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Aluminium

Stand:

Aluminium eignet sich als Sauerstoff -und Feuchtigkeitsbarriere, ist kälte- und hitzebeständig, leicht und wiederverwertbar. Wegen dieser Eigenschaften ist es als Verpackungsmaterial und Küchenhelfer im Haushalt sehr beliebt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Halten Sie die Aufnahme von Aluminium so gering wie möglich.
  • Aluminium steht im Verdacht an der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer-Erkrankung beteiligt zu sein.
  • Verzichten Sie auf Fertiggerichte in Aluschalen und Essen aus Alu-Menüschalen.
Rolle Alufolie
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Lange Zeit galt es als ungefährlich. Inzwischen weiß man, dass sich unter bestimmten Umständen Aluminiumionen lösen und ins Lebensmittel wandern können. Da mittlerweile gesundheitliche Risiken diskutiert werden, gilt es, die Aufnahme so gering wie möglich zu halten.

Aufnahmequellen

Als dritthäufigstes Element der Erdkruste gelangt Aluminium auf natürlichem Weg ins Trinkwasser und damit auch in pflanzliche Lebensmittel. Obwohl es in der Natur meist in gebundener Form vorliegt, wird es durch sauren Regen oder industrielle Einflüsse freigesetzt und gelangt so in Umwelt und Nahrung.
Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat ermittelt, dass die meisten natürlichen Lebensmittel weniger als 5mg Aluminium pro kg Lebensmittel enthalten. Höhere Gehalte können Teeblätter, Gewürze, Miesmuscheln, Getreide und einige Gemüsesorten aufweisen.

Die Verwendung aluminiumhaltiger Lebensmittelzusatzstoffe ist durch eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2012 aus Gründen des Verbraucherschutzes deutlich eingeschränkt worden. Aluminium (E 173) als solches darf als silbrig glänzender Lebensmittelfarbstoff nur noch für Überzüge von Zuckerwaren für die Dekoration von Kuchen und Feinen Backwaren verwendet werden. Bei Lebensmitteln in Fertigpackungen ist der Stoff als "Farbstoff E173" oder als "Farbstoff Aluminium" im Zutatenverzeichnis anzugeben.

Weitere Aluminiumquellen sind Impfstoffe, Arzneimittel, aluminiumhaltige Antitranspirantien und Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Aluminium wie Kochgeschirr, Grillschalen, Trinkflaschen, Backbleche oder Aluminiumfolie.

Die Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelverpackungen im Handel spielt eine untergeordnete Rolle, da die enthaltene Barriereschicht aus Aluminium von Getränkedosen und -kartons, Joghurtdeckeln, Tütensuppen, Kaffeeverpackungen, Kaffeekapseln und Schalen für Fertigprodukte üblicherweise durch eine Kunststoffschicht vom Inhalt getrennt ist.

Für metallische Gegenstände gibt es eine Resolution des Europarates, die für Aluminium einen Freisetzungsgrenzwert von 5mg pro Kilogramm Lebensmittel vorsieht. Resolutionen haben für die Mitgliedsstaaten des Rates jedoch lediglich empfehlenden Charakter und sind keine verbindlichen gesetzlichen Grenzwerte.

Gesundheitliche Risiken

Bei gesunden Menschen erfolgt die Aluminiumausscheidung über die Nieren, im Laufe des Lebens reichert es sich jedoch besonders in der Lunge und im Skelettsystem an. Heute weiß man, dass Aluminium das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und die Knochenentwicklung schädigen kann. Zudem stört es das Gleichgewicht von Spurenelementen wie Magnesium und Eisen im Körper. Es nimmt deren Position beispielsweise in Enzymen ein und kann dadurch eine Störung der Signalweiterleitung auslösen. Ferner steht im Verdacht, an der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer-Erkrankung beteiligt zu sein, ein ursächlicher Zusammenhang konnte aber bisher noch nicht einwandfrei belegt werden.
Die EFSA hat eine wöchentliche unbedenkliche Aufnahmemenge von 1 mg/kg Körpergewicht ermittelt. Nach Abschätzungen nehmen Erwachsene durchschnittlich zwischen 0,2 und 1,5 mg/kg Körpergewicht auf. Es gilt also, die Aluminiumzufuhr durch Meiden einiger Quellen und den richtigen Umgang mit Haushaltsartikeln aus Aluminium zu minimieren. So sollten Alufolien oder unbeschichtete Schalen aus Aluminium nicht für längere Zeit mit salzigen oder sauren Speisen in Kontakt kommen. Ein entsprechender Verwendungshinweis ist auch gesetzlich vorgeschrieben.

Tipps für den Umgang im Haushalt

Bisher folgte oft noch der Zusatz "An Lebensmittel abgegebene Aluminiumbestandteile sind jedoch nicht gesundheitsschädlich", der die vorherigen Warnhinweise ad absurdum führte.
Nach einem Beschluss des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer Sachverständiger der Länder und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (ALS) ist dieser Hinweis nicht mehr zulässig.

Die Verbraucherzentrale begrüßt die Entscheidung des Fachgremiums ALS und erwartet, dass die Lebensmittelüberwachung Kennzeichnungen mit einem verharmlosenden letzten Satz künftig ahndet.
Internetshops, die Alufolien anbieten, wurden wegen der nicht korrekten Hinweise von Verbraucherzentralen bereits erfolgreich abgemahnt. Darüber hinaus sollten die Hersteller ihre Verpackungen schnellstmöglich so gestalten, dass die Sicherheitshinweise auf Alufolien auf den ersten Blick ins Auge springen.
Dies gilt auch für  Grillschalen oder Einmalschalen aus Aluminium, denn die Sicherheitshinweise sind hier selten zu finden, das muss sich ändern!
Und noch immer werden im Einzelhandel küchenfertige Produkte wie tiefgefrorener Fisch mit Gewürzmischung zum Garen in einer Aluminiumschale angeboten. Fertiggerichte werden ebenfalls in Aluschalen angeboten, meist auch zum direkten Erhitzen. Obwohl diese Gerichte stark gesalzen sind und oft auch saure Zutaten wie beispielsweise Tomatenmark enthalten, findet sich auf diesen Produkten selten ein Hinweis für die sichere und sachgemäße Verwendung. Und leider ist für die Käufer nicht zu erkennen, ob Aluminiumutensilien für den Küchengebrauch eventuell beschichtet sind und somit kein Aluminium an die Lebensmittel abgeben.

  • Aluminiumfolie: Durch stark säure- und salzhaltige Lebensmittel oder Kontakt mit anderen Metallen kann sich Aluminium aus der Folie lösen und ins Lebensmittel übergehen. Saures wie Apfelstücke, Zitronen, Essiggurken und Salziges wie Feta, Salzhering, Wurst und Schinken gehört nicht in Aluminiumfolie, weder zur Aufbewahrung noch zur Zubereitung. Metallische Servierplatten, Kochtöpfe und unbeschichtete Backbleche sollten nicht mit Aluminiumfolie abgedeckt werden.
     
  • Aluminiumfolie trägt einen entsprechenden Hinweis zur sicheren Verwendung auf der Verpackung, der beachten werden sollte. Er lautet etwa: "Aluminiumfolie nicht zum Abdecken von feuchten, säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln auf Servierplatten oder Schalen aus Metall verwenden. Aluminiumfolien dürfen nicht mit säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln in Kontakt kommen. Folien können sich infolge von Lokalelementbildung auflösen".
     
  • Saures und Salziges nicht in Aluminiumkochgeschirr zubereiten. Bei Aluminiumblechen im Backofen zumindest Backpapier verwenden.

  • In Laugengebäck werden immer wieder hohe Aluminiumgehalte festgestellt, begründet durch das Laugen und anschließende Backen auf Aluminiumblechen. Daher gibt es eine Empfehlung für Bäcker, hier auf Aluminiumbleche zu verzichten. Bei Unsicherheit kann eine Nachfrage bei der Bäckerei Gewissheit verschaffen.

  • Grillen auf Aluschalen ist vertretbar, um zu verhindern, dass Fett in die Glut tropft und beim Verbrennen krebserregende Stoffe bildet. Dabei auf säurehaltige Marinaden verzichten und das Fleisch möglichst erst nach dem Grillen würzen.

  • Verzicht auf Fertiggerichte in Aluschalen und Essen aus Alu-Menüschalen (z.B. Essen auf Rädern), sofern der Hersteller nicht auf eine Beschichtung hinweist. Denn jüngste Studien des BfR zeigen, dass bei der Zubereitung und Warmhaltung von sauren und salzigen Lebensmitteln in nicht beschichteten Aluminiummenüschalen zu viel Aluminium freigesetzt wird. Ein Erwachsener würde bei täglichem Verzehr von 200 g sauren Lebensmitteln aus unbeschichteten Aluminiumschalen in einer Woche demnach etwa 0,5 mg je Kilogramm Körpergewicht zusätzlich aufnehmen.
     
  • Espressokocher aus Aluminium nicht in der Geschirrspülmaschine reinigen. Bereits bei der ersten Benutzung des Kochgeschirrs bildet sich eine Schutzschicht im Inneren, welche Übergänge von Aluminium weitestgehend reduziert. Diese Schicht wird jedoch beim Spülen in der Maschine entfernt.

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