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Baufinanzierung - Finanzierungsformen

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Nur die allerwenigsten Bauherren sind in der glücklichen Lage, ihre Immobilie komplett aus Eigenmitteln bezahlen zu können. Oft ist ein Kredit in sechsstelliger Höhe notwendig, der von einer Bank oder Bausparkasse zur Verfügung gestellt werden. Hier erfahren Sie, welche Finanzierungsformen es gibt und welche Vor- und Nachteile mit den einzelnen Modellen verbunden sind.

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Die meisten Baufinanzierungen laufen in Form des Hypothekendarlehens ab, und in den meisten Fällen ist das für Sie als Immobilienkäufer oder Bauherr auch die beste Lösung. Dabei stellt Ihnen entweder die Bank selbst den Kredit zur Verfügung, oder sie vermittelt das Darlehen an eine auf Baufinanzierungen spezialisierte Hypothekenbank weiter.

Als Sicherheit stellen Sie der kreditgebenden Bank eine Grundschuld zur Verfügung. Die Rückzahlung erfolgt in monatlich gleichbleibenden Raten - auch Annuität genannt - mit einer anfänglichen jährlichen Tilgung von etwa 1 Prozent bis 3 Prozent des Kreditbetrags. Die aus Zinsen und Tilgung bestehende Rate bleibt immer gleich hoch, während der Kreditbetrag zunächst langsam, dann immer schneller abnimmt. Dadurch erhöht sich im Laufe der Zeit innerhalb der Monatsrate der Tilgungsanteil, während sich der Zinsanteil entsprechend reduziert.

Je höher Ihre anfängliche Tilgung ist, desto schneller haben Sie Ihr Darlehen zurückgezahlt. Generell sollten Sie, insbesondere in einer Niedrigzinsphase, sofern möglich, eine höhere Anfangstilgung als ein Prozent einplanen. Wenn Sie das 40. Lebensjahr überschritten haben, sollte die Anfangstilgung mindestens drei Prozent, ab 45 Jahren vier Prozent betragen.

Der Darlehensvertrag zwischen Ihnen und der Bank läuft allerdings nicht bis zur Tilgung der letzten Restschuld, sondern nur bis zum Ende der so genannten Zinsfestschreibungsfrist. Innerhalb dieses Zeitraums darf die Bank die Zinskonditionen nicht verändern, und Sie können Ihre Raten sicher und bequem im Voraus kalkulieren.

Wichtig: Achten Sie beim Hypothekendarlehen weniger auf den Sollzins (vormals Nominalzins) als vielmehr auf den Effektivzins. In diesen sind Faktoren eingerechnet, die trotz gleichbleibendem Sollzins das Darlehen verteuern können. Dazu zählt beispielsweise ein Zinseinbehalt bei der Auszahlung (Disagio) oder eine nicht sofortige Verrechnung der Tilgungsanteile.

Vorteile des Hypothekendarlehens:

  • Zinsersparnis durch sofortigen Tilgungsbeginn
  • Sicher kalkulierbarer Tilgungsplan
  • Transparente Konditionen.

Nachteile des Hypothekendarlehens:

  • Feste Bindung an den Tilgungsplan während der Zinsbindungsfrist
  • Zuweilen verlangen Banken Mindestkreditsummen von 50.000 Euro oder erheben Zinsaufschläge bei kleineren Darlehenssummen.