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Gentechnik: Risiken für die Gesundheit

Stand:

Wie gentechnisch veränderte Lebensmittel langfristig auf die menschliche Gesundheit wirken, weiß bis heute niemand.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es fehlen Langzeituntersuchungen, wie gentechnisch veränderte Pflanzen auf die menschliche Gesundheit wirken.
  • Studien bei Tieren geben Hinweise auf mögliche negative gesundheitliche Auswirkungen.
Eine Laborantin untersucht Pflanzen in einer Petrischale
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Auch mehr als 20 Jahre nach Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen fehlen Langzeituntersuchungen, etwa zum Einfluss auf das Immunsystem oder auf das Potenzial, Krebs auszulösen. Mögliche gesundheitliche Auswirkungen, die von Fremdgenen in Nahrungspflanzen ausgehen könnten, sind derzeit nicht überschaubar. Dies gilt auch für den Verzehr von gentechnisch veränderten Kleinstlebewesen (zum Beispiel Milchsäurebakterien, Hefen - hier bisher nicht auf dem Markt). Fest steht lediglich, dass die derzeit in der Europäischen Union (EU) für Lebensmittel zugelassenen Genpflanzen für den Menschen nicht akut giftig sind.

Wenn bislang keine schädlichen Wirkungen beschrieben wurden, ist dies kein Beweis für fehlende Gesundheitsrisiken. Bei Tieren, die gentechnisch veränderte Pflanzen als Futter bekommen hatten, wurden Veränderungen an Zellen, Zellkernen und Organsystemen beobachtet. Bei Mäusen, die mit Genmais gefüttert worden waren, kam es zu deutlich erkennbaren Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit und zu Veränderungen im Immunsystem. Dies muss Anlass genug sein, unter dem Blickwinkel des vorbeugenden Verbraucherschutzes mögliche Gesundheitsgefährdungen ernst zu nehmen.

Zum Beispiel werden folgende potenzielle Gesundheitsrisiken diskutiert:

Nahrungsmittelallergien

  • Künftig können infolge der Genübertragung Allergene in Lebensmitteln auftreten, in denen sie zuvor nicht enthalten waren. Ebenso können Gene aus Pflanzen eingebaut werden, die bislang nicht als Lebensmittel genutzt wurden. Hier gibt es somit keine Erfahrungen, ob sie allergen wirken. Dies gilt auch für Neuentwicklungen mit künstlich hergestellten Genabschnitten.
  • Zwar schreibt der Gesetzgeber vor, gentechnisch veränderte Organismen auch auf allergologische Effekte zu testen, doch genaue Prognosen über das Allergiepotenzial von Proteinen lassen sich nicht generell vornehmen. So kann ein bekanntes Protein in einem neuen Umfeld (zum Beispiel in einer gentechnisch veränderten Pflanze) ein ganz anderes Verhalten zeigen als bisher beobachtet. Ebenso könnten neu eingefügte Gene die immunologische Reaktion auf enthaltene Allergene verstärken. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass aufgrund der Genübertragung völlig neue Proteine entstehen. Für diese unbekannten Proteine sind die Vorhersagen zur Allergenität schwierig bis unmöglich.

Antibiotika-Resistenzen

  • In gentechnisch veränderte Nutzpflanzen werden aus technischen Gründen immer noch Gene mit Antibiotikaresistenz eingebaut, obwohl es weniger riskante Methoden gibt. Vor allem der massenhafte Anbau bzw. Verbrauch solcher Pflanzen erhöht die Gefahr, dass Antibiotikatherapien beim Menschen wirkungslos werden könnten.
    2018 wurde bekannt, dass antibiotikaresistente Bakterien mitsamt dem von ihnen produzierten Vitamin B2 unerlaubterweise in Tierfutter gemischt an Millionen Schweine und Rinder in der Europäischen Union verfüttert wurden. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit stellen die antibiotikaresistenten Bakterien eine Gefahr für Verbraucher, Tiere und die Umwelt dar.

Weitere mögliche Gesundheitsgefährdungen

Der Anbau von Genpflanzen führt oft zu einem stärkeren Einsatz von Herbiziden. Ebenso produzieren gentechnisch veränderte Pflanzen gewollt Insektizide. Diese chemischen Substanzen und ihre Rückstände in Lebensmitteln sind zusätzliche Risikofaktoren für die Gesundheit.