Kostenloses Online-Seminar "Energiewende für Mieter und WEG-Mitglieder“ am 12. Dezember um 18 Uhr. Jetzt hier anmelden und bequem von zuhause aus teilnehmen. 

Lufthansa muss über Rückerstattung informieren und schneller zahlen

Stand:
LG Köln, Anerkenntnisurteil vom 29.12.2020, Az. 84 O 152/20

Hat die Lufthansa einen Flug annulliert, muss sie über die Alternative einer Rückerstattung des Flugpreises informieren. Darüber hinaus wird untersagt, den Flugprpreis erst nach über 4 Monaten zurückzuzuzahlen.

Landgericht Köln, Anerkenntnisurteil vom 29.12.2020, Az. 84 O 152/20, Urteil ist rechtskräftig

Der Deutschen Lufthansa AG wird durch die eingeleitete Klage der Verbraucherzentrale Baden- Württemberg e.V. untersagt, bei einer vom Unternehmen durchgeführten Annullierung des Fluges aufgrund der aktuell herrschenden Coronavirus-Krise, den Verbraucher nur auf die Möglichkeit einer Umbuchung mit einem Discount von 50 Euro deutlich hinzuweisen, ohne ihn deutlich darüber zu informieren, dass er auch eine Rückerstattung des Flugpreises verlangen kann. Darüber hinaus muss das Unternehmen die Rückzahlung an den Verbraucher innerhalb der 7-Tage-Frist vornehmen und darf damit nicht mehrere Monate warten.

Off

Zwischen dem Luftfahrtunternehmen und dem Verbraucher wurde ein Flugbeförderungsvertrag für den Hin-und Rückflug von Frankfurt nach Dublin Mitte Mai 2020 geschlossen. Mit Schreiben vom 17.04.2020 wurde vom Unternehmen der Flug mit Hinweis auf die aktuelle Coronavirus-Krise annulliert. Darin enthalten ein deutlicher Hinweis auf die Umbuchungsmöglichkeit in allen Tarifen und ein möglicher Discount hierfür von 50 Euro. Jedoch fehlte eine Information darüber, dass auch alternativ die Rückerstattung des Flugpreises geltend gemacht werden kann.

Der Verbraucher forderte das Unternehmen auf, den Flugpreis zu erstatten. Auf diese Möglichkeit hatte das Unternehmen jedoch nur in einer anderen Stelle im Mitgliederbereich hingewiesen. Ein solcher Link auf die Passagierrechte auf der Seite, auf der über die Erstattungsmöglichkeiten informiert wird, reicht jedoch nicht aus, um über die bestehenden Erstattungsmöglichkeiten zu informieren. Die Informationen für eine sachgerechte Entscheidung des Verbrauchers wurden somit nicht klar übermittelt.

Daher wird dem Unternehmer untersagt, nur auf die Möglichkeit der Umbuchung hinzuweisen, ohne über die weiteren Alternativen, wie Flugpreiserstattung, deutlich zu informieren. Ebenfalls  muss das Unternehmen die Rückzahlung an den Verbraucher innerhalb der 7-Tage-Frist vornehmen und darf damit nicht mehrere Monate warten.

 

Zum Volltext der Entscheidung:

 

Anerkenntnisurteil LG Köln vom 29.12.2020 (Az. 84 O 152/20, rechtskräftig)

Lachender Mann mit Geldscheinen in der Hand

Vergleich mit primaholding-Unternehmen: Letzte Chance für Verbraucher:innen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat mit primastrom, voxenergie und nowenergy einen Vergleich geschlossen. Es ging dabei um überhöhte Preise und unangemessene Vertragslaufzeiten. Noch bis zum 31. Dezember 2024 können Sie sich an die Unternehmen wenden und sich auf den Vergleich berufen.
Schmuckbild

Das ändert sich 2025 bei Strom, Gas und Co.

Ab dem 1. Januar 2025 steigt der Preis im nationalen Emissionshandel. Eine Tonne CO2 kostet dann 55 Euro statt bisher 45 Euro. Damit erhöhen sich voraussichtlich die Preise für Heizöl, Erdgas und für Kraftstoffe, und das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird erneut teurer. Doch das ist nicht die einzige Änderung im Bereich Energie. Worauf Verbraucher:innen sich 2025 noch einstellen müssen, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

Healy: Vorsicht vor falschen Gesundheitsversprechen

Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige „Healy“-Vertriebspartner:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Diese Heilsversprechen sind nicht haltbar.
Foto einer Frau, die auf einem Sofa sitzt und bestürzt in ein geöffnetes Paket schaut.

Shoppen auf Online-Marktplätzen: Verbraucher:innen erwarten sichere Produkte

Die Mehrheit der Verbraucher:innen erwartet, dass die Produkte auf Online-Marktplätzen sicher und gesetzkonform sind – und sehen die Plattformbetreiber in der Verantwortung. Das zeigt eine Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Aktuell sind Plattformen nicht in der Pflicht, Produktsicherheit zu gewährleisten.
Schmuckbild

Stromanbieterwechsel leicht gemacht

Sind Sie es leid, immer zu viel für Ihren Strom zu bezahlen? Haben Sie das Gefühl, es gibt bessere Optionen, aber wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Keine Sorge – unsere Expertinnen Sylvia Scheibenberger und Denise Bohnenberger erklären Ihnen, wie es geht!