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Förderung fürs Eigenheim: KfW-Programm für Energieeffizienz gestoppt

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Wer bei der Haussanierung auf Energiesparen, Einbruchschutz und Barrierefreiheit setzt, dem steht eine wahre Flut von Zuschüssen und günstigen Krediten offen. Daher sollten Sie sich als Eigentümerin oder Eigentümer gut informieren, um für Ihr Vorhaben die passenden Fördermittel zu bekommen.
Paar umarmt sich vor Haus mit Gerüst

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Bundesregierung hat den Neustart zur Förderung von energieeffizienten Gebäuden durch die KfW am 21. April 2022 neu geregelt. Ab diesem Stichtag werden nur noch der Neubaustandard "Effizienzhaus 40 NH" gefördert. Die Förderung zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden (BEG WG und BEG EM) läuft weiter.
  • Das neue Gebäude muss das QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) erhalten haben.
  • Der derzeitige Fördersatz für das Effizienzhaus 40 NH (Nachhaltigkeits-Klasse) umfasst einen Kreditbetrag von maximal 150.000 Euro, der Tilgungszuschuss liegt bei 12,5 Prozent bzw. maximal 18.750 Euro.
  • Für viele weitere Maßnahmen an Ihrem Wohnhaus gibt es Förderungen: von der neuen Heizung im Keller, über einbruchsichere Fenster sowie den barrierefreien Hauseingang bis zur Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Sie können auch mehrere Programme kombinieren, um die öffentlichen Fördermittel bestmöglich auszunutzen.
  • Online helfen Ihnen verschiedene Datenbanken, um nach den passenden staatlichen Förderprogrammen zu suchen.
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Was wird gefördert?

Private Eigenheimbesitzer:innen finden eine Vielzahl von Förderprogrammen bei Bund, Land und kommunalen Trägern zu folgenden Themen:

  • Sanierung zum Effizienzhaus
  • Wärmedämmung von Dach, Wand und Geschoss-/Kellerdecke, Fenster und Außentüren
  • Energieeffizienter Neubau
  • Reduzierung von Barrieren, Einbruchschutz
  • Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung
  • Lüftungsanlagen
  • Austausch von Heizungen (Gashybridheizung, Holzpelletheizungen, Wärmepumpen, thermische Solaranlagen, Brennstoffzellenheizungen, KWK-Anlagen) und Heizungsoptimierung
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und Netzdienlichkeit
  • Ladestationen für E-Fahrzeuge
  • Baubegleitung durch Energieeffizienz-Expertinnen und Experten
  • Energieberatung.

Wo finde ich Informationen zur steuerlichen Förderung?

Energetische Sanierungsmaßnahmen sind seit 2020 auch über eine neue Steuerermäßigung in Gestalt eines Steuerbonus durch eine Änderung des Einkommensteuergesetzes möglich. Gefördert werden Maßnahmen an selbstgenutzten Wohneigentum, wenn das Gebäude mindestens 10 Jahre alt ist.

Steuerlich berücksichtigt werden nur Sanierungsmaßnahmen, die von einem Fachunternehmen ausgeführt werden und die die Anforderungen aus der Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) erfüllen. Die Maßnahmen müssen die technischen Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) übersteigen - wie bei den Förderprogrammen von KfW und BAFA.

Wenn dies alles zutrifft, können Sie 20 Prozent und maximal 40.000 Euro innerhalb von drei Jahren in der Steuererklärung angeben. Eine Beantragung beim Finanzamt vor Beginn der Sanierungsmaßnahme ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur steuerlichen Förderung finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

  1. Faktenblatt (PDF, 506 KB)
  2. Das amtliche Muster für die Bescheinigung der Sanierungsmaßnahmen
  3. Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c

Wie finde ich das richtige Förderprogramm?

Wenn Sie sich eine Übersicht verschaffen wollen, welche Fördermittel es für Ihr Sanierungsanliegen gibt, können Sie verschiedene Fördermitteldatenbanken durchsuchen. Eine gute Übersicht bietet der Förder.Navi von NRW.Energy4Climate – insbesondere für Nordrhein-Westfalen. Das Tool ermöglicht die Auswahl nach Förderthema, Förderart und Fördergeber. Probieren Sie es hier aus und klicken Sie sich bis zur Detailansicht von einzelnen Förderprogrammen durch.

Eine weitere Förderdatenbank bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Die Datenbank enthält ausschließlich Förderprogramme vom Bund und teilweise von den Bundesländern. Zusätzlich gibt es aber vielerorts weitere lokale Förderungen von Kommunen, Kreisen oder Energieversorgern. Informieren Sie sich vor Ort, beispielsweise im Rathaus oder bei unserer Energieberatung.

Fördergelder beantragen

Die Antragstellung läuft je nach Förderprogramm unterschiedlich ab. Bundesweite Fördermittel erhalten Sie über die KfW-Bank und das BAFA.

  • Lassen Sie sich am besten vor der Planung beraten. Die Verbraucherzentrale bietet eine Energieberatung und Beratung zur Immobilienfinanzierung an.
  • Anträge müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
  • Bei Maßnahmen an der Gebäudehülle wie zum Beispiel Dämm-Maßnahmen und Fensteraustausch ist im Rahmen der Bundesförderung die Einbeziehung von Energie-Effizienz-Expert:innen erforderlich.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Ist beispielsweise der Etat eines Programms ausgeschöpft, können keine Gelder mehr ausgezahlt werden.
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Förderprogramme des Bundes, die über die KfW und das BAFA abgewickelt werden, werden neu strukturiert. Dadurch ergeben sich Änderungen in den technischen Mindestanforderungen, den Rahmenbedingungen und bei den Zuständigkeiten. Seit Januar 2021 wird die BEG schrittweise umgesetzt.

KfW-Bankengruppe

Bei der KfW gibt es unterschiedliche Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten, es gibt zinsgünstige Kredite, Kredite mit zusätzlichem Tilgungszuschuss und die Zuschussförderung.

Unterbrechung der Fördermittel-Programme Anfang 2022

Nach dem harschen Förderstopp am 24. Januar 2022 wurden die Verhältnisse mittlerweile ein wenig geordnet.

Für Gebäude-Sanierungen hat das Wirtschaftsministerium die Programme wieder freigegeben, mit den gleichen Randbedingungen wie zuvor.

Eine Förderung durch die KfW für energieeffiziente Neubauten (Effizienzhaus 40 NH) ist seit dem 21.04.2022 möglich. Die förderwürdigen Neubauten müssen das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erhalten.

Alle förderfähigen Anträge, die bis zum 23. Januar 2022 bei der KfW eingegangen sind, werden nach den ursprünglichen Förderkriterien bearbeitet. Erfüllen sie diese werden sie entsprechend genehmigt.

Ausblick 2023

Die Bundesregierung plant, die Kriterien der Förderung energieeffizienter Gebäude ab dem 1. Januar 2023 vollkommen neu aufzustellen. Sie sollen ein Baustein des neuen, umfassenden Programms "Klimafreundliches Bauen" werden.

BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Beim BAFA können Sie Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen beantragen. Seit Januar 2021 nicht nur für Heizungsanlagen, sondern auch für Dämm-Maßnahmen und den Fensteraustausch. 

Förderungen kompakt – Infoblätter

Wenn Sie schon wissen, ob eine steuerliche Anrechnung Ihrer Sanierungsmaßnahmen oder ein Förderprogramm in Frage kommt: Die wichtigsten Infos zur steuerlichen Förderung sowie zu vielen Krediten und Zuschüssen finden Sie hier als Infoblätter zum Download.

Steuerliche Anrechnung

Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

KfW-Bankengruppe

Die Bundesregierung fördert über die KfW Maßnahmen zur energetischen Sanierung, zum altersgerechten Umbau und zum Einbruchschutz von Gebäuden. Gefördert werden zudem Brennstoffzellen, Photovoltaikanlagen und Ladestationen durch zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse.

    KfW-Produkt 262 Kredit mit Tilgungszuschuss

    KfW-Produkt-Nr. 159 Kredit/455-B Zuschuss/455-E Zuschuss

     KfW-Produkt-Nr. 270 Kredit

Achtung: Da die zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits ausgeschöpft sind, ist es momentan nicht möglich, einen Antrag zur Förderung einer Ladestation zu stellen.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Bundesregierung fördert über das BAFA Einzelmaßnahmen durch einen Zuschuss. Gefördert werden der Austausch und die Optimierung von Heizungsanlagen, Baubegleitung, Energieberatung und ab dem 1. Januar 2021 auch Einzelmaßnamen wie Wärmedämmung, Fenster und Lüftungstechnik