Wärmepumpen-Boom hält an - Heiztechnikpreise stabilisieren sich
Der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen. Nach Angaben der Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden rund 40 Prozent mehr Wärmepumpen von Herstellern an Großhändler und Fachhandwerker verkauft als im Vorjahreszeitraum. Im 2. Quartal hatten Wärmepumpen sogar einen Marktanteil von über 60 Prozent. Zusätzlich haben sich die Preise für viele Heiztechniken nach Jahren deutlicher Anstiege weitgehend stabilisiert.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelte für das Jahr 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von lediglich 2,7 Prozent über 21 untersuchte Heiztechniken hinweg. Bei der besonders verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpe blieb der durchschnittliche Anschaffungspreis mit rund 36.000 Euro sogar unverändert gegenüber dem Vorjahr.
„Die stark gestiegene Nachfrage zeigt, dass viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer die Wärmepumpe inzwischen als zukunftsfähigste Heizlösung betrachten. Gleichzeitig sorgt die Stabilisierung der Heiztechnikpreise für mehr Planungssicherheit bei der Entscheidung für diese Investition“, sagt Manuel Becker von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Hinzu kommt die Klarheit beim abschmelzenden Bundesförderprogramm zum Heizungstausch und dem in Kraft getretenen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG).
Dennoch sollten Verbraucher:innen Angebote sorgfältig prüfen. Auswertungen der Energieberatung von mehr als 2.000 Wärmepumpenangeboten zeigen erhebliche Unterschiede bei Preisen und Leistungsumfang. Für vergleichbare Wärmepumpen lagen Abweichungen teilweise bei bis zu 250 Prozent.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, mehrere Angebote einzuholen und unabhängig bewerten zu lassen. Verbraucher:innen können dazu den kostenlosen Wärmepumpenangebotsvergleich der Verbraucherzentrale nutzen: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/waermepumpen-angebote/ .
Wichtig ist es, bei den Angeboten auf eine korrekte Heizlastberechnung der Anlage sowie auf die vollständige Auflistung aller notwendigen Leistungen zu achten.
Fazit
Immer mehr Verbraucher:innen entscheiden sich für eine klimafreundliche Heizung und gegen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Wer den Austausch seiner Heizung plant, kann sich bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale darüber informieren, welche Heiztechnik am besten für die individuelle Situation geeignet ist und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Zudem bewerten die Expert:innen der Energieberatung die Angebote von Handwerksbetrieben. So lassen sich Fehlentscheidungen vermeiden und Investitionen langfristig absichern.
Unabhängige Beratung hilft
Fragen zum Thema Heiztechnik beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit ihrem umfangreichen Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.