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Datenleck beim Thermomix-Rezepte-Forum: Millionen Nutzer:innen betroffen

Stand:
Bei einem Cyberangriff auf das Rezept-Forum rezeptwelt.de des Thermomix-Herstellers Vorwerk sind Daten von zahlreichen Nutze :innen abgegriffen worden. Was Sie als Betroffene:r tun können und ob Sie ein Recht auf Schadenersatz haben, lesen Sie in diesem Beitrag der Verbraucherzentralen.
Geöffnete Hände halten ein Schloss. Es geht um Datenschutz

Das Wichtigste in Kürze:

  • Durch ein Datenleck im Thermomix-Rezepte-Forum haben Unbekannte Daten von zahlreichen Nutzer:innen abgegriffen.
  • Seien Sie als Betroffene:r in nächster Zeit besonders vorsichtig, wenn Sie verdächtige E-Mails oder SMS erhalten.
  • Prüfen Sie, ob Ihnen unter Umständen Schadenersatz zusteht.
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Thermomix-Datenklau: Welche Daten sind betroffen? 

Durch das Datenleck wurden viele sensible Daten abgegriffen. Dazu gehören:

  • der vollständige Name,
  • der Wohnort,
  • die hinterlegte E-Mail-Adresse,
  • die Telefonnummer und
  • das Geburtsdatum. 

Das Forum rezeptwelt.de ist nicht die einzige Website, die betroffen ist. Auch in vielen anderen Ländern wurden entsprechende Seiten gehackt. 

Durch den Cyberangriff sollen die Daten von mehr als 3,3 Millionen Verbraucher:innen im Darknet verfügbar sein. 

Ich bin betroffen vom Datenklau: Was kann ich jetzt tun? 

Ihre persönlichen Daten können Kriminelle für Betrugsversuche und Phishing-Angriffe nutzen. Seien Sie daher in der nächsten Zeit besonders wachsam bei E-Mails, SMS oder Anrufen.

  • Öffnen Sie keine E-Mails, die Ihnen ungewöhnlich oder zweifelhaft vorkommen.
  • Anhänge von unbekannten Absendern sollten Sie auf keinen Fall öffnen. Dahinter verbirgt sich häufig eine Spam- oder Phishing-Attacke. Woran Sie eine Phishing-Mail erkennen, erfahren Sie im verlinkten Artikel.
  • Gleiches gilt für Links in SMS. Klicken Sie diese nicht an, wenn Sie den Absender nicht kennen.
  • Ändern Sie sicherheitshalber die Passwörter bei Ihren Accounts. Vergeben Sie am besten für jeden Account ein eigenes Passwort. Tipps zu starken Passwörtern bekommen Sie im verlinkten Artikel.
  • Stellen Sie Unregelmäßigkeiten auf ihrem Bankkonto fest, sollten Sie sofort Ihre Bank kontaktieren. 

Prüfen Sie zudem, ob Sie Anspruch auf Schadenersatz haben. Dafür können Sie gerne das kostenlose Online-Tool der Verbraucherzentralen nutzen. Sie erhalten dort auch wertvolle Tipps und können Musterbriefe erstellen. 

Tipps zur Datensparsamkeit: Wie kann ich meine Kundendaten generell schützen? 

Allgemein gilt: Seien Sie nicht zu freigebig mit Ihren Daten. Wer viel Privates im Internet ungeschützt verbreitet, vermittelt ein teilweise ungewolltes Bild von sich – über Interessen, Lebensstil, Gesundheit bis hin zum finanziellen Budget. Hier finden Sie ein paar wertvolle Tipps, an denen Sie sich orientieren können: 

  • Überlegen Sie bei jedem neuen Eintrag im Internet, welche Informationen Sie von sich preisgeben und wem Sie erlauben, Ihre Daten zu verwenden.
  • Geben Sie nur so viel an wie unbedingt nötig. Wenn Sie zum Beispiel etwas bestellen, beschränken Sie sich auf die Daten, die für die Bestellung nötig sind, wie etwa die Adresse. Das Geburtsdatum gehört beispielsweise nicht dazu.
  • Nutzen Sie ein Pseudonym, sofern der Anbieter dies erlaubt. Pseudonyme werden im Internet vielfach genutzt, um die Privatsphäre in bestimmten Lebensbereichen zu erhalten und einen direkten Bezug zu einer Person zu erschweren.
  • Widersprechen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Direktwerbung und dem damit verbundenen Profiling. Achten Sie auch auf versteckte Einwilligungserklärungen im Kleingedruckten und streichen Sie zweifelhafte Zustimmungen.
  • Übertragen Sie wichtige Daten nur verschlüsselt, zum Beispiel Ihre Bankverbindung oder Kreditkartennummer. Eine sichere Verbindung erkennen Sie am geschlossenen Vorhänge-Symbol in der Adresszeile des Browsers und an Webadressen. Das heißt: "https" ist sicher. "Http" dagegen ist nicht sicher.

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