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MSCI World im Minus – Was sollten Anleger:innen jetzt tun?

Stand:
Der MSCI World Index hat im Februar und März an Wert verloren. Einige Anleger:innen sind verunsichert und fragen sich, ob sie ihre ETFs verkaufen oder die Schwankungen aussitzen sollten. Wir erklären die Hintergründe der Marktentwicklung und geben Handlungsempfehlungen.
Nahaufnahme eines Smartphones, das in einer Hand gehalten wird und einen roten, absteigenden Graphen auf dem Bildschirm anzeigt. Im Hintergrund ist ein größerer Bildschirm mit einem ähnlichen Graphen zu sehen, der ebenfalls einen Abwärtstrend zeigt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei ETFs auf den MSCI World wird über 70 Prozent des Kapitals in den USA investiert. Im Januar und Februar 2025 haben ETFs, die in Euro notiert sind, etwa 10 Prozent an Wert verloren.
  • Etwa die Hälfte der Kursverluste der ETFs auf den MSCI World geht auf die Abwertung des US-Dollars zurück. Außerdem gibt es eine Korrektur bei den US-Technologieunternehmen.
  • Aktien und ETFs sind langfristige Anlagen – kurzfristige Schwankungen sind normal. Sie müssen darauf also nicht reagieren.
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Warum ist der MSCI World gefallen?

Der MSCI World Index bildet die größten Unternehmen aus Industrieländern ab, wobei US-Technologieaktien einen besonders hohen Anteil haben. Die Kurse der Technologieaktien sind in den Monaten zuvor besonders stark gestiegen. Die folgenden Kursverluste in diesem Sektor haben den gesamten Index belastet. Zusätzlich haben wirtschaftspolitische Unsicherheiten, insbesondere die von der Trump-Administration eingeführten neue Zölle, die Märkte verunsichert.

Ein weiterer Faktor ist die Währungsentwicklung: Der US-Dollar hat sich gegenüber dem Euro abgeschwächt, was für europäische Anleger:innen zusätzliche Verluste bedeutet. Da der MSCI World zu über 70 Prozent aus US-Aktien besteht, beeinflussen auch Schwankungen des US-Dollars den Index.

Sollten Sie ETFs auf den MSCI World verkaufen?

Kurz gesagt: Nein. Börsenschwankungen sind normal, und Aktien-ETFs  sind als langfristige Geldanlage gedacht. Die erfolgversprechendste Anlagestrategie besteht darin, derartige Verlustphasen auszusitzen. Wer jetzt verkauft, realisiert Verluste, die sich mit der Zeit wieder ausgleichen könnten. Ein Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren hilft, kurzfristige Schwankungen zu überstehen.

Langfristiges Investieren zahlt sich aus

Historisch gesehen hat sich der MSCI World trotz Krisen positiv entwickelt:

  • Nach der Dotcom-Blase in den frühen 2000er-Jahren erholte sich der Index.
  • Nach der Finanzkrise 2008 erreichte er neue Höchststände.
  • In den letzten zehn Jahren hat sich sein Wert mehr als verdoppelt, mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von über 7,8 Prozent.
  • In den vergangenen 50 Jahren hat kaum eine Strategie den MSCI World langfristig übertroffen.

Was sollten Sie jetzt tun?

  • Ruhe bewahren: Kurzfristige Verluste gehören zum Aktienmarkt dazu. Das zeigt die Historie der letzten gut 220 Jahre.
  • Anlagehorizont überprüfen: Wer langfristig investiert ist, die Risiken streut und im Rahmen seiner Risikobereitschaft in ETFs investiert, sollte an seiner Strategie festhalten.
  • Portfolio diversifizieren: Falls die hohe Gewichtung der USA im MSCI World Sorgen bereitet, könnten ETFs auf kleinere Unternehmen (Small Caps) sowie eine höhere Gewichtung anderer Anlageregionen oder eine sinnvolle Ergänzung sein. 

Dazu können Sie einen MSCI World ETF wie folgt ergänzen:

  • 65 Prozent MSCI World
  • 10 Prozenteuropäische Aktien, zum Beispiel STOXX 600 oder MSCI Europe
  • 25 ProzentSchwellenländer, zum Beispiel MSCI Emerging Markets

Durch eine höhere Gewichtung anderer Anlageregionen reduzieren Anleger:innen die Abhängigkeit vom US-Markt und dem Dollar. Ob dies die Rendite steigert, bleibt abzuwarten – das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit wird jedoch verringert.

Tipp: Wer bereits in den MSCI ACWI (IMI) oder den FTSE All-World investiert, hat eine breitere Streuung als beim MSCI World, da hier auch Schwellenländer enthalten sind. Auch hier ist eine weitere Ergänzung möglich, falls Sie den US-Anteil weiter reduzieren wollen.

Die richtige Entscheidung hängt von Ihrer individuellen Strategie ab. Wer langfristig investiert bleibt, kann Schwankungen besser aussitzen und von langfristigen Marktentwicklungen profitieren.

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