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Intelligente Verpackungen

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"Intelligente Verpackungen" überwachen den Zustand verpackter Lebensmittel und liefern Informationen u. a. über die Frische der Lebensmittel (z. B. eine Farbänderung bei zunehmender Lagerdauer, bei Unterbrechung der Kühlkette oder bei undichter Verpackung).

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Händler und Verbraucher können dadurch erkennen, ob ein kritischer Grenzwert überschritten ist (Frische, Temperatur, Zeit, Gas). Intelligente Verpackungen sind wegen der hohen Kosten pro Verpackungseinheit noch wenig verbreitet - allerdings wird intensiv daran geforscht.

Frische-Indikatoren (z. B. Sauerstoff- oder Schwefeldioxid-Indikatoren)

Das Funktionsprinzip basiert auf der direkten Wechselwirkung zwischen der reaktiven Substanz des Indikators und chemischen Verbindungen, die während des Lebensmittelverderbs entstehen. Erprobt werden beispielsweise Flaschen mit Frischeindikatoren, die ihre Farbe ändern, wenn der Inhalt nicht mehr genießbar ist. Das Zusammenwirken beider Substanzen zeichnet sich beispielsweise in einem Farbverlauf ab. Dieses Prinzip kann auch bei weiteren Lebensmitteln, wie abgepackter Wurst oder verpacktem Käse, angewandt werden. Noch ist das Verfahren aber mit hohen Kosten verbunden - Verpackungen werden dadurch teuer. In Ländern wie den USA, Schweden und Frankreich sind Etiketten, die den Frischegrad von Lebensmitteln durch Farbveränderung anzeigen, bereits im Einsatz.
Andere Systeme messen Bestandteile von Fruchtaromen und geben dadurch Auskunft über den Reifegrad von Obst. So etwas kann bei exotischen Früchten von Vorteil sein, weil die Reife teilweise von Verbrauchern schwer einzuschätzen ist. Solche Systeme sollen in den USA und Neuseeland bereits Bestand haben.

Zeit-Temperatur-Indikatoren (TTI-System = Time Temperature Indicator System)

Durch den Einsatz von Zeit-Temperatur-Indikatoren (TTI) soll der "Lebensweg" eines Produkts über die gesamte Lebensmittelkette aufgezeichnet werden. So kann z. B. angezeigt werden, ob tiefgefrorene Produkte durchgängig gefroren waren oder ob bei empfindlichen Lebensmitteln die Kühlkette immer eingehalten wurde. In den USA z. B. sind TTI-Etiketten, die auf UV-Lichtmengen mit Farbveränderungen reagieren, für Verpackungen von Fisch- und Meeresfrüchten verpflichtend.

Funkchips (RFID-Chips)

Mittels derartiger Chips, die auf die Verpackung aufgebracht oder in diese integriert werden, können beispielsweise das Herstell- oder Abfülldatum gespeichert und mit entsprechenden Lesegeräten abgerufen werden. Außerdem werden sie genutzt, um sich vor Produktpiraterie und Diebstahl zu schützen. Die Chips bieten aber auch die Möglichkeit, Daten über die Vorlieben einzelner Verbraucher beim Einkauf zu erfassen. Somit stehen, neben den Kosten, auch Fragen des Datenschutzes im Raum.

Barcodes

Mit Hilfe von Strichcodes oder QR Codes (engl. Quick Response = schnelle Antwort), die auf die Verpackung gedruckt oder geklebt werden, wird eine Vielzahl von Informationen bereitgestellt. Die Codes auf den verpackten Lebensmitteln können von Verbrauchern per Smartphone ausgelesen werden. Daraufhin werden Sie teils zu Werbung, aber auch Hintergrundinformationen wie Herkunft, Produktionsbedingungen und Inhaltsstoffen des Produktes geleitet. Den Herstellern dient der Code auch zur Marktforschung ‒ denn sie können erkennen, wann, wo und wer den Code ausgelesen hat.

 

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