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Wenn nicht oder nur teilweise gestillt wird

Stand:

Säuglingsanfangsnahrung (Pre oder 1) ist von Geburt an und für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. Flaschennahrung für Babys soll nicht aus Milch oder anderen Rohstoffen selbst hergestellt werden.

Zwei Babyflaschen auf einem Tisch, Mutter stillt Baby im Hintergrund
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Pre, 1, 2 oder 3 – Welche Babynahrung ist wann die richtige?

Nach wie vor gilt: Muttermilch ist das Beste fürs Baby. Können oder möchten Mütter ihr Kind jedoch nicht oder nicht ausschließlich stillen, dann gibt es eine Alternative: Flaschenmilch aus Pulvernahrung zubereitet – die so genannte Säuglings(milch)nahrung.

Zunächst bekommen Babys Säuglingsanfangsnahrung, auch Pre- oder 1-Nahrung genannt. Sie ist von der Geburt an im gesamten ersten Lebensjahr geeignet – also auch nach Einführung der Breie – und kann nach Bedarf dem nicht oder nicht voll gestillten Baby gegeben werden.

Frühestens ab Einführung der Beikost kann dem Säugling Folgenahrung, auch 2- oder 3-Nahrung genannt, gegeben werden. Aus Expertensicht ist jedoch ein Wechsel von Anfangsnahrung zu Folgenahrung nicht notwendig.

Haben Säuglinge ein erhöhtes Allergierisiko, beispielsweise wenn Eltern oder Geschwister Allergiker sind, sollte bei nicht oder nicht ausschließlichem Stillen in den ersten sechs Monaten eine HA-Säuglingsnahrung gegeben werden. "HA" steht für hypoallergen. Das bedeutet, HA-Säuglingsnahrungen lösen seltener eine Allergie aus als normale Babynahrungen. Nach dem ersten Lebenshalbjahr bzw. sobald das Kind Beikost gefüttert bekommt, kann auf normale Säuglingsnahrung umgestellt werden.

  • Bei nicht oder nur teilweisem Stillen bekommt das Baby Säuglingsanfangsnahrung (Pre- oder 1-Nahrung).
  • Säuglingsanfangsnahrung ist von Geburt an und für das gesamte 1. Lebensjahr geeignet.
  • Folgenahrung (2- oder 3-Nahrung) kann frühestens ab Einführung der Beikost gegeben werden, ist aber kein Muss.
  • Flaschennahrung für Babys soll nicht aus Milch oder anderen Rohstoffen selbst hergestellt werden.

Zubereitung von Babynahrung

Unabhängig von der Art der Säuglingsnahrung gelten bei der Zubereitung die gleichen Regeln:

  • Babynahrung sollte immer frisch vor dem Füttern zubereitet werden.
  • Der Messlöffel mit der Pulvernahrung sollte nur gestrichen – nicht gehäuft – voll sein.
  • Benötigtes frisches Leitungswasser sollte nach dem Abkochen auf eine lauwarme Temperatur von 30 bis 40°C abkühlen. Der Temperaturtest an Wange oder Handgelenk ist und bleibt eine bewährte Methode, um die optimale Temperatur festzustellen.
  • Übrig gebliebene Milch sollte sofort entsorgt werden – auf keinen Fall aufbewahren oder erneut aufwärmen!
  • Nach jeder Mahlzeit sollten Flasche und Sauger direkt gründlich gespült, gereinigt und gut getrocknet werden.

Muttermilch zum Kaufen – eine gute Idee?

Mütter, die nicht stillen können, werden mittlerweile im Internet auf so genannten Muttermilch-Börsen fündig. Diese bieten Muttermilch zum Kauf an.

Die Verbraucherzentrale rät grundsätzlich vom Kauf im Netz ab, da die angebotene Milch zum einen erhöhte Keimgehalte aufweisen kann und zum anderen nicht auf Krankheitserreger untersucht ist, welche durch Muttermilch übertragen werden können. Hierzu gehören beispielsweise HIV/Aids oder Hepatitis. Da es sich bei Muttermilch um verderbliche Ware handelt, besteht kein Widerrufsrecht – anders als sonst allgemein im Online-Handel üblich. Oft bieten private Verkäuferinnen ihre Milch an – auch dafür gilt kein Widerrufsrecht. Weitere Informationen zu Muttermilch-Börsen lesen Sie auf der Seite des Netzwerks Gesund ins Leben.