Kostenloses Online-Seminar "Warm, unabhängig, zukunftssicher: Die Wärmepumpe für Ihr Eigenheim“ am 17. Februar um 14 Uhr. Jetzt hier anmelden.

Girokonto-Vergleich: Undurchsichtige Preise und teure Paketlösungen

Stand:
Immer mehr Banken drehen an der Preisschraube: Die Kosten für Girokonten steigen – und das oft auf intransparente Weise. Besonders für ältere oder weniger mobile Menschen wird das zum Problem. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie sich vor unnötigen Kosten schützen.
Ein Mann steckt seine Girokarte in den Schlitz eines Geldautomaten

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Viele Banken verlangen Einzelpreise für Standardleistungen wie Überweisungen oder Kontoauszüge. Das erschwert den Kostenüberblick und Sie zahlen schnell drauf.
  • Als "bequeme" Lösung werden teure Pauschalangebote verkauft, die bis zu 300 Euro im Jahr kosten können.
  • Preisnachlässe gibt es häufig nur, wenn Sie zusätzlich teure Verträge wie Versicherungen oder Bausparverträge abschließen.
  • Prüfen Sie Preisverzeichnisse und wechseln Sie bei Bedarf die Bank. Es gibt auch kostenfreie Girokonten.
On

Undurchsichtige Preisgestaltung und intransparente Gebührenstruktur

Viele Banken setzen nicht mehr auf einen einheitlichen Preis für das Girokonto, sondern bieten mehrere Kontomodelle an. Oft setzt sich der Gesamtpreis dann aus einer Vielzahl an Einzelposten zusammen:

  • Gebühren für Überweisungen,
  • Lastschriften,
  • Bareinzahlungen oder
  • Kontoauszüge.

Wer die tatsächlichen Kosten seines Kontos nachvollziehen will, muss jede einzelne Buchung mit dem Preisverzeichnis vergleichen. Das ist mühsam und für viele kaum machbar. Als Alternative bieten Banken sogenannte "Rundum-Sorglos-Pakete" an. Diese klingen bequem, sind aber oft teuer: Manche Institute verlangen bis zu 300 Euro im Jahr für ein Girokonto.

Rabatte gibt es nur mit Zusatzverträgen 

Zusätzlich erschweren Rabatt- und Bonusmodelle den Preisvergleich. Oft wird versprochen: Wer auch eine Versicherung, einen Bausparvertrag oder eine Altersvorsorge bei der Bank abschließt, zahlt weniger für sein Konto. Diese Programme laufen unter Namen wie "Hausbankmodell", "Loyalo-" oder "Bonus-Programm".

Das Problem: Solche Angebote fördern die Intransparenz noch und führen dazu, dass Ihnen zusätzliche Produkte verkauft werden, die Sie vielleicht gar nicht brauchen – nur um in den Genuss von Rabatten zu kommen. 

Für die Bank ist das ein gutes Geschäft, nicht aber für die Kund:innen, die für den Abschluss dieser Produkte viel mehr Provision bezahlen als sie jemals durch Rabatte einsparen können. Wer dagegen kein weiteres Produkt möchte oder sich das finanziell nicht leisten kann, zahlt den vollen Preis. Besonders Menschen mit kleiner Rente oder geringem Einkommen sind die Leidtragenden dieser Preispolitik.

Ein Beispiel 

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die Volksbank Lahr wegen irreführender Werbung für ein solches Bonusmodell abgemahnt. Diese hatte ihre Preisgestaltung in einem Werbeflyer besonders unübersichtlich dargestellt. Die Bank weigerte sich jedoch, die Werbung zu ändern. Nun muss ein Gericht klären, ob diese Praxis zulässig ist. 

Was können Sie gegen undurchsichtige Preisstrukturen bei Girokonten tun? 

Transparente Preise und faire Konditionen sollten selbstverständlich sein. Doch aktuell versuchen viele Banken, mit komplexen Modellen und teuren Paketen mehr Geld aus ihren Kund:innen zu holen. Dieses des Preis-Chaos müssen Sie sich nicht gefallen lassen.

Hier ein paar Tipps:

Ratgeber-Tipps

Das Vorsorge-Handbuch
Wer sich wünscht, selbstbestimmt zu leben und Entscheidungen zu treffen, und sich wünscht, das auch am Lebensabend zu…
Fit und gesund - für Frauen ab 50
Menopause, Knochenhaushalt, Nährstoffbedarf, Ernährung, knackende Knochen - der Körper von Frauen ab 50 ist vielen…
Schmuckbild

Sanieren in Wohnungseigentümergemeinschaften leicht gemacht

In vielen Wohnanlagen steckt enormes Potenzial zur Energieeinsparung. Für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) ist die Umsetzung jedoch oft komplex: Mehrere Eigentümer:innen müssen sich auf Maßnahmen und Zeitpläne einigen, technische Fragen klären und rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Das kann abschreckend wirken – muss es aber nicht.
Logo des Podcasts "dürfen die das?" neben Illustration eines Smartphones, in dessen Kameraline ein Kopfhörer zu sehen ist.

"dürfen die das?" Podcast – Staffel 2: K.I. dir trauen? (3/4)

Ging es jahrzehntelang beim Onlineshopping hauptsächlich um Preise, Qualität und einen verlässlichen Kundenservice, gewinnt der Faktor Bequemlichkeit mit dem Einzug generativer künstlicher Intelligenz in das digitale Einkaufserlebnis stark an Bedeutung. Und ist die KI nicht die beste Kaufberaterin?
Schmuckbild

Zu alt für den Rabatt?

Ein Anbieter wirbt online mit einem Altersrabatt auf Brillengläser. Ein Verbraucher, der auf eine günstige Brille gehofft hatte, erfährt erst beim Optiker-Termin vor Ort, dass das Angebot nur eingeschränkt gilt.
Logo des Podcasts "dürfen die das?" neben Illustration eines Smartphones, in dessen Kameraline ein Kopfhörer zu sehen ist.

"dürfen die das?" Podcast – Staffel 2: Labubudubaimatchacup (2/4)

Wenn unterhaltsamer Video-Content von Werbeclips unterbrochen wird, warten wir entweder genervt auf deren Ende oder klicken sie nach Möglichkeit schnell weg. Doch was tun wir, wenn wir in einer digitalen Dauerwerbesendung stecken, aus der wir nicht entkommen können - oder wollen!
Logo des Podcasts "dürfen die das?" neben Illustration eines Smartphones, in dessen Kameraline ein Kopfhörer zu sehen ist.

"dürfen die das?" Podcast – Staffel 2: Inventur im Onlineshop (1/4)

Manipulative Klickstrecken, unseriöse Nutzerwertungen, Ramsch aus "China-Shops" und verlockende App Games um Bonuspunkte und Rabatte in Onlineshops. Die zweite Staffel unserer Podcastreihe "dürfen die das?" beginnt mit einer Bestandsaufnahme zum Verbraucherschutz im E-Commerce im Jahr 2026.