Auch wir wollen unseren Beitrag leisten, die Ausbereitung des Coronavirus zu verlangsamen. Daher sind unsere Beratungsstellen aktuell für den Publikumsverkehr geschlossen, persönliche Beratungen finden eingeschränkt statt. Bitte nutzen Sie unser umfangreiches alternatives Beratungsangebot. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wohn-Riester oder Eigenheimrente: was ist das eigentlich?

Stand:

Bei der Eigenheimrente, oft auch "Wohn-Riester" genannt, wird der klassische Riester-Sparvertrag vereinfacht ausgedrückt durch die selbst genutzte Immobilie ersetzt.

Haus Bausparen
Off

Wer sich also ganz bewusst in Kenntnis der Chancen, aber auch der Risiken für das Eigenheim als Alters­vorsorge entscheidet oder bereits entschieden hat, kann die Riester-Förderung auch für diese Form der Altersvorsorge erhalten. Die Produkte, die unter diesem Etikett am Markt verkauft werden, sind aber höchst unterschiedlich. Wohn-Riester-Verträge sind entweder klassische Darlehensverträge, Bausparverträge oder aber eine Kombination aus diesen beiden ­Varianten.

Bei Riester-Bausparverträgen sind während der Sparphase die Einzahlungen förderfähig. Die Zulagen erhöhen dann das Bausparguthaben. Ist der Vertrag nach einigen Jahren zuteilungsreif, kann das ­Guthaben für den Immobilienerwerb eingesetzt und das Bauspardarlehen ausgezahlt werden. Sodann sind die ­laufenden Tilgungsleistungen förderfähig. Die Zulagen wirken dann wie Sondertilgungen.

Die klassischen Riester-Darlehensverträge sind ein­facher: Die jährlichen Tilgungsleistungen sind förder­fähig, Zulagen fließen als Sondertilgung in den Vertrag.
Komplizierter sind die Kombinationen aus Zwischen­kredit ohne Tilgung und Bausparvertrag (Bauspar­sofortfinanzierung): Der Immobilienerwerb wird mit einem Zwischenkredit finanziert, der durch einen ­später zuteilungsreifen Bausparvertrag abgelöst wird. Bei ­dieser Variante fließt die Förderung in den Bausparvertrag und nach der Ablösung des Zwischenkredits in das Bauspardarlehen.

Ob ein Wohn-Riester-Vertrag im Einzelfall passt oder nicht, hängt von den individuellen Gegebenheiten und den angebotenen Konditionen ab.

Generell gilt: Darlehen sind teuer und jeder Euro, der zu einer rascheren Tilgung beiträgt, ist gut investiert, weil Darlehenszinsen in der Regel höher sind als Sparzinsen.

Wer keinen Wohn-Riester-Vertrag abschließen will, kann aus seinem bestehenden Riester-Sparvertrag auch Guthaben zur Tilgung seines Eigenheimdarlehens entnehmen.

Allen, die mehr zu diesem Thema wissen wollen, stellen wir gerne unsere Verbraucherinformation zum Wohn-Riester zur Verfügung.

 

Mehr zum Thema:

Wohn-Riester: Immobilienfinanzierung mit staatlicher Förderung

FAQ zum Eigenheimrentengesetz der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund