So läuft der Betrug ab
Der Ablauf folgt meist einem typischen Muster:
- Erstkontakt: Sie erhalten eine unverlangte E-Mail, Direktnachricht in sozialen Medien oder SMS mit einem verlockend klingenden Angebot. Häufig werden solche Nachrichten als Kettenbrief verschickt.
- Vertrauensaufbau: Die Betrüger schildern detaillierte, emotionale Geschichten. Die Nachrichten wirken persönlich und oft umständlich oder altertümlich formuliert
- Dokumentenflut: Es werden offizielle aussehende Papiere vorgelegt – gefälschte Ausweise, Verträge, Bankdokumente oder behördliche Schreiben
- Die Geldforderung: Plötzlich werden Vorauszahlungen verlangt:
- "Bearbeitungsgebühren" für Dokumente
- Angebliche Steuern oder Mehrwertsteuer
- Anwaltskosten
- "Schmiergelder" für Behörden
- Nachweis Ihrer "Glaubwürdigkeit"
- Eskalation: Oft beginnt es mit kleinen Summen. Dann tauchen ständig neue "unvorhergesehene" Kosten auf. Die Beträge werden immer größer.
- Perfide Variante: Manchmal überweisen die Betrüger:innen sogar einen Geldbetrag, den Sie nach Abzug Ihrer "Provision" weiterleiten sollen. Später wird die ursprüngliche Überweisung storniert – Sie bleiben auf dem Kontofehlbetrag sitzen.
- Kontaktabbruch: Sobald die Kriminellen merken, dass Sie nicht mehr zahlen werden, ist kein Kontakt mehr möglich.
Das Ergebnis: Die versprochenen Millionen hat noch nie jemand gesehen. Das eigene Geld ist futsch.
Woran Sie den Betrug erkennen
Alle Betrugsversuche dieser Art haben gemeinsame Merkmale: