wird von einem jungen Mann angeschoben

Pflege zuhause organisieren

Viele Angehörige fühlen sich mit der Pflegesituation zunächst überfordert. Oft unerwartet ist z.B. die Mutter oder der Vater, die Partnerin oder der Partner auf Pflege angewiesen. Was in dieser Situation für alle Beteiligten wichtig ist, erläutern wir in diesem Podcast.
Mehrere Steckdosen in der Wand, teils mit Steckern

Zu hohe Stromkosten? So gelingt der Anbieterwechsel

Verbraucherzentrale erklärt Schritt für Schritt, wie Verbraucher:innen einfach und sicher wechseln können.
Schmuckbild

Doppelter Ärger nach falschem Jobangebot

Ein Verbraucher erhält Rechnungen und Mahnungen für zwei Mobilfunkverträge, die er nicht abgeschlossen hat. Sein Verdacht: Bei einem falschen Bewerbungsgespräch haben Kriminelle seine Daten geklaut.